Sonntag, 22. Dezember 2013

Rezension: "Vier Pfoten und das Weihnachtsglück" von Petra Schier

Daten zum Buch:
erschienen am: 4. Oktober 2013
Verlag: Rütten & Loening
ISBN:
176 Seiten
Preis: 9,99 €

Zum Inhalt:
Leser von Petra Schiers „Vier Pfoten unterm Weihnachtsbaum“ können sich hier über ein Wiedersehen mit Tessa Lamberti freuen, die jedoch als glückliche Mutter und Ehefrau nur noch eine Nebenrolle spielt.

Protagonistin ist diesmal ihre kleine Schwester Sophie. Die Fotografin freut sich über einen lukrativen Auftrag für ein Hochglanzmagazin. Zusammen mit dem Journalisten Carsten darf sie eine Fotostrecke zum Thema „Weihnachten“ machen. Zu dumm nur, dass Carsten der arrogante Kotzbrocken ist, mit dem sie sich bereits auf dem Supermarktparkplatz kräftig in die Wolle gekriegt hat. Das kann ja heiter werden!

Auch Carsten ist nicht begeistert von seiner neuen Kollegin. Überhaupt hält er nicht viel von Frauen, denn als Sproß einer reichen Verlegerfamilie ist er es gewöhnt, dass die Frauen ihm des Geldes wegen zu Füßen liegen, ihn aber nicht wirklich lieben. Deshalb bleibt er bei Sophie lieber gleich inkognito, zumal zwischen den Beiden sowieso nur die Fetzen fliegen. Dass ihm seine Schwester auch noch ihren Cockerspaniel Lulu aufs Auge drückt, ist dann noch die Krönung. Carsten weiß überhaupt nicht mit der verwöhnten Hundedame umzugehen und zieht sich so nicht nur Lulus Zorn zu, sondern auch den der tierlieben Sophie.

Nur der Weihnachtsmann persönlich kann hier noch das größte Chaos verhindern...

Meine Meinung:
Dies ist mein 1. Roman von Petra Schier, und ich war zugegebenermaßen ziemlich überrascht, als gleich zu Anfang der Weihnachtsmann samt Frau und Elfen in der Geschichte auftauchte. Das war schon ein recht interessantes Stilmittel und hält in diesem Buch auf jeden Fall den „Weihnachtsspirit“ hoch. Wirklich gestört hat es mich dann auch nicht weiter, allerdings hätte man darauf auch verzichten können. Die Eingriffe von Santa und seinen Elfen empfand ich nicht als so gravierend, als dass die Geschichte nicht auch ohne diese Figuren seinen Verlauf hätte nehmen können. Aber da es sich hier um eine „magische Weihnachtsgeschichte“ handelt, sollte dies den Leser nicht weiter verstören.

Nachdem man die beiden Hauptfiguren kurz kennengelernt hat, weiß man bereits, wie das Buch enden wird. Das gibt’s ja bei vielen Romanen und Filmen, die sich um die Liebe drehen. Ich denke, ich nehme nichts vorweg, wenn ich verrate, dass es ein Happy End geben wird. Der Weg dorthin hat aber trotzdem viel Spaß gemacht. Das Knistern zwischen Sophie und Carsten konnte ich wirklich nachempfinden. Allerdings hat mich zeitweise das enorme Gekeife zwischen den Beiden gestört, da es manchmal wirklich nur noch albern war, um welche Nichtigkeiten die beiden sich bis aufs Blut streiten konnten.

Im krassen Gegensatz hierzu dann die harmonischen Nebenfiguren, die allesamt sympathisch und liebenswert waren. Die Geschichte brauchte keinen Bösewicht, aber ein paar mehr Ecken und Kanten hätte ich nicht schlecht gefunden.

Als großer Hundefan fand ich natürlich den heimlichen Star dieses Romans, Cockerspaniel Lulu, sehr entzückend. Ihre Gedanken haben mich immer wieder amüsiert.

Das ersehnte und erwartete Happy End gab es so, wie ich es mir gewünscht habe. Es war vorhersehbar und teilweise schon ziemlich kitschig, aber in diesem Fall hat mich das nicht gestört, denn genau das erwarte ich auch bei so einem Buch!

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir wirklich gut. Sie schreibt humorvoll und emotional, und ich bin regelrecht durch das Buch geflogen. Trotz einiger Schwächen für mich eine schöne, kurzweilige Weihnachtslovestory, die den Leser mit einem Lächeln zurücklässt. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten!


4 von 5 Schreiberpaletten

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