Donnerstag, 31. Juli 2014

Bookish California 2: "Phoenix Books" in San Luis Obispo

Nach Kalifornien sind wir ja unter Anderem auch geflogen, weil dort Verwandtschaft meines Freundes lebt. In San Luis Obispo trafen wir seine Cousine Michele und deren Mann Bruce, und als ich neugierig fragte, was Bruce beruflich macht, da antwortete er: "I have a book store." Und ich so: "Waaaaaaaaah!!!!!!" ;-)

Natürlich musste ich diese Buchhandlung sofort sehen! Bruces Geschäft heißt "Phoenix Books" und befindet sich in der Innenstadt von San Luis Obispo. Dort kauft und verkauft er gebrauchte Bücher, und auch ein Onlineshop ist im Aufbau.


Als ich den Shop sah, war ich hin und weg. Er ist echt riesengroß!

Von hier geht noch ein sehr großer Bereich links ab,
und ein kleineres 1. Stockwerk gibt's auch noch.
 

Hier herrscht das organisierte Chaos, die Bücher sind in Themenbereiche eingeteilt, aber innerhalb der Bereiche wild durcheinander gewürfelt. Zugegeben: Wer es gerne ordentlich und übersichtlich mag, wird in diesem Laden vielleicht ein bisschen verzweifeln. Wer aber gerne stöbert und entdeckt, der wird sich hier stundenlang aufhalten können! Sogar ein paar deutsche Bücher konnte ich finden. ;-)

Man beachte die Barbie-Sammlung an der Wand. ;-)


Also, wer mal nach San Luis Obispo kommt und englische Bücher mag, der muss unbedingt bei Bruce in "Phoenix Books" vorbeischauen! Hier könnt ihr euch wirklich zu Tode stöbern!!!

P.S.: Vor zwei Jahren gab es hier sogar einen "Cash Mob", bei dem die Bewohner von San Luis Obispo durch einen Großeinkauf bei "Phoenix Books" ihre Solidarität mit dem lokalen Buchhandel zeigten. Tolle Idee, oder? Hier könnt ihr das Ganze nachlesen: http://www.sanluisobispo.com/2012/05/07/2058685/slo-bookstore-cash-mob.html

Mittwoch, 30. Juli 2014

[Blogg dein Buch] Rezension: "Ein Mann, ein Ring" von Mathias Taddigs

Daten zum Buch:
erschienen am: 16. Mai 2014
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9783404169689
256 Seiten
Preis: 8,99 €
HIER BESTELLBAR!

Zum Inhalt:
Nach fünf Jahren Beziehung will Felix endlich Nägel mit Köpfen und seiner Traumfrau Nina einen romantischen Heiratsantrag machen. Da kommt der gemeinsame Urlaub mit Arne und Anja auf Mallorca gerade recht! Doch auf der Insel angekommen, scheint nicht nur Felix' Talent, in jedes Fettnäpfchen zu treten, seine romantischen Absichten zu torpedieren. Auch das bescheidene Wetter sowie der Fakt, dass ein weiteres Pärchen mit nervigem Kleinkind die Reisegruppe ergänzt, verhageln Felix und Nina die Urlaubsstimmung. Dass Claudia, die Mutter des Kindes, seine Ex-Freundin ist, verschweigt Felix der eifersüchtigen Nina deshalb besser vorsorglich. Na, wenn das mal gut geht...

Meine Meinung:
Die Geschichte ist komplett aus Felix' Sicht geschrieben, und er ist tatsächlich ein Meister darin, in Fettnäpfchen zu treten. Dabei ist er noch nichtmal besonders blöde oder dreist, sondern hat einfach immer Pech, ein schlechtes Timing und ist ein dankbares Opfer unglücklicher Zufälle. Der Protagonist hat eine Art von Humor, die ich persönlich sehr gerne mochte, von ironisch bis auch mal sarkastisch, aber nie so böse, dass er jemanden damit (gewollt) verletzen würde. Er ist ein sympathischer und gutmütiger Kerl, dem man einfach nur wünscht, dass mal endlich alles richtig läuft.

Aber nicht nur Felix ist eine Nummer für sich, auch die anderen Figuren erheitern den Leser, so z. B. die reichen Öko-Eltern Stefan und Claudia, die ihr Kind ganz gesund und politisch korrekt erziehen wollen, aber ein ungesundes Verhältnis zu alkoholhaltigen Getränken haben. Auch der kleine Lenny trägt viel zur Geschichte bei. Am Anfang fand ich, dass ein Kleinkind so gar nicht in das Buch passt und vermutlich einfach nur alle nerven wird, aber gerade die Mischung "Lenny und Felix" sorgt für viele lustige Momente.

Nina bleibt ein bisschen blass, was nicht nur von der Fischvergiftung herrührt. Sie spielt eigentlich neben Felix die größte Rolle, aber außer dass sie die tollste Freundin der Welt ist mit dem tollsten Körper der Welt usw., erfährt man gar nicht so viel von ihr. Die Hälfte des Urlaubs liegt sie sowieso nur im Bett, und ansonsten wird sie von Felix irgendwohin mitgezogen und ist sauer auf ihn. Oder eifersüchtig auf Claudia. Ich kann bis jetzt nicht sagen, ob ich Nina sympathisch finde.

Hier wird dann wohl aber die Besonderheit dieses Romans mehr Aufschluss über Felix' Freundin geben: "Ein Mann, ein Ring" hat nämlich ein weibliches Pendant! "Eine Frau, ein Wort" wurde von Mathias Taddigs' Frau Haja Taddigs geschrieben und erzählt die Geschichte aus Ninas Sicht. Ich habe das Buch nicht gelesen, aber generell finde ich die Idee sehr nett, so kann man beide Bücher z. B. an ein lesebegeistertes Pärchen verschenken.

Schreibstil und Humor gefielen mir auf Anhieb und ich musste mehrmals lachen, was bei mir tatsächlich eher selten vorkommt. Felix hat wirklich viel Pech, und trotzdem schafft es der Autor irgendwie, dass es nicht übertrieben wirkt oder schon in Richtung Slapstick geht. Nach ca. 200 Seiten allerdings zog sich die Handlung dann doch ziemlich hin. Es gibt keine wirklichen Höhepunkte mehr, obwohl man das Aufeinandertreffen von Felix und dem spanischen Prinzen als einen solchen werten könnte, aber dafür zieht sich die Sache zu sehr in die Länge. Ich hatte das Gefühl, dass das Pulver dann langsam verschossen war und man vielleicht die ein oder andere Stelle hätte kürzen können. Auch für mich ein Grund, "Eine Frau, ein Wort" wohl eher nicht zu lesen, da ich mir nicht so ganz erklären kann, was Nina so Spannendes im gleichen Zeitraum zu berichten hat, um den Leser für weitere 273 Seiten fesseln zu können.

Der Roman spielt (bis auf das Vorgeplänkel) auf Mallorca, und auch wenn bei der siebenköpfigen Truppe nicht so recht Urlaubsstimmung aufkommen will, lernt man doch ein paar Ecken dieser Insel kennen und bekommt Reisesehnsucht. (In der Hoffnung, dass der Urlaub nicht ganz so schief läuft wie dieser.) Ich hab das Buch an einem Tag weggelesen und fühlte mich gut unterhalten. "Ein Mann, ein Ring" ist eine kurzweilige Sommerlektüre, bleibt jedoch nicht lange im Gedächtnis, da die Geschichte hierfür zu oberflächlich ist.

4 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an "Blogg dein Buch" und den Bastei Lübbe-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Montag, 28. Juli 2014

Bookish California 1: "City Lights" in San Francisco

Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich euch von meinem Kalifornien-Trip noch das ein oder andere "Buch-ische" erzählen werde. Den Auftakt bildet der City Lights-Bookstore in San Francisco.


Auf diesen traf ich ehrlich gesagt nur ganz zufällig, als wir gerade zwischen Chinatown und North Beach herumstromerten. Erst später erfuhr ich, dass "City Lights" eine sehr populäre und bekannte Buchhandlung ist und sogar die bekannteste in ganz San Francisco! Wie gut, dass ich sie mir natürlich etwas genauer angeschaut habe.

Gegründet wurde der City Light Bookstore 1957 von dem amerikanischen Autor Lawrence Ferlinghetti. Bis heute hat sich "City Lights" nicht nur als Buchhandlung mit ausgezeichnetem Angebot etabliert, sondern auch als unabhängiger Herausgeber ausgewählter Titel.

Auf jeden Fall ist die Buchhandlung schön groß...

Das untere Stockwerk (Oben hab ich mich nicht getraut zu
fotografieren, ich feige Nudel. ;-))

... und hat sogar einen eigenen "Poetry room" im 1. Stockwerk.




Wer mehr über City Lights erfahren möchte, kann dies auf ihrer Homepage tun.

Sonntag, 27. Juli 2014

Rezension: "Endlich Schnurrlaub. Katzen auf Reisen" von Christiane Lind

Unser Model heute: Das kalifornische
Berglöwenbaby "Cliff".
Daten zum Buch:
erschienen am: 2. Juni 2014
Verlag: rororo
ISBN: 9783499268335
224 Seiten
Preis: 8,99 €

Zum Inhalt:
Eine Katze muss tun, was eine Katze tun muss! In acht Kurzgeschichten begleiten wir pfiffige und mutige Samtpfoten auf ihren Abenteuern rund um den Globus. Da haben wir zum Beispiel Hope, die aus Sehnsucht nach ihrer alten Heimat einmal quer durch Australien reist und dabei die Bekanntschaft von Wombats, Kängurus und Dromedaren macht. Oder den Straßenkater Lucky, der zwar seine neue Besitzerin in Braunschweig sehr gern hat, aber als alter Berliner unbedingt wieder in die Hauptstadt zurück möchte. Das verwöhnte Stadtkätzchen Mimi lernt das Leben auf einem Bauernhof kennen, und der vorwitzige Linus schlägt seinen überfürsorglichen Dosenöffnern ein Schnippchen und erkundigt mutig die Welt jenseits der Kellertüre.

Meine Meinung:
In acht Kurzgeschichten erzählt Christiane Lind von abenteuerlustigen Katern und Katzen. Hierbei bereist der Leser die ganze Welt - von Australien, den USA über Venedig und Madeira bis nach Berlin. Schön fand ich, dass man nicht nur neue Orte kennenlernt, sondern auch noch nebenbei Wissenswertes aufschnappt, z. B., dass es in Australien wilde Dromedare gibt und ein Wombat-Hintern hart wie Stein ist.

Alle Geschichten handeln um eine oder mehrere Samtpfoten. Die kleinen Kerlchen haben alle ihren eigenen Charakter und eins gemeinsam: Sie waren mir auf Anhieb sympathisch! Menschen spielen hier natürlich auch eine Rolle - es gibt böse und gute Menschen, wobei doch das gute, liebevolle Verhältnis zwischen Mensch und Katze eindeutig überwiegt und auch in vielen Geschichten im Vordergrund steht.

Die Geschichten sind aus Sicht der Katzen geschrieben. Manche sind sehr realistisch, manche ein bisschen fantasievoller. Leider können wir Menschen nicht in die Köpfe von Tieren schauen, aber der Autorin ist es meiner Meinung nach gut gelungen, den typischen Katzencharakter einzufangen, den man als Mensch immer wieder beobachten kann, und ich konnte mir immer gut vorstellen, dass eine Katze genau so denken oder reagieren würde.

Die Autorin unterhält nicht nur, sie regt auch zum Nachdenken an, z. B. wenn sie über Straßentiere oder das Leben im Tierheim schreibt. Die letzte Geschichte ist nochmal ein kleiner Stilbruch, da sie als einzige nicht aus der Sicht eines Tieres erzählt wird. Gerade aber diese letzte Story hat mich emotional - zusammen mit "Ein Zuhause für Struppi" - am meisten berührt. Im Anhang gibt es noch Erläuterungen zu den Geschichten, denn manche haben einen realen Hintergrund, so z. B. Hopes Wanderung quer durch Australien oder Luckys Reise von Braunschweig nach Berlin.

Dies ist das zweite Buch, das ich von Christiane Lind gelesen habe. Bereits in "Kein Gott wie jeder andere" mochte ich ihre humorvolle Art auf Anhieb. Auch hier wurde ich diesbezüglich nicht enttäuscht: Alle Katzen verfügen über einen feinen Humor und haben ein Pfötchen für Ironie und Sarkasmus, worüber ich oft schmunzeln musste. Der Schreibstil ist lebendig, luftig-locker, die acht Geschichten lesen sich wie im Flug und machen gute Laune. "Endlich Schnurrlaub" ist kurzweilige Unterhaltung für Groß und Klein, und für Katzenliebhaber nicht nur als Urlaubslektüre wärmstens zu empfehlen.

Übrigens: Zehn Prozent der Einnahmen aus diesem Buch fließen in Tierschutzprojekte - also kaufen, kaufen, kaufen!

4,5 von 5 Schreiberpaletten

Mittwoch, 23. Juli 2014

Zurück!

Guess who's back, back again? Guess who's back... *sing*

Seit gestern bin ich wieder zurück von meinem dreiwöchigen Urlaub an der Westküste der USA! Es waren drei wirklich sehr spannende, interessante Wochen mit vielen neuen, schönen Orten, die ich kennenlernen durfte und einem Wiedersehen mit Orten, die ich bereits vor 10 Jahren bereist habe. (Und an die ich mich teilweise erst wieder erinnern konnte, als ich direkt vor Ort war. Mein Freund ständig: "Da waren wir doch damals auch, erinnerst du dich nicht?" - "Hm, wirklich? Ich weiß nicht... oh ja, doch!")

Wir hatten uns viel vorgenommen und bis auf wenige Ausnahmen auch alles davon durchgezogen. Das hieß auch: Viel Herumfahrerei und wechselndes Klima - während in San Francisco meist ein kühles Lüftchen ging, hatte es im Death Valley ca. 45 Grad, und natürlich habe ich mich erkältet, auch dank des regen Gebrauchs von Klimaanlagen in allen geschlossenen Räumen.

Wir waren sowohl in der Großstadt als in der rauen Natur unterwegs, und alles war gleichermaßen beeindruckend. Unsere Reise hat uns von einem längeren Aufenthalt in Lompoc (bei Santa Barbara), wo die Tante meines Freundes lebt, die Küstenstraße entlang über Big Sur und Monterey zu einem mehrtägigen Stopp nach San Francisco geführt, von wo aus wir dann weiter sind zu den Mammoth Lakes, Las Vegas (Was für ein Overkill!), ins Death Valley und zum Grand Canyon, bevor es in Los Angeles wieder an den Flughafen Richtung Heimat ging.

Ich bin mit vielen Geschichten und Eindrücken im Gepäck zurückgekommen und verarbeite noch immer alles. ;-) Da das hier ein Buchblog ist, werde ich keinen Reisebericht posten, aber ein paar Impressionen möchte ich dennoch hier mit euch teilen, vielleicht interessiert es ja den Ein oder Anderen. Bei dieser Gelegenheit muss ich noch erwähnen, dass ich zum 1. Mal mit Tablet gereist bin und dort die Panorama-Funktion der Kamera ausführlich ausgereizt habe. Es hat schon fast einem Suchtverhalten geglichen, wie oft ich meinen Freund dazu verdonnert habe, Bilder wie diese zu schießen:

:-D Bei dem Minion-Shirt für 8 $ konnte ich nicht widerstehen, ansonsten hab ich aber gar nicht geshoppt, ha!


Hier noch ein paar seriösere Impressionen:

Seeelefanten an der Küste - So schnuffelig! :-) Die liegen da zuhauf herum, schlafen, kuscheln, besprengen sich
mit Sand und robben ab und zu ins Wasser. Was für ein Leben, da fehlt nur noch ein gutes Buch!

Glückskeksfabrik in San Francisco, Chinatown
Mammoth Lakes


Im Death Valley - heiß, heiß, heiß! Im Sommer durchs Death Valley zu laufen fühlt sich an, als würde man mit dem laufenden Föhn in der Hand durch die Sauna spazieren.
Unser Hotel in Las Vegas: Ist doch klar, dass ich unbedingt in einer Pyramide schlafen wollte! :-)
Wahnsinn, wie groß die Hotelkomplexe auf dem Strip sind! Und wider Erwarten war die Übernachtung
richtig billig, gerade mal 70 $ die Nacht fürs Doppelzimmer!
Las Vegas: Im Hotel "Venetian" gibt's sogar einen Kanal, auf dem man Gondel fahren kann!
Der Hoover-Staudamm
Der Grand Canyon - sehr beeindruckend!

Ziemlich schwierig, eine vernünftige Auswahl zu treffen, da ich supermegaviele Fotos gemacht habe.

Lesetechnisch waren die drei Wochen übrigens die Megakatastrophe! Obwohl ich zahlreiche interessante eBooks auf dem Tablet hatte und durchaus feststellen musste, dass das Lesen von eBooks gar nicht so blöd ist, wie ich dachte ;-), habe ich gerade mal 1,5 Bücher geschafft! Das 1. Buch fand ich nichtmal gut (Rezi folgt.), und das 2. ist streng genommen kein Buch, sondern eine von einer Freundin verfasste englische, aber stolze über 300 Seiten lange Geschichte. Ich hab so gut wie nie gelesen, muss aber auch sagen, dass ich es gar nicht so sehr vermisst habe, weil ich anderweitig haufenweise Input hatte. :-) Zum Lesen habe ich ja jetzt genug Zeit, da ich ja bis zur Ausbildung am 1. September nicht mehr arbeite, ich faule Sau. ;-)

Natürlich habe ich auch ein paar "buchische" Sachen erlebt bzw. gesehen, die ich euch demnächst noch in drei Postings vorstellen werde.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Lesung mit Hermien Stellmacher

Letzten Sonntag verschlug es mich zum ersten Mal in meinem Leben in das nur 25 km entfernte Wipfeld, genauer gesagt ins Literaturhaus Wipfeld:


Dort stellte Fanny Wagner, die im echten Leben Hermien Stellmacher heißt, ihr Buch "Garantiert wechselhaft" vor, das sie zusammen mit Carolin Birk (aka Katharina Wieker) geschrieben hat. Dieses Buch habe ich damals in einer von den Autorinnen begleiteten Leserunde lesen dürfen, und wie toll ich es fand, könnt ihr hier nachlesen.

Seitdem bin ich mit Hermien auch über Facebook befreundet und habe schon öfter mit ihr dort ein bisschen privat geplaudert. Deshalb freute ich mich sehr, sie nun endlich auch mal live und in Farbe erleben zu dürfen!

Nachdem ich also erstmal planlos durch das kleine Käffchen getuckert bin, und endlich irgendwo am Straßenrand mein Auto abgestellt hatte, lief mir auch gleich Hermien mit ihrem Mann in die Arme, die ebenfalls gerade angekommen war. Kurz vor der Lesung lernte ich dann noch Hannelore kennen, die ich ebenfalls von der Leserunde kenne.

Zuerst einmal stellte sich Hermien, die eigentlich gelernte Graphikdesignerin ist und bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher illustrierte (Z. B. ist die Moritz Moppelpo-Reihe von ihr.), dem Publikum vor. Und wo hat sie wohl Graphigdesign studiert? Genau - in meinem schönen Würzburg! :-) Außerdem ist sie gebürtige Holländerin und wurde in Leiden geboren - der Stadt, in der ich ein Jahr lang studiert habe. Bei solchen Gemeinsamkeiten muss man sich doch einfach gut verstehen! ;-)

Die Lesung war sehr amüsant. Dadurch, dass wir in dem schnuckeligen kleinen Literaturhaus nur ca. 30 Leute waren (Und damit den kompletten Raum ausfüllten.), war die Stimmung sehr gelöst, und es gab keine Berührungsängste mit dem Ehrengast. Hermien stellte die Handlung vor und las auf unterhaltsame Weise verschiedene Stellen aus dem Buch vor. Wir Zuhörer hatten jede Menge Spaß!



Nach ca. einer Stunde Lesung konnte man noch "Garantiert wechselhaft" und "George Clooney, Tante Renate und ich" (Meine Rezi dazu findet ihr übrigens hier.) käuflich erwerben und sich seine Bücher signieren lassen. Natürlich habe ich mir auch "Garantiert wechselhaft" sowie ein Geschenkbüchlein, das Hermien illustriert hat, signieren lassen. Meine Ausgabe von "George Clooney, Tante Renate und ich" war blöderweise daheim in einem Umzugskarton...


Im Anschluss bin ich mit Hermien, ihrem Mann sowie sieben weiteren Besuchern der Lesung in die Wirtschaft gegangen, wo wir gegessen und noch zwanglos geplaudert haben, was ich wirklich sehr nett fand! Nach insgesamt drei Stunden machten wir uns dann alle wieder auf den Heimweg. Nicht, ohne noch schnell ein paar Fotos mit Hermien und mir zu machen - ich habe aber beschlossen, keins davon hier einzustellen, denn ich sehe auf jedem einzelnen davon einfach nur bescheiden aus... (Hermien sieht aber natürlich toll aus! ;-))

Noch eine Vorankündigung: Hermien und Katharina haben eine Fortsetzung von Ninas Abenteuer in Wiesthal geschrieben, die unter dem Titel "Überwiegend fabelhaft" am 1. Oktober 2014 erscheinen wird! (Erste Infos gibt es bereits hier.) Ich freu mich schon drauf! :-) Außerdem schreibt Hermien gerade an einem Roman, der in Cornwall spielt und sich um eine Krimiautorin dreht, die auf die Katze kommt, und der nächsten Sommer erscheinen wird. :-)

Ich habe mich sehr gefreut, Hermien persönlich zu treffen und hoffe, dass es sie bald wieder mal in die Gegend verschlägt für eine weitere Lesung!