Freitag, 29. November 2013

Urlaubsstatistik: Meine gelesenen Bücher

Es ist schon wieder fast einen Monat her, als ich mich mit meinem Freund zu einem einwöchigen Entspannungsurlaub nach Kreta aufgemacht habe. Damals habe ich euch ja schon angekündigt, welche Bücher ich dafür eingepackt habe. Zur Erinnerung:


Für die Abreise mussten wir zwar sehr früh aufstehen, aber vor lauter Aufregung konnte ich trotzdem lange nicht einschlafen, und schwupps, hatte ich "Ich heirate Frau Antje ihre Familie" schon durchgelesen, bevor wir überhaupt los sind. Deshalb blieb dieses Buch dann doch zu Hause, stattdessen nahm ich spontan "Ausgeliebt" von Dora Heldt mit. (U. a. deshalb, weil es ungefähr die gleiche Dicke hatte und ich mit meinem Reisegewicht haushalten musste.)

Da wir ziemlich viel Gepäck hatten, nahm ich nur Bücher mit, die ich auf Kreta lassen konnte. Natürlich fand ich den Gedanken nicht so prickelnd, dass meine Bücher evtl. im Müll landen würden. Deshalb hab ich mich total gefreut, als ich im Hotel ein Büchertauschregal entdeckte! :-) So konnte ich meine Bücher so enstorgen, dass andere auch noch was davon hatten.

Also, hier ist meine Lesestatistik für den Urlaub:

"Totentänze": 
Bislang kannte ich ja nur einen Arena-Thriller, aber dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen. Es waren 4 Kurzgeschichten, die sich zwar meiner Meinung nach ein bisschen glichen (Stets eine weibliche Protagonistin und die immer wiederkehrenden hippen Vornamen wie Leonie, Leon, Lukas,...), die ich aber alle spannend fand und mit deren Ausgang ich meist nicht rechnete. Gute Unterhaltung.

"Die Flüsse von London": 
Am Anfang kam ich nur zäh durch das Buch, aber dann gefiel es mir richtig gut und ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

"Hellas Channel":
Die größte Enttäuschung bei meiner Urlaubslektüre. Ich fand es ziemlich langweilig, den Kommissar mochte ich einfach nicht, die Handlung kam nicht recht in die Gänge. Da es auch das dickste Buch war und ich es erst am letzten Tag bei der Heimreise las, beschloss ich irgendwann entnervt, das Buch ab der Hälfte nur noch querzulesen, um wenigstens zu wissen, wer jetzt der Mörder war. Danach landete es auf dem Bahnhof im Altpapier. Bevor ihr jetzt Schnappatmung kriegt: Das Buch habe ich für 50 Cent im Büchereiflohmarkt gekauft, es hatte schon etliche lose Blätter und war wirklich in einem desolaten Zustand.

"Ich spucke auf euch": 
Nun ja, ich fand den Schreibstil irgendwie anstrengend. Das Buch ist schon etwas älter, und obwohl ich diese angeblich wahre Geschichte recht interessant fand, war es eins von diesen Büchern, bei denen man einfach froh ist, wenn man sie ausgelesen hat. Weiß nicht genau, warum, aber so war's halt einfach.

"Ihr kriegt mich nicht klein": 
Ziemlich interessant, wenngleich man die Geschichte vielleicht auch etwas hätte kürzen können. Ich bin echt erbost darüber, wie Lidl & Co. mit ihren Mitarbeitern umgehen. Andererseits war vieles auch nicht mehr neu. Meine Schwester hat - wie die Autorin - auch für einige Zeit bei KiK gearbeitet, deshalb wusste ich z. B., dass die teilweise nichtmal innerhalb von 8 Stunden aufs Klo können, weil sie alleine im Verkaufsraum sind. Dazu dann ein wirklich unterirdischer Stundenlohn (5 € oder sowas). Ich hoffe, die Autorin kann auch weiterhin Arbeitnehmer dafür gewinnen, eigene Betriebsräte zu gründen.

"Ausgeliebt":
An und für sich gute Unterhaltung. Aber ein bisschen genervt hat mich schon, wie locker-flockig alles für die Protagonistin lief, nachdem ihr Mann sie verlassen hatte. Sie nimmt natürlich sofort etliche Kilos ab und hat dann eine Traumfigur, ihre Freunde organisieren ihr eine Traumwohnung in ihrer Traumstadt, und die Männer liegen ihr auch reihenweise zu Füßen. Außerdem wundere ich mich, wie lukrativ der Job als Verlagsvertreterin sein muss. Die Damen hatten allesamt haufenweise Kohle, um sich teure Wohnungen und anderen Firlefanz leisten zu können. Und als sich die Hauptfigur von ihrer Scheidungsabfindung haufenweise nutzlosen, dafür wahnsinnig teuren Dekoscheiß kaufte, obwohl sie sonst keinerlei Ersparnisse hatte, ging mir echt die Hutschnur. Einer Freundin von mir gefiel das Buch wiederum supergut. Vielleicht ist es eher ein Buch für Leute mit Liebeskummer, das zeigen soll, dass man auch nach einer schweren Trennung wieder auf der Sonnenseite des Lebens stehen kann.

Und ansonsten? Da der Urlaub schon wieder so lange vorbei ist, werde ich auf einen Urlaubsbericht verzichten. Schön war's, entspannend, interessant. Wir möchten gerne wieder zurück nach Kreta und all die anderen Orte erkunden, die wir in den 7 Tagen nicht gesehen haben. Allein die Rückreise war dann so abartig stressig mit vielen Zwischenstopps, in denen wir stundenlang der Langeweile fröhnten (Irgendwann kann man noch nichtmal mehr lesen, um sich abzulenken.), verspäteten Zügen und Flügen und einer Gesamtreisedauer von 15 Stunden, dass ich danach wieder in alter Muffellaune deutschen Boden betrat und die Urlaubsstimmung sofort wieder flöten ging. Ich bin schon längst wieder urlaubsreif!

Hier noch ein paar Impressionen:

Georgioupolis, ein 1 km von unserem Hotel entferntes Städtchen

Lappa


Knossos, das ich als Archäologin natürlich unbedingt besuchen musste

Chania, die zweitgrößte und angeblich schönste Stadt Kretas

Ein hübsches Gässchen in Chania

Kommentare:

  1. Du hast deine Bücher zurückgelassen? *Herzstillstand* *Schockstarre* ^^

    Aber die Bilder sind toll =). Ich will da auch hin!

    LG
    Anja

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  2. Ich seh schon, wenn ich mir nochmal sowas leiste, werde ich aus dem Bücherblogger-Olymp verstoßen, ne? ;-) Aber wenn es dich irgendwie tröstet: Ich habe nur alte, gebrauchte Bücher mitgenommen, die max. einen Euro gekostet haben. (Das Holland-Buch hätte ich auf jeden Fall wieder mitgenommen, aber es wurde dann ja schon vorher ausgelesen.)

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Von der Wiege bis zur Bahre - Kommentare, Kommentare! Und ich freue mich über jeden Einzelnen davon. :-)