Donnerstag, 22. Mai 2014

Vorabpremiere: Kinofilm zu "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ("The Fault in Our Stars")

Vor ein paar Tagen durfte ich mit meiner Freundin Eva die Vorvorpremiere von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" im englischen Original anschauen. "Filmstarts" zeigt den Film vorab in ausgewählten Städten, und Eva konnte zwei Tickets ergattern. Es war eigentlich ein großer Zufall, dass ich dabei sein konnte, denn wir wohnen 3 Stunden auseinander, doch just zu dem Zeitpunkt war ich bei ihr zu Besuch, weil ich Urlaub hatte.

Zum Film gab es auch noch eine Packung
Taschentücher für jeden Besucher. ;-)
Wir waren ziemlich baff, als wir bei der Ankunft im Kino erstmal in einer langen Schlange warten mussten - obwohl wir 45 Minuten vor Filmstart da waren, hatte ich schon Angst, dass wir in der 1. Sitzreihe landen würden bei so viel Andrang, aber wir hatten dann doch ganz gute Plätze in den hinteren Reihen. Nach ein bisschen Vorgeplänkel (Das Team stellte sich kurz vor, es wurde ein kleines Gewinnspiel veranstaltet, bei dem jemand ein iPad gewonnen hat - leider nicht ich :-( -, man musste sich noch eine kleine Doku über den neuen "Godzilla"-Film anschauen.) ging es dann also los. Ich hatte das Buch, das schon seit Längerem auf meinem SuB schlummert, extra noch kurz vorher gelesen und war gespannt, wie man dieses hochemotionale Thema umgesetzt hatte. 

Mit Buchverfilmungen ist das ja immer so: Man kann es nicht Allen rechtmachen. Das Buch war ja noch ganz frisch in meinem Kopf präsent, und ich war überrascht, wie streng sich der Film an die Romanvorlage gehalten hat. Oft wurden Sachen auch wortwörtlich wiedergegeben, und ich hatte das Gefühl, dass ich den Roman genau nochmal so in Bildern erlebe. Es gab allerdings trotzdem ein paar Dinge, die ich zu bemängeln habe, weil sie mir gefehlt oder mich gestört haben.

1. Gus' verstorbene Ex-Freundin wurde mit keinem einzigen Wort erwähnt. Ich finde das eigentlich einen wichtigen Punkt, den man nicht einfach weglassen sollte.

2. Van Houten wird als sehr dick beschrieben. Im Film wird er von einem regelrecht magersüchtigen Willem Dafoe verkörpert. Zugegeben: Dafoe ist ein grandioser Schauspieler, und im Endeffekt ist es wohl auch egal, ob Van Houten dick oder dünn ist. Aber ich war schon recht erstaunt, wie die Rolle besetzt wurde.

3. Hazels Freundin wurde auch nicht erwähnt. Obwohl das auch nicht so wild ist - ich empfand Kaitlyn sowieso als egozentrisch und unsympathisch. Aber es wäre vielleicht doch ganz nett gewesen, noch einen Teenager auftreten zu lassen, der nicht an Krebs leidet, quasi so als Gegenpol.

Mit den Schauspielern ist das ja auch immer so eine Sache. Ich hatte mir wirklich jede Figur ganz anders vorgestellt. Mit Hazel war ich schnell versöhnt, denn Shailene Woodley spielt wirklich super. Sie hat richtig diesen zynischen L.m.a.A.-Blick drauf, wirkt aber auch bei den romantischen Szenen mit Gus sehr verliebt. An Ansel Elgort musste ich mich aber erstmal gewöhnen. Mir hat er rein optisch gar nicht zugesagt, aber auch er hat so gut gespielt, dass ich irgendwann darüber hinwegsehen konnte. (Vielleicht sind auch einfach die Geschmäcker verschieden bei Teenagern und Erwachsenen, und die 16jährigen unter euch finden Ansel Egort total geil.) Zusammen haben die beiden aber wirklich überzeugend agiert - da ich "Die Bestimmung" nicht kenne, hatte ich auch nicht dieses Inzest-Gefühl im Hinterkopf wie vielleicht andere Zuschauer. ;-)

Hazels Eltern sowie Isaac oder Lidewij (Die aussieht wie ein Topmodel.) hatte ich mir auch ganz anders vorgestellt. Das war aber letztendlich egal, da alle Schauspieler ihren Job wirklich gut gemacht haben.

Der Film ist wie das Buch: Traurig, aber nicht kitschig, mit sehr starken Persönlichkeiten. Den Schauspielern ist es gelungen, die Emotionen im Buch auf die Leinwand zu übertragen. Es gibt nicht nur traurige Szenen, sondern auch den ein oder anderen Schmunzler. (Dass allerdings der ganze Saal ständig gebrüllt hat vor Lachen, fand ich dennoch etwas übertrieben. Gus musste Hazel ja nur mal schief angucken, da wurde schon im Kollektiv gelacht. Weiß nicht, ob sich da zu viele Teenagerhormone in einem Raum befanden, ich fand dieses übertriebene Gekichere irgendwann echt anstrengend...)

Ich denke, die meisten werden mit der Verfilmung zufrieden sein, da hier sehr gute Schauspieler engagiert wurden und man sich stark an die Buchvorlage gehalten hat.

Kommentare:

  1. Nun sag schon: hast du geweint?

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    1. Wenn ich diesen Satz noch einmal hören muss, wirst DU weinen!

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    2. Du weißt doch gar nicht, wer ich bin!

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  2. Huhu,
    oh dann freu ich mich jetzt umso mehr auf den Film *.*
    Shailene Woodley fand ich ja schon bei Divergent als Tris gut :) Nur seltsam irgendwie das der gleiche Schauspieler der da ihren Bruder gespielt hat nun ihren liebsten spielt ^^

    Ach ich freu mich ja jetzt schon sooo dolle auf den Film :)

    LG ♥

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  3. Ich kenne ja weder das Buch, noch werd ich mir den Film im Kino anschauen (weil keiner mitkommen würde...), aber irgendwie neugierig bin ich ja schon *seufz*
    Die Trailer sagen mir total zu und vielleicht gehe ich dann mal allein ins Kino... aber erst nachdem ich das Buch gelesen habe, das ist ein Muss! ;)

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Von der Wiege bis zur Bahre - Kommentare, Kommentare! Und ich freue mich über jeden Einzelnen davon. :-)