Montag, 30. September 2013

Arena-Bloggerworkshop - Ich war dabei!

Am Sonntag fand der 2. Arena-Bloggerworkshop in Würzburg statt, und ich durfte dabei sein!

Obwohl ich nur 2 Minuten zu Fuß zum Verlagsgebäude brauche, kam ich doch als Letzte... aber trotzdem pünktlich! Als Letzte durfte ich dann wenigstens direkt mit Daniela Kern, der Organisatorin, und Kathrin Lange, unserer Gastautorin, die 3 Stockwerke zum Versammlungsraum hochschnaufen, wo schon die anderen Bloggerinnen (Ja, wir waren ausnahmslos Mädels!) warteten.

Auf den 1. Blick erkannte ich nur Daniela von Brösel's Bücherregal. Auf den 2. Blick auch. Da kam es mir total entgegen, dass wir uns erstmal reihum vorstellten. Die meisten Blogs kannte ich sogar schon, und man hörte während der Vorstellungsrunde viele "Ah!"s und "Oh!"s und auch mal ein "Ach, DU bist das!".

Hier erstmal eine Liste aller Teilnehmerinnen (alphabetisch):

Alexandra von http://www.thrillertante.blogspot.de >>> Ihr Bericht über den Workshop!
Alexandra von buecherkaffee.blogspot.de 
Alice von alice-im-buecherland.de >>> Ihr Bericht über den Workshop!
Anka von ankas-geblubber.de 
Ann-Kathrin von asaviels.blogspot.de
Christine von www.buchstabengefluester.blogspot.de
Damaris von www.damarisliest.de 
Daniela von www.broesels-buecherregal.de
Katja von www.little-dhampir.de
Michele von http://seitentraeume.blogspot.de
Nicole von http://favolas-lesestoff.ch >>> Ihr Bericht über den Workshop!
Nicole von http://www.lilstar.de >>> Ihr Bericht über den Workshop!
Sabrina von http://fusseligebuecherwuermer.blogspot.de 
Sonja von http://www.bücherjunkie-sunnyle.de/
Steffi von his-and-her-books.blogspot.com >>> Ihr Bericht über den Workshop!

Nachdem uns Daniela etwas über den Verlag erzählte, stiegen wir gleich direkt in die Thematik ein und diskutierten mit Kathrin Lange über die beiden Bücher, die wir vorab lesen durften. Beim Arena-Verlag hat Kathrin Lange bislang zwei Jugendthriller veröffentlicht: "Schattenflügel" und "Septembermädchen". Ich war eine von denen, die "Schattenflügel" lesen durften. (Rezi folgt die Tage.) Anfänglich versuchten wir alle, nicht zu spoilern, da ja bei jedem Buch eine Hälfte der Teilnehmer den Inhalt noch nicht kannte. Aber das mussten wir schnell aufgeben, weil wir sonst einfach nicht so schön ausgiebig darüber sprechen konnten. Ich werde mir "Septembermädchen" trotzdem mal zulegen, auch wenn ich jetzt schon viel darüber weiß. Aber da Kathrin Lange auch erzählte, wie sie an diesem Buch gearbeitet hat, und nette Details darüber verriet (Z. B. wie sie auf den Namen der Protagonistin kam, was auch auf ihrer Facebookseite steht.), werde ich das Buch einfach ganz anders lesen als ein Buch, bei dem ich die Autorin und die Hintergründe nicht kenne.

Wir  sprachen auch allgemein darüber, was eine gute Rezension ausmacht, aber ich muss sagen, auch wenn ich neue Ansätze bekommen habe, werde ich wohl weiterhin bei meiner Art des Rezensierens bleiben. Denn letztendlich ist das mein Stil, den ich schon seit Jahren so verfolge. Der ist zwar weit entfernt von Perfektion und Eloquenz, aber jeder macht das eben ein bisschen anders. So lange man nicht unsachlich und ungerecht wird, ist doch alles in Butter, oder?!

Nachdem wir uns also vorgestellt und ein bisschen diskutiert hatten, war es auch schon an der Zeit, völlig erschöpft Mittag zu machen. Nachdem wir von Daniela mit Pizza gestärkt wurden und dabei die Gelegenheit nutzten, mal privat mit den anderen Bloggerinnen oder der Autorin zu plaudern, machten wir uns auch irgendwann mal wieder an die Arbeit. Also: "Arbeit". ;-)

Kathrin (Die darauf bestand, dass wir sie duzten. ;-)) erzählte uns, wie es so für einen Autor ist, Rezensionen über das eigene Werk zu lesen. Dabei verteilte sie auch ein Blatt, in dem Auszüge aus drei Rezensionen zu finden waren, über die wir dann diskutierten. Abgesehen vom großen Thema "Rezension" erzählte sie aber auch allgemein viel aus ihrem Leben als Autorin. Als absolutes Schmankerl durften wir außerdem etwas über ihr neuestes Projekt erfahren. Kathrin wird nämlich im Frühjahr 2014 einen neuen Titel beim Arena-Verlag veröffentlichen. Wir durften bereits die ersten beiden Sätze hören und erfuhren etwas über den Inhalt. Allerdings ist bis auf den schönen Titel "Herz aus Glas" und den Erscheinungstermin noch alles ganz geheim, weshalb wir auf die Bibel (bzw. Atheisten auf die Autobiographie von Marcel Reich-Ranicki) schwören mussten, darüber kein Wörtchen in der Öffentlichkeit zu verlieren.*imaginären Schlüssel in Mund umdreh und wegwerf*

Damit wir nicht vom Fleisch fielen, bot uns Daniela eine weitere Pause und lecker Kuchen an. Die 2. Pause wurde dann auch rege genutzt, sich von Kathrin eine Widmung zu holen.

Danach ging es weiter mit der Plauderei. Unter Anderem ging Daniela auf das große Cover-Drama zu Cassandra Clares "Clockwork"-Reihe ein. Da ich diese Bücher ehrlich gesagt nicht kenne und dementsprechend den angeblichen Shitstorm nicht mitbekam, konnte ich hier die Schweiz spielen und völlig neutral bleiben. (Was jetzt an dieser Stelle ganz lustig ist, denn eigentlich war das Favolas Rolle, die extra aus der Schweiz angereist war und für internationalen Flair sorgte!) Allerdings muss ich zumindest sagen, dass ich wohl auch genervt wäre, wenn ich eine Reihe im Regal stehen hätte, bei der mittendrin der Stil der Buchcover extrem abgeändert wurde. Ist das monkig oder menschlich?

Zu guter Letzt schlug Kathrin, die auch Schreibseminare anbietet, vor, mit uns eine Schreibübung zu machen. Diese bestand darin, an einen vorgegebenen Satz anzuknüpfen und einfach mal 10 Minuten lang von der Leber weg draufloszuschreiben. Erstaunlicherweise gelang mir dies, aber ich landete im Chick Lit-Bereich und war maßlos enttäuscht von mir. Ich hätte da etwas Niveauvolleres von mir erwartet. Gut, dass ich sowieso keine Karriere als Autorin anvisiere und den Müll nicht auch noch vorlesen musste...

Nach einer Feedbackrunde ging der Workshop dann auch schon gegen 17.30 Uhr leider zu Ende. Irgendwie hatte aber keine von uns so richtig Lust, gleich wegzugehen, also machten wir noch Fotos. Und redeten noch ein bisschen über dieses und jenes. Standen alle vor den tollen Regalen des Sitzungssaals, der gleichzeitig ein Archiv für alle bei Arena erschienenen Hardcover-Ausgaben ist. Ich bin mir sicher, nicht nur mich hat's da öfter in den Fingern gejuckt. Aber ich kann an dieser Stelle Daniela beruhigen: Ich habe nichts mitgehen lassen!

Irgendwann mussten wir es dann doch einsehen, dass es Zeit war, Abschied zu nehmen. Kathrin hat sogar jede Einzelne von uns nochmal extra gedrückt. :-) Und so begaben wir uns alle auf den Weg nach Hause oder zum Hotel.

Mein Fazit: Ich fand es sehr interessant, endlich mal andere Bloggerinnen kennenzulernen und zu den Blogs auch Gesichter zu sehen. Es hat Spaß gemacht, sich mit den Anderen auszutauschen und einen Einblick in den Alltag einer Autorin zu erhalten. Kathrin Lange war sooooooooo lieb und nett, dass sie mich vermutlich auf alle Zeiten für andere Autoren verdorben hat, die sich nun richtig viel Mühe geben müssen, um sie bei einem Treffen noch zu toppen!

Leider hatte ich keine Kamera dabei, aber auf anderen Blogs könnt ihr zu dem ausschweifend Erzählten auch noch Bilder sehen. Ich werde diese Stories sammeln und hier nach und nach in der Teilnehmerliste verlinken. Ich kann euch nur meine Ausbeute zeigen:

Das neue Herbstprogramm des Verlages, eine Autogrammkarte von Kathrin,
eine hippe Arena-Tasse und hübsche Postkarten.

Freitag, 27. September 2013

Rezension: "Frauenpower auf Arabisch. Jenseits von Klischee und Kopftuchdebatte" von Karim El-Gawhary

Daten zum Buch:
erschienen am: 9. September 2013
Verlag: Kremayr & Scheriau
ISBN: 9783218008792
192 Seiten
Preis: 22,00 € 

Zum Inhalt: 
In seinem neuesten Buch „Frauenpower auf Arabisch – Jenseits von Klischee und Kopftuchdebatte“ stellt der bekannte Journalist und Nahostkorrespondent Karim El-Gawhary interessante und mutige Frauen aus arabischen Ländern vor. Er unterteilt diese Porträts in drei Gruppen: „Die stolzen Pionierinnen“, „Die bitteren Verliererinnen“ und „Die unerschrockenen Kämperinnen“. Ein Großteil der vorgestellten Persönlichkeiten lebt in Ägypten, wo auch der Autor lebt und die arabische Revolution im Jahr 2010 ihren Ursprung fand. Darüber hinaus lernen wir auch starke Frauen aus weiteren arabischen Ländern, u. A. Palästina, Syrien und dem Jemen, kennen.

Meine Meinung:
Es handelt sich hier um ein Sachbuch, und dennoch bietet es die volle Bandbreite an Emotionen: Stolz, Erstaunen, Wut, Trauer, Hoffnung, Enttäuschung. Obwohl der journalistische Schreibstil des Autors immer noch auf einer sachlichen Ebene bleibt und nicht gewollt auf die Tränendrüse drückt, nehmen einen die Geschichten emotional gefangen, und ich konnte mir die Frauen immer sehr gut vorstellen und mich in ihre Situation einfühlen, so weit es mir möglich war.

Ich habe mich bei den Pionierinnen gefreut, dass es Samira und Iman gelungen ist, mitten in der Wüste Obst und Gemüse zu züchten; dass Frauen als Taxifahrerinnen in Kairo auf dem Vormarsch sind; dass Bouschra mittlerweile eine gefeierte Fotografin ist; oder dass Ghalia mit ihrer Kochshow, in der sie zeigt, wie man auch mit wenig Geld gesund leben kann, zu großer Beliebtheit gelang. 

Ich habe gelitten mit Ghada, die zusehen musste, wie ihre Kinder und ihr Mann verbrannten und selbst nur schwer verletzt überlebte. Habe mit Umm Naama das tägliche Überleben in Kairos Armenvierteln erlebt. Und war fassungslos über die Hintergründe und Nachwirkungen des „Fußballmassakers“ in Port Said 2012, das damals über 70 Tote forderte. 

 Im 3. Teil lernte ich dann Frauen kennen, die mich ebenfalls zutiefst beeindruckten, denn ihnen allen war gemeinsam, dass sie für ihr Recht unerschrocken kämpfen, obwohl einige von ihnen deshalb bereits Gefängnis, Folter und Morddrohungen über sich ergehen lassen mussten. Trotzdem machen sie weiter, wofür ihnen mein tiefster Respekt gebührt. 

Manche Geschichten sind recht aktuell, manche schon bis zu 10 Jahre alt, doch hat Karim El-Gawhary bei den älteren Geschichten sich stets bemüht, auch ein Update zu liefern. So sind denn auch alle Geschichten datiert, so dass man genau sieht, wann er die Frauen besucht hat und wie sich manche Stories ggf. weiterentwickelten.

Im Innenteil finden sich Fotos zu einigen der porträtierten Frauen, die zu manchen Geschichten auch Gesichter bieten. Allerdings fand ich es schade, dass nur ein Teil der Frauen abgebildet wurde, ich hätte gerne zu allen Geschichten auch ein Bild gehabt.

Ich habe mir während des Lesens oft die Frage gestellt, wie ich gehandelt hätte und ob ich auch so stark und mutig gewesen wäre. Ich bin jedoch auch froh und dankbar, in einer Gesellschaft leben zu dürfen, in der ich mich (hoffentlich) niemals solchen Situationen stellen muss. Zwar wusste ich bereits viel über die Situation der Frauen in arabischen Ländern, aber doch gab es immer wieder neue Sachen, die ich lernte und die mich fassungslos machten.

Alles in Allem ist dies ein wichtiges Buch für alle, die sich für die arabische Welt, die arabische Revolution und die Rolle der Frau im Nahen Osten interessieren. Dieses Buch legt man nicht einfach weg nach dem Lesen, man denkt noch lange darüber nach und recherchiert vielleicht – so wie ich - zu manchen Geschichten auch nochmal nach ausführlicheren Informationen im Internet. Karim El-Gawharys „Frauenpower auf Arabisch“ informiert nicht nur, es klärt auf, erschüttert, schockiert und macht gleichzeitig Mut, dass sich bei so vielen starken Frauen in den arabischen Ländern vielleicht eines Tages doch noch etwas hin zum Positiven verändert! Ein Buch, das mich sehr beeindruckt hat!

5 von 5 Schreiberpaletten

Montag, 23. September 2013

Rezension: "Die Wunschmaschine. Im Zeichen der grünen Sonne" von Alexander Rothe

Daten zum Buch:
erschienen am: 12. Oktober 2012
Verlag: Baumhaus Verlag
ISBN: 9783833901539
336 Seiten
Preis: 14,99 €

Zum Inhalt:
Die Sommerferien haben endlich begonnen, doch für Myriam, ihren Bruder Alex sowie die Nachbarskinder Petra und Tom ist das kein Grund zur Freude, denn sie müssen zu Hause bleiben. Wie langweilig! Doch dann landen sie durch eine geheime Tür plötzlich im Keller des verrückten Erfinders Aurelius Grünspan. Dieser erzählt ihnen von einer Wunschmaschine, die vor langer langer Zeit zerstört wurde. Er bittet die Kinder, die Teile dieser Maschine zu finden. Ehe sie sich versehen, befinden sich die Vier auf einem prächtigen Segelschiff und schippern über das Meer zu ihrem 1. Ziel – Ägypten. Dort erwartet sie nicht nur der chaotische Moloch Kairo, sondern auch gefährliche Begegnungen mit Verbrechern und Göttern...

Meine Meinung:
Die Altersempfehlung beläuft sich auf „ab 10-12 Jahre“, und ich denke auch, dass das Buch auf jeden Fall für dieses Alter bereits geeignet ist. Zwar gibt es etliche Ereignisse, die etwas düsterer sind, aber im Großen und Ganzen ist die Geschichte doch noch recht „unschuldig“ im Vergleich zu den gängigen Jugendromanen, die so im Buchladen zu finden sind. Dieses Buch ist also eher etwas für junge Menschen, die gerade so auf dem Weg ins Teenageralter sind. Aber natürlich ist es auch für ältere Leser unterhaltsam – ich selbst bin über 30 und fühlte mich gut unterhalten.

Der Schreibstil ist einfach gehalten, aber auch anspruchsvoll, und das Buch liest sich dementsprechend leicht, locker und schnell. Alexander Rothe beschreibt Orte und Ereignisse sehr lebhaft und anschaulich. Allein wie er den „Moloch“ Kairo geschildert hat – da ich selbst 2 Monate in Kairo gelebt habe, konnte ich mir alles super bildlich vorstellen und denke, dass das auch den Lesern gelingen wird, die noch nie in Ägypten waren, da der Autor den Spirit dieser Metropole gut eingefangen hat.

Die vier Kinder Myriam „Möhre“, Alex, Petra und Tom sind allesamt sympathische Figuren, die füreinander durch Dick und Dünn gehen und im Laufe der Geschichte über sich selbst hinauswachsen und eine starke Entwicklung durchmachen. Professor Aurelius Grünspan ist ein abgefahrener Charakter, der in diesem Teil leider nur einen kurzen Auftritt hat, aber wohl in den Folgebänden dann mit den Kindern weiterreist.
Manchmal fand ich, dass sich die 4 Protagonisten nicht gerade altersgemäß ausdrückten und für Teenager eher ungewöhnliche Ausdrücke verwendeten, v. a. wenn sie fluchten. Vermutlich wollte der Autor nicht zu unflätig werden, aber die Ausdrücke waren dann doch etwas zu lasch und aus dem Mund von Teenagern etwas seltsam, ja geradezu altbacken.

Leider fand ich die Zeichnungen total unpassend. Das Buchcover ist wirklich sehr schön mit dem gestrandeten Schiff bei den Pyramiden. Aber die gezeichneten Figuren sind im Comic-Stil mit sehr groben Zügen wiedergegeben. Im Endeffekt haben alle Figuren die gleichen, großnasigen, klobigen Gesichter und sind nur durch Kleidung, Haare und/oder Attribute zu unterscheiden. Auch wenn das vielleicht der für den Autor typische Zeichenstil ist, so passt er hier einfach gar nicht zum Buch, da das eher Richtung Slapstick geht und das Buch definitiv nicht in dieses Genre passt.

Alles in allem ein gelungener Auftakt zu einer sicherlich spannenden Abenteuerreihe für junge und junggebliebene Leser. 

4 von 5 Schreiberpaletten

Donnerstag, 19. September 2013

Rezension: "Frei und inspiriert. Sehnsuchtsorte der Dichter, Denker, Künstler und Aussteiger" von Thomas Blubacher

Daten zum Buch:
erschienen am: 20. August 2013
Verlag: Elisabeth Sandmann Verlag GmbH
ISBN: 978-3938045800
160 Seiten
Preis: 22,95 €

Zum Inhalt:
In seinem Buch „Frei und inspiriert. Sehnsuchtsorte der Dichter, Denker, Künstler und Aussteiger“ erzählt Thomas Blubacher von Leben und Wirken zahlreicher kreativer Köpfe an den sechs bekannten Urlaubsorten Ascona, Attersee, Capri, Bali, St. Moritz und Hiddensee.

Meine Meinung:
In diesem Buch findet sich von allem etwas: Ein bisschen Geschichte, ein bisschen Reiseführer, ein bisschen Biographie. Man merkt, dass der Autor gründlich recherchiert hat, und tatsächlich handelt es sich hier eindeutig um ein wissenschaftlich fundiertes Sachbuch mit zahlreichen Fußnoten, weiterführender Literatur und einem Personenregister. Die Sprache ist gehoben und anspruchsvoll und ringt dem Leser große Aufmerksamkeit ab. 

Ein paar nette Anekdoten sind durchaus in diesem Buch zu finden, aber meistens handelt es sich um langatmige Aufzählungen, wer wann wie lange (und eventuell weshalb) an einem Ort war. Nur ein Beispiel aus dem Teil über Ascona:

„Der Maler Richard Seewald hielt sich bereits seit 1910 regelmäßig dort auf, 1925 kaufte er ein Haus im nahen Ronco sopra Ascona und wurde dort 1931 dauerhaft ansässig. Der Rumäne Arthur Segal lebte von 1914 bis 1920 in Ascona, mietete die geräumige Casa all’Angolo unterhalb der Monte und eröffnete eine Malschule. Auch der Dadaist Hans Arp tauchte, wie seine Mitstreiter Hugo Ball und Han Richter, immer wieder am Lago auf. Von 1918 bis 1921 lebte die Malerin Marianne von Werefkin mit ihrem Kollegen und Geliebten Alexej von Jawlensky und ihrem Dienstmädchen Helene sowie dem 1902 geborenen Sohn dieser beiden in Ascona. Dort besuchte sie das Tänzerehepaar Clotilde von Derp und Alexander Sacharoff, dessen einzigartiges Porträt Jawlensky 1909 gemalt hatte, ebenso wie der Maler Paul Klee mit seiner Frau.“ 

So viele Namen und Daten kann ich mir persönlich nicht merken, sie haben mich schnell ermüdet. Für mich war es inbesondere deshalb langweilig, weil ich viele Personen nicht kenne. Zwar wird auch von bekannten Persönlichkeiten wie Hermann Hesse oder Charlie Chaplin erzählt, doch dies meist nur knapp, und der Großteil der Erwähnten war mir gänzlich unbekannt. Wem allerdings Menschen wie Ida Hofmann, Marianne von Werefkin, Theo Meier oder Isadora Duncan etwas sagen, der findet das alles ja vielleicht etwas spannender als ich.

Diese vielen Aufzählungen und Aneinanderreihungen von Fakten hemmen den Lesefluss und sind ziemlich langatmig. Dazu kommen noch viele Zitate, teilweise nur ein paar in einen Satz einfließende Wörter, die stellenweise in solch einem Ausmaß vorkommen, dass der Text, gespickt von zahlreichen Anführungszeichen, unübersichtlich wird. Zwar hat der Autor gründlich recherchiert und wartet hier mit vielen Fakten und Anekdoten auf, aber alles bleibt oberflächlich, verkümmert zu nüchternen Aufzählungen. Hätte er sich auf weniger Personen konzentriert und deren Geschichten etwas detailreicher und lebendiger erzählt, hätte mir das Buch um einiges besser gefallen. Außerdem hätte ich gerne etwas mehr über die verschiedenen Sehnsuchtsorte erfahren, als wer wann dort Urlaub machte. 

Immerhin: Das Buch ist sehr hübsch aufgemacht, in festem Hardcover, aufgewertet durch zahlreiche farbige Abbildungen.

Wer schon immer mal Hermann Hesses nackten Hintern bewundern wollte, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen. Ich bedauere, dass ich dieses Buch nicht recht zu würdigen wusste, aber mir hat es leider gar nicht gefallen und ich musste mich regelrecht durchquälen.

2,5 von 5 Schreiberpaletten

Dienstag, 17. September 2013

2. Arena-Bloggerworkshop in Würzburg

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles: Es geht um den Arena-Bloggerworkshop, der Ende September in Würzburg stattfindet. Ich wollte mal in die Runde fragen: Wer von euch ist denn dabei???

Ich bin nämlich mit von der Partie und freue mich schon! Meine liebe Freundin Eva - Topkommentatorin auf meinem Blog und die Dame, die mich damals auf die dunkle Seite der Büchermacht gezogen hat, indem sie mich so lange nervte, bis ich mich bei LovelyBooks anmeldete - war nämlich beim 1. Bloggerworkshop dabei, und danach dachte ich mir: "Hm, also ich hab ja keinen Blog und will auch keinen machen, aber das klang ja wirklich nett."

Wie ihr ja sehen könnt, habe ich mittlerweile - im Gegensatz zu Eva *vorwurfsvoll guck* - doch einen eigenen Blog, und nachdem ich ganze 3 Gehminuten vom Arena-Verlag wohne, war es für mich Ehrensache, mich für den Workshop anzumelden. Umso mehr freue ich mich, dass ich eine Zusage erhalten habe. :-)

Ich war ja schon vor einiger Zeit beim Arena-Verlag zu Gast. Bei LovelyBooks durfte ich nämlich bei der Leserunde zu Katja Henkels Jugendbuch "Magische Zeiten - Plötzlich verzaubert" mitmachen, und als ich den Vorschlag machte, ich könne das Buch ja eigentlich auch direkt abholen, lud mich Daniela Kern (die auch den Workshop organisiert) zu einem Besuch ein. Das fand ich total nett und spannend, und sie hat mich dann auch sehr charmant durch die heiligen Hallen des Verlages geführt, was natürlich sehr interessant war!

Und Daniela revanchierte sich auch für meinen Besuch, denn diesmal brachte sie mir die Lektüre für den Workshop vorbei. Fand ich wirklich toll, als ich nach Hause kam und einen großen Umschlag vor meiner Wohnungstür fand. :-) Nochmal vielen Dank, liebe Daniela!

Wir wussten ja bis zum Erhalt des Buches nicht, welches es sein wird. Besonders spannend deshalb, weil die Autorin unserer Lektüre anwesend sein wird. Und es ist:


Der Arena-Thriller "Schattenflügel" von Kathrin Lange - besonders hübsch finde ich das "Crime Scene"-Band um das Buch herum! Eine nette Karte mit einer persönlichen Botschaft vom Verlag war auch dabei.

Von dieser Autorin habe ich ehrlich gesagt vorher noch nie gehört, aber ich freue mich schon auf das Buch und darauf, sie dann am 28.9. persönlich kennenzulernen. Ich finde es interessant, mal von einer Autorin zu erfahren, was man sich eigentlich so von Rezensenten wünscht.

Auf jeden Fall: Ich freu mich schon sehr, und es ist toll, ein paar von euch anderen Bloggern endlich auch persönlich kennenzulernen! Meldet euch doch mal, wenn ihr auch dabei seid! :-)

Sonntag, 15. September 2013

Neuzugänge

Es wird nicht weniger... *seufz* Oder: Es wird nicht weniger! *freu*

Ich sehe gerade, dass es schon wieder einen ganzen Monat her ist, seit ich meine letzten Neuzugänge gepostet habe! Ups! Oh mann, die Zeit vergeht einfach zu schnell für meinen Geschmack...

Aber dann muss ich ja nicht ganz so ein schlechtes Gewissen haben, dass es mal wieder so viele Neuzugänge geworden sind. Für 4 Wochen ist das doch noch... ähm... gemäßigt...


Gewonnen bei Sandra auf ihrem Blog "Lost in a book..."

- Sarah Crossan, "Breathe. Gefangen unter Glas": Als das Buch erschien, habe ich mir gleich gedacht, oh, das will ich lesen! Leider hatte ich bei der LB-Leserunde kein Glück und hab mich umso mehr gefreut, als ich das Buch auf Sandras Blog gewonnen habe! Ihr selbst hat es nicht so gut gefallen, weshalb sie es unter ihren Bloglesern verlost hat.

Danke, liebe Sandra! :-)


Rezensionsexemplare

- Pauls Toutonghi, "Die Sphinx von Montana": Nachdem ein Großteil des Buches in Kairo spielt, wo ich selbst 2 Monate gelebt habe, musste ich das Buch unbedingt lesen. Die Leserunde auf LovelyBooks mit dem Autor war auch sehr interessant. Meine Rezi dazu findet ihr hier.

- Thomas Blubacher, "Frei und inspiriert. Sehnsuchtsorte der Dichter, Denker, Künstler und Aussteiger": Klang eigentlich von der Beschreibung und vom 1. Leseeindruck auf vorablesen.de her echt gut, aber hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Rezension folgt demnächst.

- Wafaa el Saddik, "Es gibt nur den geraden Weg. Mein Leben als Schatzhüterin Ägyptens": Es handelt sich hier um die Autobiographie der aktuellen Direktorin des Ägyptischen Museums in Kairo. Und übrigens um das 1. Buch, das ich direkt beim Verlag angefragt habe. Was ein etwas längerer Prozess war, da meine erste Mail unbeantwortet blieb. Daraufhin fragte ich mal beim Facebook-Team des Verlags nach, weil erfahrungsgemäß Firmen auf FB irgendwie schneller reagieren, warum auch immer. ;-) Ich bekam dann eine Ansprechpartnerin genannt, die aber auch nicht antwortete. Letzten Endes schickte es dann der FB-Betreuer höchstpersönlich ab, nachdem ich zweimal ignoriert worden war. Fand ich sehr nett! Ich freu mich schon auf die Lektüre meiner "Kollegin". (Ein bisschen vermessen, sie so zu nennen, da ich ja leider nicht als Ägyptologin arbeite, aber trotzdem...)

- Karim El-Gawhary, "Frauenpower auf Arabisch. Jenseits von Klischee und Kopftuchdebatte": Und noch ein Ägypten- bzw. Arabien-lastiges Buch, auf das ich mich unbedingt bewerben musste. :-) Ich freue mich schon auf die Leserunde auf LovelyBooks, bei der der Autor auch mitdiskutieren wird.


Ertauscht

 - Helge Hesse, "Bilder erzählen Weltgeschichte": Als ich dieses Sachbuch vor etlicher Zeit in der Buchhandlung entdeckte, wanderte es sofort auf meine Wunschliste. Jetzt konnte ich es für 2 Tickets bei Tauschticket erhalten - noch eingeschweißt. :-) Schnäppchen, wie ich finde.

- Rafik Schami, "Eine deutsche Leidenschaft namens Nudelsalat": Über dieses Buch bin ich zufällig gestolpert, und da ich schon öfter gehört habe, dass Rafik Schami ein toller Autor sein soll, und sich das Thema einfach lustig anhörte, hab ich es mir spontan ertauscht.


Gekauft

Auf dem alljährlichen Stadtfest gibt es immer einen großen Bücherstand, wo gebrauchte Bücher für einen guten Zweck verkauft werden. Auch wenn ich aufgrund des Wetters wenig Lust auf das Stadtfest hatte, musste ich natürlich dort hinpilgern. Leider wird mit den Büchern nicht gerade pfleglich umgegangen, die meisten liegen querbeet durcheinander in Kisten, wo sie ziemlich "verdatscht" werden. Außerdem ist es unmöglich, an alles ranzukommen. Aber nach langem Stöbern wurde ich immerhin fündig:

- Bettina Haskamp, "Jetzt ist gut, Knut": Klang einfach witzig, mehr kann ich noch nicht dazu sagen.

- Ulrike Schramm-de Robertis, "Ihr kriegt mich nicht klein. Eine Discounter-Angestellte kämpft um ihre Rechte": Solche Tatsachenberichte, die die Missstände in Firmen aufdecken, finde ich ja immer interessant.

- Barbara Sichtermann, "50 Klassiker Paare. Die berühmtesten Liebespaare": Ich habe schon von dieser Reihe die "50 Klassiker Mythen", und da ich das so schön gestaltet und übersichtlich fand, werde ich mir jetzt keine Gelegenheit mehr entgehen lassen, Bände aus dieser Reihe für wenig Geld zu ergattern.

- Krystyna Kuhn, "Das Tal Season 01. Das Spiel": Irgendwas hat da bei mir geklingelt, als ich das Buch erwühlte, also hab ich's spontan mitgenommen.

- Hans-Hermann Thielke, "Wir haben Sie leider nicht angetroffen. Überleben mit der Deutschen Post": Da ich gerade als Angestellte in einer Postbankfiliale jobbe, hab ich mir dieses Buch bei Booklooker günstig zugelegt. Hat mir leider überhaupt nicht gefallen, es ist null lustig und total langweilig. Rezension kommt demnächst.

- "Offenbarung 23: Der Fluch des Tutanchamun": Dieses Hörbuch habe ich im 1-Euro-Shop gefunden. Klingt zwar irgendwie nicht sonderlich toll, aber es geht um das alte Ägypten (irgendwie) und hat nur einen Euro gekostet. Da hab ich einfach mal zugelangt.

- Karlheinz Koinegg, "Jesus und die Mühlen von Cölln": Ebenfalls im 1-Euro-Shop gesehen, klingt nach einem netten Hörbuch für Kinder/Jugendliche.


So, das war's dann aber "schon". Kennt jemand was von den vorgestellten (Hör-)Büchern?  

Freitag, 13. September 2013

Rosetta Stone-Blogprojekt

Vor Kurzem hat das Blogprojekt "#milestones" von Rosetta Stone, einem Anbieter von Sprachkursen, begonnen und man hat mich als Blogger akzeptiert. :-) Ich lerne jetzt online Italienisch, da ich zwar italienische Wurzeln habe, aber leider nicht zweisprachig aufgewachsen bin.

6 Monate lang werde ich jetzt monatlich über meine Fortschritte und Erfahrungen berichten. Diese Beiträge werden direkt auf dem Blog von Rosetta Stone veröffentlicht. Aber falls es hier jemanden interessiert, werde ich meine Posts auch hier verlinken.

Hier kommt ihr zu meinem 1. Posting, in dem ich erzähle, wieso ich mich für Italienisch entschieden habe (Denn man durfte sich eine beliebige Sprache für das Projekt aussuchen.):

http://www.rosetta-stone-blog.com/blog-de/ein-schritt-naher-zu-meinen-italienischen-wurzeln/

Dienstag, 10. September 2013

Rezension: "Die Sphinx von Montana" von Pauls Toutonghi

Rechts neben dem Buch seht ihr übrigens Yussuf,
den ich in einem Handarbeitsladen in Kairo gekauft habe.
Daten zum Buch:
erschienen am: 8. März 2013
Verlag: Rohwolt
ISBN: 978-3871347450
320 Seiten
Preis: 19,95 €

Zum Inhalt: 
Khosi Saqr, Mitte 20, lebt mit seiner an Morbus Wilson erkrankten Mutter Amy in dem beschaulichen Örtchen Butte (Montana). Sein Leben wird von Routine und Zwangshandlungen bestimmt, Überraschungen und Chaos haben in Khosis Leben keinen Platz. Deshalb liebt er auch seinen Job als Museumsführer, der tagtäglich den gleichen Trott verspricht.

Khosis ägyptischer Vater verließ die Familie, als er noch klein war. Doch eines Tages kehrt der Vater zurück, um Amy die Scheidungspapiere zu überreichen, angeblich weil er todkrank ist und seine Angelegenheiten bereinigen möchte. Noch bevor Khosi auf ihn treffen kann, ist er schon wieder abgereist. Um seinen Vater noch einmal kennenzulernen, bevor dieser das Zeitliche segnet, beschließt Khosi Hals über Kopf, nach Kairo zu fliegen. Dort angekommen, wird er schnell von dieser chaotischen Stadt absorbiert. Er trifft auf seinen Vater, schleicht sich inkognito in seine ägyptische Familie ein und gerät schneller in die ominösen Machenschaften seines Vaters, der sich ein Gewirr aus Lügengeschichten zusammengesponnen hat, als ihm lieb ist...

Meine Meinung:
Mit „Die Sphinx von Monanta“ legt Pauls Toutonghi, selbst Halbägypter, ein schönes Buch vor über einen jungen Mann, der auf der Suche nach seinen Wurzeln ist. Die Sprache – in diesem Fall die deutsche Übersetzung – ist niveauvoll und eloquent, und das Buch liest sich sehr flüssig und schnell. Ich persönlich bin durch die Seiten regelrecht geflogen.

Anfänglich fand ich das Buch jedoch nicht sonderlich spannend. Das Leben in Butte fand ich ziemlich eintönig und langweilig. Abgesehen von Khosis Zwangshandlungen, den kleinen Austickern seiner Mutter und dem kurzen Intermezzo zwischen Khosi und seiner besten Freundin bietet das Leben dort nichts Interessantes. Auch die Geschichte von Butte mit dem Kupferabbau und der Verehrung des aus Butte stammenden Stuntman Evel Knievel (eine reale Figur) konnte mich nicht wirklich faszinieren. Da ich ein Faible für Ägypten habe, ging für mich der Spaß erst richtig los, als Khosi endlich in Kairo war.

Die meisten Figuren sind dem Leser auf Anhieb sehr sympathisch. Der etwas schräge Khosi, der sich liebevoll um seine kranke Mutter kümmert, mit einem tollen Sinn für Humor und viel Selbstironie. Die Mutter mit ihrem schrägen, krankheitsbedingten Verhalten, deren größte Leidenschaft, das Kochen ägyptischer Speisen, eine große Rolle in diesem Buch spielt, und die später wie eine Löwin an der Seite ihres Sohnes steht, um zu verhindern, dass er nochmal von seinem Vater verletzt wird. Die ägyptische Familie mit ihren resoluten Charakteren, die immer wieder für Schmunzler sorgen. Lediglich der Vater muss das ganze Buch über um die Sympathie des Lesers kämpfen. So ganz ist es ihm auch bis zum Schluss nicht gelungen, dass ich ihn mochte. Er hat zu viele krasse Lügen erzählt, bleibt eine zwielichtige Gestalt und hat Khosi und Amy zu lange alleine gelassen, als dass ich ihn zum Schluss als vollständig geläutert und vertrauenswürdig einstufen konnte.

Die Charaktere entwickeln sich im Laufe der Geschichte sehr stark weiter. Allen voran Khosi, der sich nach und nach von seinen Zwangshandlungen befreit, u. a. auch deshalb, weil er vor lauter neu gewonnener Action in seinem Leben schlicht und ergreifend vergisst, diese Zwangshandlungen konsequent beizubehalten. Auch seine Mutter macht große Fortschritte und beginnt letzten Endes damit, sich langsam mit ihrer Vergangenheit auszusöhnen.

Nicht gefallen hat mir allerdings das Erscheinen des Geistes von Khosis Ururgroßvater. Zwar waren die Dialoge zwischen Khosi und dem Geist recht amüsant, aber ich konnte nicht so recht einordnen, wozu dies dienen sollte, und es machte die Geschichte unrealistischer. Letzten Endes konnte der Autor aber auch hierfür eine zumindest halbwegs befriedigende Erklärung finden.

In einer  Zeit, in der fast nur noch Trilogien und Buchreihen veröffentlicht werden, kann man sich hier über eine abgeschlossene Geschichte freuen – die dennoch Platz bieten würde für eine Fortsetzung. Ich bin gespannt, ob wir nochmal etwas von Khosi hören bzw. lesen.

4 von 5 Schreiberpaletten

Montag, 9. September 2013

Gewinnspiel - Auslosung

Sodele, ihr Lieben! Gestern war ja der letzte Tag meines Gewinnspiels, d.h. heute kommt endlich die Auslosung!

Ich kann jetzt nicht gerade behaupten, dass die Teilnahme rege war, denn insgesamt haben sich gerade mal 12 Leute, genauer gesagt, Damen gemeldet. Aber ich will mich nicht beschweren, denn eine kleine Runde ist ja auch was Nettes. ;-)

Also, ohne weiteres Blablabla verkünde ich hiermit die beiden Gewinnerinnen:

Für "Hühner Voodoo" haben sich 7 Leute gemeldet, und gewonnen hat:

HANNAH!!!


Für "Frettnapf" haben sich 5 Leute interessiert, und gewonnen hat:

CATHRIN (CATHIS ALLERLEI)!!!


Ich hoffe, ihr freut euch über euren Bücherzuwachs. Bitte schickt mir doch eure Postadresse an schatzichwilleinbuchvondir[a]gmx-topmail.de. Ich verschicke auch an Packstationen. ;-)

An alle Anderen: Ich hoffe, ihr seid nicht allzu sehr enttäuscht. Vielleicht verlose ich ja bald mal wieder was. Ich danke euch auf jeden Fall für eure Teilnahme und hoffe, dass man sich noch öfter liest! :-)

Freitag, 6. September 2013

Spoilern - Die Fortsetzung

Ich weiß, ich habe mich schonmal über Spoiler in Rezensionen ausgelassen. Aber das Thema lässt mir keine Ruhe, denn seitdem bin ich wieder über zahlreiche Rezis gestolpert, in denen ziemlich stark gespoilert wurde. Und dann habe ich vor ca. einer Woche eine gelesen auf Amazon, da ging mir echt die Hutschnur hoch, aber so richtig! Ich verlinke die jetzt mal nicht, nicht dass am Ende jemand versehentlich draufklickt und sich die Vorfreude auf ein Buch versaut. Ich sag euch nur, wo ihr sie finden könnt: Bei Amazon für das Buch "Herzblut - Stärker als der Tod". Wenn man sich alle Rezis anzeigen lässt, ziemlich weit hinten.

Da hat eine Dame tatsächlich den kompletten Inhalt geschrieben. Den KOMPLETTEN! Von Anfang bis Ende die Handlung durchexerziert. Wer umgebracht wurde, wer letzten Endes der Mörder war, was im Showdown passierte, wie das Buch endete. Halloooooo - geht's noch?!?!?!

Zum Glück habe ich das Buch ja schon gelesen. Und man kann ja auch beim Lesen abbrechen, wenn man merkt, oh je, die spoilert mir zu arg. Aber das kann's doch einfach nicht sein, dass die Leute sowas machen!

Ich gebe mir echt immer Mühe mit meinen Rezis und ich versuche auch, auf keinen Fall zu spoilern. Ab und zu kann es natürlich schwierig werden, nicht zu spoilern, wenn man eine bestimmte Person oder Szene kritisieren will. Aber ansonsten bemühe ich mich wirklich sehr, dass ich nicht mehr verrate als der Klappentext. 

Als ich schonmal darüber schrieb, meinten einige, dass sie aus diesem Grund keine Rezensionen mehr lesen würden. Leute, wie traurig ist das denn bitte, dass sich manche nicht mehr trauen, Rezis zu lesen aus Angst davor, der Rezensent könnte ihnen den Lesegenuss verderben? Das ist doch für alle Seiten unbefriedigend. Für potentielle Leser, die gerne eine Leseempehlung hätten, sich aber nicht an die Rezensionen herantrauen. Für uns, die Rezensenten, die ja schon gerne wollen, dass man ihre Ergüsse auch liest. Für die Verlage, denen vielleicht potentielle Käufer durch die Lappen gehen, die sich lieber keine Rezis durchlesen, aber auch keine Katze im Sack kaufen wollen. Oder sehe ich das total falsch?

Die oben erwähnte Rezension habe ich übrigens direkt kommentiert (Keine Antwort erhalten natürlich.) und zudem gemeldet mit dem Vermerk, dass hier der komplette Inhalt des Buches wiedergegeben wurde. Das kann die bei Wikipedia machen, aber nicht auf Amazon! Auf die Idee mit dem Melden kam ich, als ich sah, dass bei einem anderen Buch auch gespoilert wurde und jemand dann kommentierte, er hätte diese Rezi nun mal gemeldet, weil das so nicht ginge. Bei diesem anderen Buch (Leider vergessen, wie das hieß.) hatten sich mehrere Leute massiv beschwert über die vielen Spoiler. Ich glaube aber, dass Amazon solche Rezensionen nicht rausnimmt oder zensiert. Schade...

Eine Bitte noch: Wenn ihr der Meinung seid, ich spoilere irgendwo zu sehr, dann immer raus damit! Ich werde die Rezension dann sofort bearbeiten!