Freitag, 6. September 2013

Spoilern - Die Fortsetzung

Ich weiß, ich habe mich schonmal über Spoiler in Rezensionen ausgelassen. Aber das Thema lässt mir keine Ruhe, denn seitdem bin ich wieder über zahlreiche Rezis gestolpert, in denen ziemlich stark gespoilert wurde. Und dann habe ich vor ca. einer Woche eine gelesen auf Amazon, da ging mir echt die Hutschnur hoch, aber so richtig! Ich verlinke die jetzt mal nicht, nicht dass am Ende jemand versehentlich draufklickt und sich die Vorfreude auf ein Buch versaut. Ich sag euch nur, wo ihr sie finden könnt: Bei Amazon für das Buch "Herzblut - Stärker als der Tod". Wenn man sich alle Rezis anzeigen lässt, ziemlich weit hinten.

Da hat eine Dame tatsächlich den kompletten Inhalt geschrieben. Den KOMPLETTEN! Von Anfang bis Ende die Handlung durchexerziert. Wer umgebracht wurde, wer letzten Endes der Mörder war, was im Showdown passierte, wie das Buch endete. Halloooooo - geht's noch?!?!?!

Zum Glück habe ich das Buch ja schon gelesen. Und man kann ja auch beim Lesen abbrechen, wenn man merkt, oh je, die spoilert mir zu arg. Aber das kann's doch einfach nicht sein, dass die Leute sowas machen!

Ich gebe mir echt immer Mühe mit meinen Rezis und ich versuche auch, auf keinen Fall zu spoilern. Ab und zu kann es natürlich schwierig werden, nicht zu spoilern, wenn man eine bestimmte Person oder Szene kritisieren will. Aber ansonsten bemühe ich mich wirklich sehr, dass ich nicht mehr verrate als der Klappentext. 

Als ich schonmal darüber schrieb, meinten einige, dass sie aus diesem Grund keine Rezensionen mehr lesen würden. Leute, wie traurig ist das denn bitte, dass sich manche nicht mehr trauen, Rezis zu lesen aus Angst davor, der Rezensent könnte ihnen den Lesegenuss verderben? Das ist doch für alle Seiten unbefriedigend. Für potentielle Leser, die gerne eine Leseempehlung hätten, sich aber nicht an die Rezensionen herantrauen. Für uns, die Rezensenten, die ja schon gerne wollen, dass man ihre Ergüsse auch liest. Für die Verlage, denen vielleicht potentielle Käufer durch die Lappen gehen, die sich lieber keine Rezis durchlesen, aber auch keine Katze im Sack kaufen wollen. Oder sehe ich das total falsch?

Die oben erwähnte Rezension habe ich übrigens direkt kommentiert (Keine Antwort erhalten natürlich.) und zudem gemeldet mit dem Vermerk, dass hier der komplette Inhalt des Buches wiedergegeben wurde. Das kann die bei Wikipedia machen, aber nicht auf Amazon! Auf die Idee mit dem Melden kam ich, als ich sah, dass bei einem anderen Buch auch gespoilert wurde und jemand dann kommentierte, er hätte diese Rezi nun mal gemeldet, weil das so nicht ginge. Bei diesem anderen Buch (Leider vergessen, wie das hieß.) hatten sich mehrere Leute massiv beschwert über die vielen Spoiler. Ich glaube aber, dass Amazon solche Rezensionen nicht rausnimmt oder zensiert. Schade...

Eine Bitte noch: Wenn ihr der Meinung seid, ich spoilere irgendwo zu sehr, dann immer raus damit! Ich werde die Rezension dann sofort bearbeiten!

Kommentare:

  1. Hallo :)

    Ah - ich tue mich beim Rezension schreiben auch schwer, um nicht oder fast nicht zu spoilern. Sicher, gerade bei Buchserien ist es recht schwer...
    Aber das komplette Buch in die Rezension zu schreiben???? Das ist doch auch keine Rezension - die soll ja nicht den Inhalt hergeben, sondern die eigene Meinung!

    Und mal ehrlich - deswegen keine Rezensionen mehr lesen??? Auch Blödsinn - ich lese gerne Rezensionen, entweder zu Büchern, die ich bereits gelesen habe um mitreden zu können, oder zu Büchern, die ich auf meiner WL habe - alle Rezensionen von allen Blogs zu lesen, schaffe ich zeitlich schon gar nicht. Aber ich bin trotzdem begeisterte Rezie-Leserin ;-)

    Liebe Grüße
    Anett.

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  2. Es gibt leider zu viele "Rezensenten", die eine Rezension von einer Inhaltsangabe nicht unterscheiden können...
    Gerade bei amazon gibt es so viele Rezensionen die spoilern - bei meinem aktuellen Buch habe ich in eine Rezension reingeschaut und wußte auch mal wieder mehr als ich wollte. Das ist soooo ärgerlich!! Solche Rezensionen bekommen von mir aber auch gleich ein "nicht hilfreich"-Klick, damit sie nach hinten rutschen und nicht noch mehr Leute spoilern. Manchmal hinterlasse ich auch ein Kommentar - das hat mir das letzte Mal aber gleich mal eine handvoll "nicht hilfreich"-Klicks bei meinen Rezensionen eingehandelt (war echt auffällig, kurz nach meinem Kommentar bekamen die letzten 5 Rezensionen die Klicks...)

    Von daher lese ich Rezensionen nur noch auf Buchblogs bei denen ich weiß, daß sie nicht spoilern oder im Büchertreff.

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  3. Erst über Spoiler meckern und mir dann den größten Spoiler aller Zeiten als Screenshot schicken - das haben wir gern! *seufz*

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  4. Das Problem kenne ich. Ich bin immer mega sauer, wenn ich mir Rezensionen durchlese und dann schon sehe wie lang die sind und fast den kompletten Inhalt wiedergeben. Dann muss ich das Buch nicht mehr lesen. Das verdirbt einem wirklich alles.

    Vor kurzem habe ich eine Rezension zu einem Buch gelesen, das absolut zu meinen Lieblingsbüchern gehört, deshalb hab ich es auf Lovelybooks abonniert. Ich bin aber durch einen Kommentar einer anderen Leserin darauf aufmerksam geworden. Da hat die Rezensentin bereits in den ersten 3 Sätzen, die man natürlich gleich sieht, das größte Geheimnis ausgeplaudert. Da wäre ich aber auch wütend. Es handelt sich nämlich um einen Folgeband und das war eigentlich die größte Überraschung bzw. Wendung für den Leser. Das muss wirklich nicht sein.

    Außerdem sind ja Rezensionen auch dafür da, andere Leser auf das Buch aufmerksam und neugierig zu machen und nicht abzuschrecken.

    Liebe Grüße
    Ramona

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  5. Mhm... Ich habe mir darüber auch schon Gedanken gemacht und finde es für mich selbst oft eine schwere Gratwanderung. Oft ist es gerade irgendein wichtiges Ereignis in einer Geschichte, das mich dazu bringt ein Buch heiß zu lieben oder eben genau das Gegenteil. Und dann bin ich auch noch die Art Person, die das eigentlich unbedingt mitteilen muss - was ja auch oft leichter wäre als nur zu vage schreiben "unbedingt lesen, da passierte etwas"... Bis jetzt hoffe ich aber, dass ich mich ganz gut zurück halten konnte...

    LG, Antonia

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