Freitag, 11. April 2014

Rezension. "Horrorjobs. Wie ich mich probehalber ausbeuten ließ" von Tobias Kurfer

Daten zum Buch:
erschienen am: 13. Januar 2012
Verlag: Fischer TB
ISBN: 9783596191093
208 Seiten
Preis: 9,99 €

Zum Inhalt:
Der Journalist Tobias Kurfer erhält das Angebot, sich für eine Kolumne durch die verschiedensten Nebenjobs zu quälen. Er selbst hatte zwar nach diversen Berufserfahrungen beschlossen, sich nie wieder ausbeuten zu lassen, stimmt aber dennoch zu. Und so schlägt er sich unter Anderem als Sargträger, Fußballmaskottchen oder Museumswärter durch.

Meine Meinung:
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, da ich ja aus eigener Erfahrung weiß, dass einige Jobs in Deutschland wirklich bescheiden bezahlt werden. Aufgrund des Titels und auch des Klappentextes erwartete ich hier einen schonungslosen Erlebnisbericht. Allerdings wurde ich in dieser Hinsicht doch ziemlich enttäuscht.

Der Autor hat einen sehr angenehmen, unterhaltsamen, humorvollen Schreibstil und das Buch lässt sich schnell durchlesen. Allerdings dominieren hier ganz klar Geschichten aus dem Leben des Autors, vorrangig aus seiner Kindheit. Jedes Kapitel wird begleitet von einem Schwank aus seinem Leben, der meist mehr Platz einnimmt als der Bericht über die Tätigkeit selbst. Prinzipiell sind diese Stories ebenso amüsant und teilweise interessant, aber ich wollte eigentlich etwas über die Jobs erfahren, die er so durchmacht. Im Endeffekt erzählt er über die insgesamt 11 Berufe, die er ausübt, ziemlich wenig. Was auch daran liegt, dass er jeden Job gerade mal wenige Stunden ausübt... Viel zu wenig, um einen guten, differenzierten Einblick in die einzelnen Tätigkeiten zu erhalten!

Das Buch ist generell unterhaltsam und der Schreibstil des Autors wirklich gut, aber Titel und Klappentext sind irreführend!

3 von 5 Schreiberpaletten

1 Kommentar:

  1. Hm, da wäre ich aber auch enttäuscht gewesen, ich hätte genau das erwartet, was Du auch beschrieben hast...
    Das mit den Klappentexten und Inhalt ist leider so oft eine Sache... :-(

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