Donnerstag, 28. März 2013

Rezension: "Träum weiter, Mann" von Volkmar Nebe & Ralf Pingel

Daten zum Buch:
erschienen am: 18. Februar 2013
Verlag: aufbau taschenbuch
ISBN: 9783746629056
286 Seiten
Preis: 8,99 €

Zum Inhalt:
Gerald Schöning (39 J.) ist ein erfolgreicher Immobilienmakler, der 40jährige Heiner Deuter ist Autor. Beide logieren zur gleichen Zeit für mehrere Wochen an der Ostsee in der kleinen Pension „Möwenwind“. Gerald, da sein Haus nach einem Brand grundsaniert werden muss, Heiner, weil er in einer ruhigen Umgebung einen Bestseller schreiben möchte. Von Anfang an sind sich Gerald und Heiner spinnefeind, und zu allem Überfluss haben sich beide auf den 1. Blick in Stefanie Schmidt, die 29jährige Tochter der Pensionswirtin verliebt. Von der 1. Begegnung an buhlen sie mit lauteren und unlauteren Mitteln um Steffs Zuneigung. Diese scheint beiden Herren gegenüber gleichermaßen recht aufgeschlossen zu sein, und so entbrennt ein Wettkampf zwischen Gerald und Heiner, der immer absurdere Ausmaße annimmt.

Meine Meinung:
Nun ja, ich hatte mir ehrlich gesagt etwas mehr von dem Buch erwartet, da die beiden Autoren es mit einem witzigen Video beworben hatten, das ein amüsantes Abenteuer an der Ostsee versprach. Herausgekommen ist allerdings ein Roman über zwei unreife Männer, die sich wie Vollidioten aufführen, um das Herz einer Frau zu erobern, bei der ich nicht nachvollziehen kann, was so toll an ihr sein soll, dass man sich dafür als gestandener Mann so dermaßen zum Affen machen muss. Beide Männer könnten unterschiedlicher nicht sein. Während der kräftige Gerald impulsiv, dem Alkohol zugeneigt und latent aggressiv ist, zeichnet sich der schmächtige Heiner durch Sensibilität und einen empfindlichen Rücken aus – böse Zungen würden ihn auch als ein Weichei bezeichnen...

Ich fand alle drei Protagonisten einfach nur unsympathisch. Die beiden Männer benehmen sich von Anfang an total daneben und kindisch. Sie rennen nicht nur Steff hinterher, wo sie geht und steht, sondern spionieren sich gegenseitig aus und versuchen, den jeweils Anderen aus der Pension und Steffs Nähe zu vertreiben. Und das alles für eine Frau, die sie so gut wie gar nicht kennen. Steff lässt sich auf die Avancen beider Herren ein, ohne jedoch durchblicken zu lassen, wen von beiden sie nun bevorzugt. Der Konkurrenzkampf der beiden Gockel wirkt von Anfang an übertrieben und absurd. Ich persönlich fand die Geschichte deshalb nicht wirklich amüsant, sondern war eher genervt, wie sich erwachsene Menschen so selten dämlich verhalten können.

Die Story ist in 29 Kapitel unterteilt und abwechselnd aus Geralds und Heiners Sicht geschildert. Nur im letzten Kapitel erfährt der Leser endlich auch, was Steff über ihre beiden Verehrer denkt.  Der Schreibstil der Autoren ist locker, die kurzen Kapitel lassen sich schnell lesen. Das Buch ist ein kurzweiliger Spaß für zwischendurch, nur leider hat es nicht meinen Humor getroffen.

3 von 5 Schreiberpaletten



Kommentare:

  1. Leider hat es auch meinen Geschmack und Humor gar nicht getroffen. Von dem Klappentext und Trailer hatte ich mir wesentlich mehr versprochen und war enttäuscht. Bis zuletzt hatte ich immer noch auf eine richtig tolle Wendung gehofft, die leider ausblieb. Die Protagonisten sind schwach und wirken unglaubwürdig.

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  2. Ein enttäuschendes Buch, bei dem vieles an den Haaren herbeigezogen wirkt.

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Von der Wiege bis zur Bahre - Kommentare, Kommentare! Und ich freue mich über jeden Einzelnen davon. :-)