Mittwoch, 26. Februar 2014

Neuzugänge

Kurz und schmerzlos: Ja, ich war wieder schwach. Ja, ich stehe dazu. Ja, ich liebe sie immer noch, alle meine Bücher! Nein, ich habe kein Problem!!!

Rezensionsexemplare


- Kathryn Erskine, "Schwarzweiß hat viele Farben": Ein schönes Buch über ein 10jähriges Mädchen mit Asperger-Syndrom, das seinen Bruder bei einem Amoklauf verliert. Habe ich bereits hier rezensiert.

- Roger Hackstock, "Energiewende. Die Revolution hat schon begonnen": Mal was Anderes - ein Sachbuch, das ich für eine Leserunde auf LB erhalten habe. Habe mich darauf beworben, weil mein Freund ja im Bereich Solarenergie arbeitet und sich intensiv damit beschäftigt, und ich wollte endlich nicht mehr die ignorante, unwissende Lebenspartnerin sein. ;-)

- Eoin Colfer, "WARP. Der Quantenzauberer": Die neue Reihe vom Autor der Artemis Fowl-Bücher, die ich sehr gerne gelesen habe. Das Buch habe ich bereits beendet und feile noch an der Rezi.


Ertauscht


- Anne Schneider, "Blut ist im Schuh": Mit dem Buch hab ich schon länger geliebäugelt, jetzt hab ich mir's einfach mal für 2 Tickets bei Tauschticket geholt. Allein der Buchschnitt! :-)

- Cynthia J. Omololu, "Für immer die Seele": Allein schon das Cover! :-) Auch für 3 Tickets gekriegt, sieht aus wie neu. 

- Sophie Seeberg, "Die Schakkeline ist voll hochbegabt, ey!": Klingt interessant und lustig, da hab ich für 2 Tickets einfach spontan zugegriffen.

So, also 6 Bücher sind doch wirklich noch im Rahmen, oder? ;-)

Sonntag, 23. Februar 2014

Rezension: "Schwarzweiß hat viele Farben" von Kathryn Erskine

Daten zum Buch:
erschienen am: 20. Februar 2014
Verlag: Knesebeck
ISBN: 9783868736656
224 Seiten
Preis: 14,95 €

Zum Inhalt:
Die 10jährige Caitlin leidet am Asperger-Syndrom. Die Gefühlswelt anderer Menschen ist für sie schwer verständlich, Empathie etwas, das sie erst mühsam erlernen muss. Am liebsten ist sie für sich, in ihrer eigenen Welt, in der alles Schwarz und Weiß, klar abgegrenzt ist. Zum Glück hat sie ihren älteren Bruder Devon, der ihr erklärt, wie sie sich zu verhalten hat, und der sie in Situationen, die sie überfordern, beruhigt.

Doch Devon wird bei einem Amoklauf an seiner High School erschossen, und nun ist Caitlin plötzlich mit ihrem Vater alleine. Unterstützt von der liebevollen Schulpsychologin Mrs. Brook muss Caitlin nicht nur lernen, mit den Menschen um sich herum klarzukommen, sondern auch, den Verlust ihres Bruders zu begreifen. Während Caitlins Vater sich in seinem Schmerz vollkommen vergräbt, versucht das Mädchen, seinen eigenen Weg zu finden, die Trauer um Devon zu einem Abschluss zu bringen. 

Meine Meinung:
Mit „Schwarzweiß hat viele Farben“ nimmt sich die Autorin Kathryn Erskine eines schwierigen Themas an. Das Hauptaugenmerk richtet sich hier natürlich auf den Autismus der Protagonistin, doch auch Inklusion, Amokläufe an Schulen sowie das Verarbeiten solcher Tragödien bei den Angehörigen der Opfer spielen hier eine Rolle.

Der Schreibstil ist, für ein Jugendbuch sicherlich angemessen, einfach gehalten und liest sich sehr flüssig. Ich bin recht zügig durch das Buch gekommen, was nicht nur daran lag, dass mich die Story fesselte, sondern auch dem großzügigen Layout geschuldet ist. Das Einzige, was ich als negativ empfand, war die etwas komisch anmutende Schreibweise von Begriffen, z. B. „Sie schaut-den-Menschen-ins-Gesicht.“, „Mrs. Brook hat-es-nicht-verstanden.“ bzw.die Großschreibung einiger Buchstaben in einem einzigen Wort. Dies gibt wohl Caitlins eigenwillige Schreibweise von Wörtern und Begriffen wieder, aber es störte mich etwas im Lesefluss. Vielleicht ist das im englischen Original alles besser nachvollziehbar. (Der Originaltitel „Mockingbird – Mok’ing-Bûrd“ ist ja schon ein Hinweis.), doch die deutsche Umsetzung fand ich etwas unglücklich.

Die Geschichte wird aus Caitlins Sicht erzählt, und von Seite zu Seite taucht man immer tiefer in ihre Welt ein. Dies ist nicht nur furchtbar interessant, es ist teilweise auch anstrengend, denn Caitlin hat natürlich eine ganz andere Sichtweise auf die Dinge, v. a. auf alles, was mit Empathie und allgemein mit Emotionen zu tun hat. Ihre Gedanken sind verwirrend, dann wieder so einfach, erfrischend, kindlich, hochintelligent. Ich kann mir kaum vorstellen, wie es ist, wenn man eigentlich keine Gefühle einordnen und nach außen kommunizieren kann. Da Caitlin auch die Reaktionen ihrer Umwelt beschreibt, wird deutlich, wie schwierig es für sie ist, sich so zu verhalten, dass sie nicht auffällt, nicht anders ist als die Anderen.

Nicht nur Caitlin ist sehr liebevoll gezeichnet, auch die Nebencharaktere waren mir sehr sympathisch. Der leider tote, aber dennoch stets in Caitlins Erinnerungen präsente Bruder Devon, der unglaublich liebevoll und geduldig mit seiner kleinen Schwester umgegangen ist und ihr viel beibrachte. Der von Trauer überwältigte Vater, der für viele „Kloß im Hals“-Momente sorgte. Mrs. Brook, die nicht nur ihre Arbeit macht, sondern für Caitlin ein Rettungsanker in den Irrungen und Wirrungen des Schulalltags ist. Der kleine Michael, der selbst einen großen Verlust erlitten hat und Caitlins erster richtiger Freund wird.

Trotz der schweren Thematik gab es auch ein paar humorvolle Augenblicke, die natürlich in 1. Linie dadurch entstehen, dass Caitlin nicht so recht mit der Welt der Emotionen umzugehen weiß. So bringt sie den Leser mit ihren eigenen Definitionen und Ansichten zum Schmunzeln, oder wenn sie z. B. versucht, zu jemandem höflich zu sein, und dies in einer Beleidigung endet.

Dadurch, dass die Geschichte aus Caitlins Perspektive erzählt wird, bleiben einige Sachen im Unklaren. Z. B. ob ihr Vater doch noch professionelle Hilfe in Anspruch genommen hat, die er wirklich dringend benötigt. Und v. a. hätte mich interessiert, ob Mrs. Brook auch in Dialog mit den Klassenkameraden getreten ist. Diese verhalten sich gegenüber Caitlin meist sehr abweisend und verständnislos, wo ich mich öfter gefragt habe, ob es nicht angebracht wäre, sie einmal richtig über Asperger und die Gründe für Caitlins Verhalten aufzuklären, zumal wenn man bedenkt, dass in der Klasse noch ein weiterer Autist war. Caitlin selbst leugnet, dass sie Autistin ist, was mich etwas überraschte, denn sie ist ja ansonsten auch ein sehr intelligentes und rational denkendes Mädchen.

Man muss im Hinterkopf behalten, dass die Geschichte frei erfunden ist. Inwieweit die Autorin mit dem Thema Asperger vertraut ist, wird aus dem Nachwort leider nicht ersichtlich. Deshalb habe ich die Informationen darüber, die man aus Caitlins Verhalten ziehen kann, mit Vorsicht genossen. Sicherlich ist jeder Asperger-Patient anders in seinem Verhalten, jeder macht andere Fortschritte, hat andere Stärken. Caitlin entwickelt sich im Laufe der Geschichte enorm weiter, und ich kann nicht beurteilen, inwieweit dies der Realität nahe kommt. Ich habe es deshalb dabei belassen, mich über diese Entwicklung zu freuen als Ausdruck eines Neubeginns nach dem tragischen Verlust ihres Bruders und als ein Zeichen von Hoffnung, dass Integration, Verständnis und Freundschaft kleine Wunder bewirken können – gerade in Anbetracht dessen, dass das Buch bereits für junge Leser ab 10 Jahren gedacht ist. Ich denke, wer sich wirklich ernsthaft mit dem Thema Asperger und Autismus beschäftigen möchte, sollte lieber zu einer (Auto-)Biographie oder einem Fachbuch greifen. „Schwarzweiß hat viele Farben“ jedoch ist definitiv mehr fürs Herz!

Ein schönes Buch mit vielen emotionalen Momenten, das junge (und natürlich auch erwachsene) Menschen einfühlsam für das Thema Autismus und Inklusion sensibilisiert und vielleicht auch als Lektüre für die Schule geeignet ist.

4,5 von 5 Schreiberpaletten

Mittwoch, 19. Februar 2014

Abendgespräche

Ich: "Na, was guckst du da?"

Er: "'Nen Film."

Ich: "Aha... und, worum geht's in dem Film?"

Er: "Um 'nen Wal, um 'ne Frau, um 'n paar Kinder..."

Aha, jetzt weiß ich's. Dann guck ich doch mal besser im TV-Programm nach, worum's geht.

Sind eure Männer auch so gesprächig?

Sonntag, 16. Februar 2014

[Blogg dein Buch] Rezension: "High Love" von Madlen Ottenschläger

Daten zum Buch:
erschienen am: 20. Dezember 2013
Verlag: Carlsen
ISBN: 9783551311764
200 Seiten
Preis: 8,99 €
HIER bestellbar!

Zum Inhalt:
Für die 16jährige Manja fängt das neue Schuljahr im heimischen München besser an als erwartet. Die obercoole Kati mit dem „Reptilienblick“ interessiert sich plötzlich für sie und lädt sie zu den Parties der angesagtesten Schulclique ein. Dort fließt nicht nur das Bier in Strömen, bald wird auch der 1. Joint herumgereicht. Manja wird zur Mitläuferin, wendet sich immer mehr von ihrer besten, aber leider ziemlich uncoolen Freundin Sophie ab und widmet sich nun vor allem einer Person: Moritz, in den sie sich Hals über Kopf verknallt hat. Schnell wird aus den beiden ein Paar, doch Moritz interessiert sich für etwas Anderes noch viel mehr als für Manja: Kiffen. Und Manja versucht alles, um ihrem Freund zu gefallen, auch wenn dies bedeutet, dass sie versuchen muss, ihm seinen Stoff zu besorgen.

Meine Meinung:
Mit „High Love“ setzt sich Madlen Ottenschläger mit einem ernst zu nehmenden Thema auseinander, das gerade bei Jugendlichen stets aktuell bleibt. Die Protagonistin durchlebt eine sicher für ihr Alter nicht untypische Situation, in der sie mittrinkt und -kifft, um dazuzugehören, nach einiger Zeit mit den potentiellen Risiken und Nebenwirkungen konfrontiert wird und lernen muss, damit umzugehen.

Die Geschichte ist aus Manjas Perspektive geschrieben, so dass der Leser auch ihre Gedanken und Gefühle mitbekommt. Leider blieb sie mir bis zum Schluss recht fremd, an einigen Stellen fand ich sie richtig unsympathisch, z. B. wenn sie sofort ihre langjährige beste Freundin Sophie schamlos anlügt und plötzlich als total uncool und langweilig empfindet. Dass junge Menschen oft ein mangelndes Selbstbewusstsein haben und unsicher sind, verstehe ich, trotzdem hat es mich irgendwann etwas genervt, wie sie Moritz hinterhergerannt ist und versuchte, ihm Stoff zu besorgen, obwohl er eindeutig ein Suchtproblem hatte und sie deshalb ständig anging. Dazu noch ein paar Wendungen in der Geschichte, die ich unrealistisch oder überflüssig fand, wie z. B. Sophies Gefühle für Manja (Eifersucht unter besten Freundinnen hätte auch schon gereicht, um ihr Verhalten zu erklären.) oder das Herumgeeiere mit dem Besorgen des Stoffs.

Die anderen Charaktere blieben irgendwie oberflächlich. Wir lernen weder Moritz, noch Kati, Sophie oder sonstwen näher kennen. Manche Figuren werden sogar nur mal kurz beim Namen genannt wie die allseits präsenten, aber nicht weiter erwähnenswerten Hassan und Finn. Auch habe ich Samuels Rolle nicht richtig verstanden, der eindeutig auf Manja steht. Manja kriegt bei ihm Herzklopfen, aber hält ihn stets auf Distanz, obwohl klar ist, dass er der vernünftigere, liebevollere Partner für sie wäre. Ich dachte, dass da am Ende noch was zwischen den beiden passiert, aber das tat es nicht, weshalb ich diesen Handlungsstrang schon fast als überflüssig betrachten würde.

Der Sprachstil ist einfach gehalten mit kurzen Sätzen, was sicherlich angebracht ist in Anbetracht der Ziellesergruppe. Stellenweise jedoch fand ich Manjas Ausdrucksweise schon etwas kindlich wie bei der Verwendung von Worten wie „dolle“, „Mein Herz pumperte...“ oder „Lachwunderland“. Dazu gingen mir einige Wiederholungen irgendwann ziemlich auf den Geist, z. B. wenn Manja zum gefühlten 100. Mal beschreibt, wie toll Kati aussieht mit ihren schwarzen Haaren und ihrem „Reptilienblick“ oder wenn mal wieder (Glücks-)Drachen in ihrem Bauch herumflogen.

Gut fand ich, dass die Autorin im Laufe der Geschichte nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommt. So kann sich der Leser selbst seine Meinung zum Thema Kiffen bilden. Wir haben auf der einen Seite den süchtigen Moritz, der ohne „Chillen“ überhaupt nicht mehr klarkommt. Wir haben eine Kati, die nach dem Rauchen eines Joints plötzlich total austickt. Wir haben eine Manja, die dem Thema zunächst neugierig, dann kritisch gegenüber steht und für sich merkt, dass sie das alles gar nicht braucht. Und wir haben andere Nebencharaktere wie Samuel, die gelegentlich kiffen, bei denen aber weder Nebenwirkungen noch Suchtpotential zu erkennen sind. Ich denke, dies zeichnet ein recht realistisches Bild davon, wie mit dem Konsum von Drogen jeglicher Form umgegangen werden kann. Die einen vertragen es nicht, die anderen werden süchtig und kommen nicht mehr ohne klar, wiederum andere probieren nur mal aus und lassen es dann wieder, oder sie konsumieren nur in geringem Maße ohne größere Auswirkungen.

Im Anhang gibt es weitergehende Informationen zum Thema „Hasch & Marihuana“ mit Anlaufstellen bei Problemen.

Leider wies das Buch durchgehend kaum Spannung auf, man kommt schnell durch, aber es fehlen irgendwelche Highlights, und nachdem die Geschichte eher so vor sich hindümpelt, ist das Ende dann doch etwas hopplahopp geschildert. Ein Buch, mit dem ich schnell durch war und das zumindest bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterließ.

3 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an "Blogg dein Buch" und den Carlsen-Verlag für dieses Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 12. Februar 2014

Neuzugänge

Seht nur, wie wenige Bücher es diesmal zu mir nach Hause geschafft habe! Ich hab mich selbst gewundert und nochmal die Wohnung auf den Kopf gestellt, ob mir nicht doch ein Neuzugang durch die Lappen gegangen ist. Aber es ist wahr - ich bin ein Ausbund von Demut und Bescheidenheit!!!

Rezensionsexemplar

 

- Madlen Ottenschläger, "High Love": Ein Leseexemplar von "Blogg dein Buch", in dem es um ein junges Mädchen geht, das sich in einen Typen verliebt, der kifft. Bin mal gespannt, wie die Autorin mit diesem Thema umgeht.


Gewonnen

 

- Anna Seidl, "Es wird keine Helden geben": Bei der Wahnsinns-Bloggeraktion des Oetinger-Verlages zu diesem Buch hatte ich das Glück, ein signiertes Exemplar zu gewinnen. Ich glaube, dass alle Teilnehmer ein Buch gekriegt haben, denn es gab ja mehrere 100 Bücher. 



Gekauft


- Geolino extra, "Das alte Rom": Als Archäologin muss ich mich natürlich kontinuierlich fortbilden. ;-) Gefunden im 1-Euro-Shop, da muss man ja zugreifen.

- Alice Montgomery, "Susan Boyle. Ein Traum wird wahr": Die Biographie von Susan Boyle als Hörbuch. Ebenfalls aus dem 1-Euro-Shop, da kann man doch nix falsch machen. 


Und nun das HIGHLIGHT!


Ja, ich hab's getan - ich habe mir ein Tablet gekauft! Und zwar genauer gesagt ein Lenovo Yoga Tablet, 10 Zoll, denn ich will ja auch was Gescheites in der Hand haben. ;-) Schon zu meinem Geburtstag habe ich von meinem Freund einen finanziellen Zuschuss gekriegt, um mir eins kaufen zu können. Ich hab dann die ganze Zeit herumgegeizt und konnte mich auch nicht entscheiden, aber letzte Woche hab ich doch endlich spontan zugegriffen und bin sehr happy damit. :-) Und wie ihr sehen könnt, hat mein Tablet ja auch noch den Vorteil, dass ich damit ebooks lesen kann! :-) In weiser Voraussicht habe ich schon seit einiger Zeit über "Kindle for PC" bei kostenlosen ebooks zugegriffen und freue mich jetzt, dass ich diese endlich gemütlich schmökern kann. Allerdings wird das noch etwas dauern, denn ich habe hier noch genügend Printbücher zum Lesen, und denen gebe ich immer den Vorzug, da ich mich mit ebooks erstmal anfreunden muss.

Sonntag, 9. Februar 2014

100 Leser!

Woohoo!!! Seit einigen Tagen ist sie geknackt, die magische Grenze! Ich habe jetzt offiziell 100 Blogleser über GFC!!!

Zuerst einmal vielen lieben Dank an alle, die meinen Blog lesen. Mir ist klar, dass die Zahl nicht repräsentativ ist, da es Leser gibt, die nicht bei GFC registriert sind, und da es viele gibt, die mal schnell auf den "Folgen"-Button klicken, aber danach nie wieder in meinen Blog reinschauen. Dennoch freue ich mich über diese Zahl sehr!

Und auch meine Altägypter feiern! :-)


Ich möchte auf jeden Fall zu diesem Ereignis noch ein kleines Gewinnspiel starten. Dieses folgt dann die nächsten Tage, da ich gerade nicht die nötige Zeit finde, um das alles in Ruhe zu machen.

Dienstag, 4. Februar 2014

Rezension: "Echt mieses Timing" von Martha Brockenbrough

Daten zum Buch:
erschienen am: 20. Januar 2014
Verlag: Dressler
ISBN: 9783791527048
319 Seiten
Preis: 16,95 €

Zum Inhalt:
Der 17jährige Jerome ist ein Taugenichts, wie er im Buche steht. Mit seinem Cousin und besten Kumpel Mike stellt er nur Unfug an. Eines Tages kommt Mike auf die Idee, mit Jerome die berühmte Wilhelm Tell-Szene nachzustellen...

Heidi, ebenfalls 17, ist anders als ihre Mitschüler. Schon seit ihrer Geburt wird sie von einer Stimme in ihrem Kopf begleitet, die sie tröstet, anstachelt und ungefragt alles kommentiert, was sie erlebt. Hofft sie erst, dass sie an akustischen Halluzinationen leidet, so stellt sich bald heraus: Es handelt sich bei der Stimme um ihren Schutzengel Jerome. Der allerdings seinen Job nicht sonderlich ernst nimmt. Plötzlich hat Heidi einen schlimmen Unfall, und das pure (Seelen-)Chaos bricht aus. Jetzt muss Jerome beweisen, dass er doch noch zum Schutzengel taugt!

Meine Meinung:
Martha Brockenbroughs Schreibstil ist locker, frisch und an die primäre Zielgruppe (Leser ab 14 J.) angepasst. Die Geschichte wird abwechselnd aus Jeromes Sicht (Ich-Form) und Heidis Perspektive (3. Person) erzählt. Nachdem Jerome und Heidi nicht immer zusammen auftreten, da auch von Jeromes Vergangenheit sowie seinen Erlebnissen im Himmel berichtet wird, ist dies ein guter Einfall der Autorin gewesen. Aufgelockert werden die Kapitel durch Auszüge aus dem „Handbuch für Schutzengel“.

An einigen Stellen hatte ich das Gefühl, dass die Übersetzung nicht immer geglückt ist. So rätsle ich immer noch, was Jerome mit „Apfelpflücker“ meint, einem Begriff, mit dem er seinen Erzfeind beschimpft. Da Jerome eine „Fluchsperre“ eingebaut hat, benutzt er ähnlich klingende Ersatzwörter für Flüche, z. B. „Scheibe“ statt „Scheiße“, alles recht eindeutig, nur bei Apfelpflücker komme ich einfach nicht weiter...

Auf Grund des Klappentextes hatte ich ein sehr lustiges Buch erwartet, in dem wir Heidi dabei begleiten, wie Jerome sie von einem Schlamassel in den nächsten treibt. Einige Ideen sind auch wirklich nett und amüsant, z. B. die Seelenreha, mit der Verstorbene wie Jerome ihre Sünden ausbügeln können, um nicht direkt in die Hölle zu fahren und noch die Kurve Richtung Himmelstor zu kriegen. Doch die Story hat ganz andere Wendungen genommen, als ich mir vorgestellt habe. Zudem habe ich eigentlich so gut wie gar nicht gelacht, höchstens mal milde gelächelt. Es mag aber auch daran liegen, dass ich mit über 30 Lebensjahren vielleicht humortechnisch anders gepolt bin als Leser im Alter der Protagonisten.

Jedenfalls ist das Buch deutlich ernster als gedacht, was ich prinzipiell auch nicht schlecht fand. Aber es gab einfach zu viele Stellen, die oberflächlich blieben, langatmig oder gar unlogisch waren. So haben mir Jerome und Heidi viel zu lange mit ihrem Problem herumgeeiert, bevor sie endlich mal zu Potte kamen und... nun gut, es ist leider etwas schwierig, darauf näher einzugehen, ohne zu spoilern. Einem recht chaotischen, hastigen Finale geht eine teilweise etwas langatmige „Schnitzeljagd“ voran, aus der man meiner Meinung nach mehr hätte herausholen können.

Dennoch sind die Charaktere sehr liebevoll gezeichnet. Ich mochte Jerome von Anfang an, selbst wenn er als chaotischer Nichtsnutz charakterisiert  wurde. Mit Heidi musste ich erstmal warm werden, aber auch sie wuchs mir irgendwann ans Herz. Ebenfalls klasse fand ich Martha, Heidis beste Freundin, die schön schräg ist, aber wirklich eine tolle Freundin, wie man sie sich nur wünsche kann.

Alles in allem ist „Echt mieses Timing“ nette Unterhaltung und man kann seine Freude an diesem Bch haben, wenn man sich vom Klappentext nicht zu sehr in die Irre führen lässt. Denn das ist kein Buch, bei dem man Tränen lacht, sondern das durchaus auch nachdenklich stimmt und anrührende Szenen hat. Insgesamt fühlte ich mich trotz der genannten Schwächen und nicht erfüllter Erwartungen gut unterhalten, weshalb ich noch 4 von 5 Sternen vergebe.  

4 von 5 Schreiberpaletten

Sonntag, 2. Februar 2014

Neuzugänge

In den letzten Wochen habe ich keine neuen Bücher bekommen. Null, nichts, nada. Denn ich bin stark, und konsequent, und überhaupt... ach, wer glaubt mir den Scheiß noch?... *seufz*

Hier sind sie also, meine neuen Kinderchen!

Gekauft

 

- Rick Riordan, "Die Kane-Chroniken. Der Schatten der Schlange": Nachdem ich zu Weihnachten den heißersehnten 2. Band bekommen und ihn mit Begeisterung verschlungen habe, habe ich mir nun auch den 3. Band gegönnt mit meinem Hugendubel-Gutschein. Meine aktuelle Lektüre.


Rezensionsexemplare


- Martha Brockenbrough, "Echt mieses Timing": Für eine Leserunde auf LovelyBooks. Der Klappentext klang sehr witzig. Habe das Buch bereits beendet und fand es nicht ganz so lustig wie erwartet. Rezi kommt bald.

- Christian Ritter, "Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers": Habe ich bei "Blogg dein Buch" erhalten und hier bereits rezensiert.


Gewonnen

 

Ich hatte ja schonmal erwähnt, dass ich im Dezember immer in einen Onlineadventskalenderrausch verfalle. Hier noch die letzten Nachwehen.

- Andreas Franz/Daniel Holbe, "Teufelsbande": Gewonnen beim grandiosen Adventskalender des Blogs "Die Liebe zu den Büchern". Ich hatte das Glück, bei einer Nachverlosung doch noch gezogen zu werden. Das Buch ist von Daniel Holbe signiert. :-)

- Sebastian Glubrecht, "Heldenstellung": Gewonnen beim Adventskalender von Franziskas Blog "Griinsekatzes Leseecke". Auch dieses Buch ist vom Autor signiert, juhu!

- Vicky Myron & Bret Witter, "Dewey und ich": Auf Lesefees Blog gab es jeden Tag ein Cover zu erraten zu einem (Hör-)Buch, das man dann gewinnen konnte. Bei diesem süßen Hörbuch hatte ich Glück.


Geschenke


- Sanaya Roman, "Living with Joy": Ein verspätetes Geburtstagsgeschenk von einer Freundin, die sich sehr stark mit Seelenwanderung und übersinnlichen Phänomenen auseinandersetzt. Ich lese eigentlich nur sehr ungern englische Bücher und weiß auch noch nicht, ob ich für solch ein Buch bereit bin, da ich mich damit noch nie auseinandergesetzt habe und nicht glaube, dass ich für so etwas empfänglich bin. Aber ich weiß, dass es meiner Freundin sehr wichtig ist und sie mir damit eine Freude machen wollte, deshalb werde ich zu gegebener Zeit mal darin schmökern.

- Gayle Forman, "Wenn ich bleibe": Eine gelungene Überraschung von meinem mittlerweile hier berühmt-berüchtigten Mitsüchtling Eva. (Dankeschön nochmal! :-))

- Martin Pistorius, "Als ich unsichtbar war": Eine liebe LB-Nutzerin hat auf meiner Wunschliste herumgeschmökert und mir dieses Buch einfach so geschickt ohne Gegenleistung. Voll nett, oder?! :-)


Ertauscht


- Shani Boianjiu, "Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst": Klingt einfach furchtbar interessant, ich lese Autobiographien ja sehr gerne. Für 2 Tickets bei Tauschticket geholt.

- Robert Löhr, "Erika Mustermann": Ein Buch über die Piratenpartei, die Story ist bestimmt sehr unterhaltsam! Für gerade mal ein Ticket im Neuzustand ein Schnäppchen, wie ich finde.


Sodele, das geht doch noch für einen Zeitraum von 4 Wochen, oder? Immerhin muss ich dazu sagen, dass ich neulich mal meinen SuB halbherzig durchgeguckt und tatsächlich 12 Bücher oder so weggetan habe ins Tauschregal. Da hatte ich dann ja auch wieder Platz, ne? ;-) Habt ihr schon was von dieser Liste gelesen?