Freitag, 31. Oktober 2014

Spontanverlosung: Rezensionsexemplar zu vergeben!

Vor wenigen Tagen erhielt ich vom österreichischen Goldegg-Verlag eine Büchersendung - leider war das ein Versehen, denn ich hatte auf ein ganz anderes Buch von diesem Verlag gewartet.

Das richtige Buch wird mir nun geschickt, aber die falsche Lieferung darf ich ebenfalls behalten. Leider ist das Buch nicht so ganz mein Fall, ich würde es zwar mal lesen, aber das würde angesichts meines SuBs wohl ziemlich lange dauern. Da ich aber finde, dass der Verlag auch etwas von seinem Fehler haben soll, möchte ich gerne in die Runde fragen, ob es jemanden gäbe, der dieses Buch gerne lesen UND rezensieren möchte?

Ach so, ihr wollt jetzt sicherlich wissen, von welchem Buch ich da eigentlich die ganze Zeit quatsche! ;-)

Es ist "Tickst du richtig? Für Pünktliche und Zuspätkommer" von Beatris Uhlig. (Infos gibt es hier.)

Hier mal der Klappentext:

>>> Finden Sie heraus, wie Ihre innere Uhr tickt!

Zeitmanagement funktioniert nicht für alle Menschen gleich, denn es gibt zwei ganz unterschiedliche Typen von Menschen: polychrone und monochrone.
Sätze wie „Du kommst ja schon wieder zu spät“ oder „Muss das hier so aussehen?“– bergen Zündstoff für viele Konfliktsituationen, ob im Berufs- oder Privatleben.

Die Eröffnung, dass es unterschiedliche Zeit- und Strukturtypen gibt, die auf den ersten Blick miteinander nicht kompatibel sind, bescherte bereits vielen Menschen ein Aha-Erlebnis der besonderen Art. Mit dem Selbsttest im Buch wird klar, warum monochrone und polychrone Menschen von Grund auf verschieden gestrickt sind und klassisches Zeitmanagement nicht für beide Gruppen gleich anwendbar ist.

Dieses Thema ist zentral im Leben jedes Menschen und greift massiv in unser Zusammenleben ein. Statt über „richtig“ oder „falsch“ zu diskutieren, bietet die Autorin typgerechte Lösungen und geht das Thema Zeit auf völlig neue Weise an. Mit viel Charme und Humor erzählt sie Geschichten mitten aus dem Lebens- und Arbeitsalltag und wirft einen selbstironischen Blick auf das Ringen um Zeit und mit der Zeit. Nicht zuletzt klärt dieses Buch in unserer stressgeplagten Welt, was Freiheit im Umgang mit Zeit tatsächlich bedeutet.

Beatris Uhlig ist Diplom-Psychologin und Autorin aus Berlin. Sie arbeitet seit 15 Jahren als Organisations- und Personalentwicklerin im deutschsprachigen Raum und hat sich als Beraterin, Coach und Trainerin vor allem der Arbeit mit Führungskräften verschrieben. Sie berät Unternehmen in Wachstums- und Veränderungsprozessen und trainiert seit zwölf Jahren Zeitmanagement. Sie ist Inhaberin und Geschäftsführerin von Uhlig*Partner – Agentur für Führungskraft in Berlin. <<<


Wie gesagt würde ich das Buch gerne an jemanden abgeben, der sich (mehr als ich) dafür interessiert! Und es wäre mir wirklich wichtig, dass ihr das Buch auch rezensiert. Ich weiß, dass man viel versprechen kann, und letzten Endes kann ich niemanden kontrollieren bzw. zwingen, dass er das Buch dann auch wirklich rezensiert (Ich hatte schonmal ein Buch unter diesen Konditionen verlost, und es kam nie eine Rezi...). Aber ich vertraue euch jetzt einfach mal, dass ihr es ernst meint.

Konditionen gibt es keine, außer halt, dass ihr das Buch rezensiert - egal, ob auf einem eigenen Blog, bei Amazon, LovelyBooks etc. Es gibt natürlich keine Zeitvorgabe, bis wann die Rezi erscheinen muss, ihr könnt das Buch ganz gechillt lesen, wann es euch passt.

Ihr müsst keine Leser meines Blogs sein - ich freue mich aber sehr, wenn ihr es ggf. werdet. :-)

Das Buch ist noch eingeschweißt, das Porto übernehme natürlich ich (Nur innerhalb von Deutschland, sorry!).

Hinterlasst einfach hier bis zum 8.11. einen Kommentar, gerne auch, wieso euch das Buch interessiert, ist aber kein Muss. Wäre aber nett, wenn ihr nochmal bestätigt, dass ihr es rezensieren wollt. Der/die Auserwählte wird von mir dann danach kontaktiert. (Soweit Kontaktdaten bekannt sind.)

Ich - und auch der Verlag - würde mich freuen, wenn sich ein Rezensent findet!!! :-)

Montag, 27. Oktober 2014

Rezension: "So rot wie Blut" von Salla Simukka

Daten zum Buch:
erschienen am: 1. Oktober 2014
Verlag: Arena
ISBN: 9783401600109
304 Seiten
Preis: 14,99 €

Zum Inhalt:
Die 17jährige Lumikki Andersson, deren Name „Schneewittchen“ bedeutet, lebt alleine in Tampere und geht auf die Kunstschule. Sie ist eine Einzelgängerin, die gelernt hat, sich selbst zu verteidigen und niemanden an sich heranzulassen.

Als sie ihre Klassenkameraden Elisa, Tuukka und Kaspar dabei erwischt, wie sie im Fotolabor der Schule blutverschmiertes Geld waschen, das sie gefunden haben, will sie sich aus der Sache heraushalten. Doch Elisas Hilferuf und Lumikkis eigene Neugier bringen sie dazu, auf eigene Faust zu ermitteln. Schnell wird den Jugendlichen klar, dass sie es hier mit sehr gefährlichen Gegnern zu tun haben, doch da ist es bereits zu spät, und Lumikki wird unfreiwillig Teilnehmerin in einem Spiel auf Leben und Tod.

Meine Meinung:
„So rot wie Blut“ ist der erste Teil einer Trilogie. Der Thriller ist für Jugendliche ab 14 Jahren empfohlen, und ich denke, dass dies auch ok ist, nachdem es keine furchtbar brutalen oder ekligen Szenen gibt. Auch die Zahl der Todesopfer hält sich in Grenzen. (Im Vergleich dazu ist wohl jede Jugendbuch-Dystopie brutaler.)

Der Schreibstil ist für ein Jugendbuch eher anspruchsvoll, lässt sich aber flüssig lesen, wenn auch manche Beschreibungen für mich etwas zu ausufernd, ja gar poetisch waren. Das spricht sehr für die Eloquenz der Autorin (und das Können ihrer Übersetzerin), sie kann sich wirklich wunderbar ausdrücken. Bei einem Jugendthriller erwarte ich das aber nicht unbedingt.

Den Spannungsbogen konnte die Autorin gut aufrecht erhalten, es ist aber nicht so, dass man in diesem Buch permanent von einer Actionszene zur nächsten gehetzt wird, was ich persönlich auch nicht brauche. Gerade Lumikkis Gedankengänge, die sich nicht nur um das Rätsel um die Geldscheine drehen, sondern auch um ihr Trauma und eine verflossene Liebe, bremsen oft die Handlung und sorgen für ruhigere, nachdenkliche Töne.

Die Hauptfigur ist eine extrem toughe Persönlichkeit, die versucht, zu allem und jedem eine emotionale Distanz zu wahren. Schnell wird klar, dass sie in ihrer Kindheit/Jugend jahrelang schlimme Dinge erlebt hat, die dazu führten, dass sie so ist wie sie ist, doch erst zum Schluss wird einigermaßen klar, was es damit auf sich hat.

Manchmal hat mich Lumikkis Verhalten einfach genervt. Auf der einen Seite will sie sich nicht in die Sache um die Geldscheine hineinziehen lassen. Dann sind ihre Neugier und auch ihr Mitleid mit Elisa zu groß. Und dann steckt sie schon mittendrin in der Geschichte als Einzige der Jugendlichen, die ernsthaft nachforscht und tätig wird. So weit, so gut. Auch ist sie kampfkunsterprobt, sportlich und mutig. Aber obwohl sie bereits nach der ersten gefährlichen Konfrontation mit den Verbrechern merkt, dass sie es hier mit skrupellosen Mördern zu tun hat, begibt sie sich noch zweimal in allergrößte Gefahr. Nur ihre Schnelligkeit und auch eine Riesenportion Glück retten sie jedes Mal. Ich fand das Verhalten sehr kopflos, es widersprach ein bisschen ihrer sonstigen, eher vorsichtigen Natur, auch wenn ich verstehe, dass die ganze Sache irgendwie auch einen Reiz für sie hatte.

In diesem Buch gab es für mich keinen einzigen echten Sympathieträger. Lumikki mochte ich anfänglich eigentlich gar nicht, was sich im Laufe der Geschichte zwar besserte, aber eine Bindung konnte ich zu ihr nicht herstellen. Elisa ist zwar zum Schluss hin auch nicht mehr die arrogante, verwöhnte Zicke wie am Anfang, aber auch hier konnte ich keine Beziehung aufbauen. Kaspar und Tuukka sind echte Kotzbrocken, und dann bleiben eigentlich fast nur noch die Bösewichte in der Geschichte übrig.

Feinde von „Cliffhanger-Enden“ kann ich beruhigen: „So rot wie Blut“ ist in meinen Augen eine in sich geschlossene Geschichte, in der zwar nicht jeder (Neben-)Aspekt am Ende geklärt wird, die aber so für sich stehen bleiben kann. Deshalb bin ich auch etwas skeptisch, was in den nächsten beiden Bänden der angekündigten Trilogie noch passieren soll. Dass sie sich wieder um Lumikki drehen, bestätigten die finnischen Titel der Fortsetzungen, die analog zum 1. Teil “Valkea kuin lumi“ (Weiß wie Schnee) und „Musta kuin eebenpuu“ (Schwarz wie Ebenholz) heißen. Diese erscheinen voraussichtlich im Frühjahr bzw. Herbst 2015.

Für Thriller-erprobte Leser könnte die Geschichte etwas zu voraussehbar bzw. „unblutig“ sein. Aber alles in Allem bietet Salla Simukka mit „So rot wie Blut“ einen netten Trilogie-Auftakt mit einer außergewöhnlichen Protagonistin, der sicherlich das richtige Maß an Spannung und Gewalt für die junge Zielgruppe hat.

3,5 von 5 Schreiberpaletten

Freitag, 24. Oktober 2014

Iny Lorentz in Würzburg

Wie ja die meisten von euch sicherlich wissen, ist Iny Lorentz ein Pseudonym für das Autorenehepaar Iny Klocke und Elmar Wohlrath. Ihr neuester Roman um die "Wanderhure" Marie heißt "Die List der Wanderhure" und ist im August im Knaur-Verlag erschienen. Dass Iny Lorentz am 23.10. Station hier gemacht haben, war besonders erfreulich, denn dieser Band spielt teilweise im mittelalterlichen Würzburg. Eigentlich sollte nach dem letzten Band Schluss sein mit der Wanderhure, aber da die Fans so gerne noch ein Abenteuer von Marie und Michel zusammen lesen wollten, entschlossen sie sich zu diesem Band.

Ich gebe es zu: Ich habe bislang noch kein einziges Buch von Iny Lorentz gelesen, ich kenne lediglich die beiden ersten Verfilmungen mit Alexandra Neldel. Ich bin generell kein Fan historischer Romane, und das Mittelalter finde ich zwar interessant, aber auch scheiße, weil es da so gewalttätig und unzivilisiert zuging. ;-) Für die Signierstunde habe ich mir dann aber im Buchantiquariat den 1. Band geholt.

Jedenfalls stellten die beiden am 23.10. um 17 Uhr beim hiesigen Hugendubel (Eintritt sogar frei!) ihr neuestes Werk vor, und da wollte ich unbedingt dabei sein.

Geduldig beantworteten Elmar und Iny Lorentz (Ich weiß, sie heißen eigentlich anders mit Nachnamen, aber da sie sich auch so auf ihrer Autogrammkarte nennen und mit diesem Namen unterschreiben, nenne ich sie jetzt mal so.) die Fragen des Moderators und des Publikums, und ihre Antworten waren sehr interessant und auch amüsant.


Die beiden haben unter Anderem verraten, wie sie zusammen einen Roman schreiben. Dabei wechseln sie sich so oft ab mit Schreiben und Kritisieren, dass ein Skript locker sieben Mal durch die Hand von jedem geht. Für einen Roman brauchen sie im Durchschnitt von der Konzeption bis zum Einreichen beim Verlag circa zwei Jahre.

Wie Iny Lorentz ihre Liebe für die Geschichte entdeckt haben, erzählen sie hier:


Der Moderator fragte auch nach, wie gut ihnen Alexandra Neldel als Marie Schärer gefällt, und sie gerieten sehr ins Schwärmen. Es war schon ein tolles Gefühl, zum ersten Mal ans Drehset zu kommen, aber Alexandra Neldel spielt nicht nur die Marie, sie lebt sie auch. Allerdings hatten sich die beiden beim Schreiben Marie immer anders vorgestellt, etwa in der Art der früheren Madonnenbilder, also mit rundem Gesicht und praller. Aber das wird heutzutage nicht mehr als attraktiv empfunden, und da der Fernseher sowieso nochmal 10-15 kg mehr draufschummelt, hatte man sich mit Alexandra Neldel für eine sehr schlanke Schauspielerin entschieden, bei der Iny Klocke beim Umarmen das Gefühl hatte, sie greife ins Nichts. ;-)

Übrigens tauchen im neuesten Wanderhuren-Band drei Figuren auf, die eigentlich von den Drehbuchautoren für den Film neu dazugeschrieben wurden. Diese drei Figuren haben die Autoren "abgekauft" - gegen einen Kasten Bier und ein Abendessen. :-D 

Und da wir schon beim Thema Verfilmung waren, verriet uns Elmar Lorentz auch noch, dass dieses Jahr in Prag "Das goldene Ufer" abgedreht wurde, u. a. mit Miriam Stein, Volker Bruch, Ulrike Folkerts (Der die Rolle des Bösewichtes viel Spaß gemacht hat.) und Walter Sittler. Der Film wird März 2015 im ZDF laufen.

Für ihre Recherchen kam das Autorenehepaar insgesamt vier Mal für je 4-14 Tage nach Würzburg, um die Gegend um Würzburg und Schweinfurt zu erkunden. Elmar Lorentz verriet dabei, dass er einen besonderen Bezug zur Region hätte, denn er selbst sei gebürtiger Unterfranke.

Im Anschluss wollten Iny Lorentz wissen, ob die Zuhörer denn gerne noch einen Auszug aus dem neuen Roman hören wollten, was natürlich kräftig bejaht wurde. Und so lasen beide eine Passage vor, die von der Bild-Zeitung neulich mit dem Titel "Wanderhure reitet Mann tot" versehen wurde, was die Autoren ziemlich witzig fanden. Diese Szene spielt sich passenderweise vor den Toren Würzburgs ab.

Danach nahm sich das Ehepaar Zeit für Autogramme. Natürlich ließ ich auch mein Exemplar signieren, das noch eine alte Weltbild-Ausgabe ist, in der Iny Klocke noch als alleinige Autorin des Romans vorgestellt wurde. Sie sagte dann zu mir, das sei ja noch ein richtig altes Exemplar, und als ich meinte, dass sie da noch ganz alleine drinstünde, meinte ihr Mann, ja, da wurde er noch verschwiegen, und sie sagte, oh ja, dafür hätte sie sehr gekämpft, dass beide genannt werden.

Ich fand die beiden äußerst sympathisch und bin froh, dass ich hingegangen bin, auch wenn ich kein Fan historischer Romane bin. Wer weiß, vielleicht fange ich ja doch noch irgendwann an, die Wanderhuren-Reihe zu lesen...

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Arena-Bloggerworkshop 2014 mit Salla Simukka

Am 18.10. war es endlich wieder so weit: Zum 3. Mal lud der Arena-Verlag in Würzburg zum Blogger-Workshop ein. Diesjähriger Gast sollte die finnische Autorin Salla Simukka sein, weshalb wir zur Vorbereitung ihren Jugendthriller "So rot wie Blut" erhielten. (Meine Rezension dazu kommt später noch.)

Um 12 Uhr begann der Workshop, und so machte ich mich um 11.45 Uhr auf den langen,
beschwerlichen Weg zum Arena-Verlag. Nach 3 Minuten Fußweg erreichte ich die schöne Villa, "Haus May", in der der Verlag residiert. (Ich bin immer wieder neidisch auf die Prachtbauten in dieser Gegend, wenn ich vorbeilaufe.)

Letztes Jahr war ich ja bereits beim Workshop dabei, und es waren auch wieder ein paar Bloggerinnen (Wo sind denn eigentlich die Herren der Schöpfung???) aus dem Vorjahr da, aber es gab auch neue Gesichter. Endlich konnte ich auch ein paar Nutzernamen von LovelyBooks das passende Gesicht zuordnen! Irgendwo ist man sich in der großen Bücherwelt dann doch schon über den Weg gelaufen. Leider hat die Doofeeutsche Bahn mit ihrem Streik dafür gesorgt, dass einige Blogger doch nicht kommen konnten. Und es hätte noch mehr Ausfälle gegeben, wenn Daniela nicht so grandios reagiert und kurzfristig noch per Rundmail ein paar Fahrgemeinschaften zusammengetrommelt hätte! Andere litten wiederum an der Nach-Buchmesse-Erkältung, so dass insgesamt sechs Bloggerinnen absprangen und wir letzten Endes zu zwölft waren.

Organisiert und durchgeführt wurde der Workshop wie immer von Daniela Kern. Sie stellte uns ganz kurz den Verlag vor, den die meisten natürlich schon kannten, und wie immer wurden die Augen groß, als wir im Dachgeschoss im Sitzungsraum saßen, wo alle jemals erschienenen Hardcover-Ausgaben des Arena-Verlags zu finden sind. Sicherlich habe nicht nur ich mich für einen kurzen Moment gefragt, ob meine Tasche groß genug ist und Daniela was merken würde, wenn... nun ja... ihr wisst schon... *hüstel*






Nach einer Vorstellungsrunde haben wir erstmal ein paar Werke gesammelt, die uns vom Arena-Verlag besonders gut gefallen. Danach sprachen wir ein bisschen über "So rot wie Blut". U. a. zeigte uns Daniela die Cover, die in anderen Ländern verwendet wurden. Nach dieser Anstrengung brauchten wir erstmal eine Stärkung. Da das Wetter so schön war, verlegten wir unsere Mittagsvesper spontan in den Garten und genossen die Sonne. Hier gesellten sich dann auch später Salla und ihre Lesetour-Begleiterin vom Arena-Verlag dazu. (Ich habe leider den Namen der Arena-Mitarbeiterin vergessen. :-/) Salla kam gerade erst aus Berlin, und Würzburg war ihre letzte Station vor der Rückkehr nach Finnland. Das Gute hebt man sich halt immer bis zum Schluss auf, ne?!

Nachdem wir uns bei der totalen Völlerei ins Pizza-Koma gefuttert hatten einem kleinen Scheibchen Pizza gesättigt hatten, ging es wieder zurück an die "Arbeit". Salla Simukka war jetzt voll dabei und erzählte uns sehr viel über ihre Schneewittchen-Trilogie. Woher der Name kommt? Nun, "So rot wie Blut" ist der Auftakt einer Jugendthriller-Trilogie rund um das finnische Mädchen Lumikki. Lumikki heißt "Schneewittchen" auf Finnisch, und die kommenden Bände werden auch passenderweise "So weiß wie Schnee" und "So schwarz wie Ebenholz" heißen.

So viele rote Sachen hatte ich
leider nicht, aber immerhin
hatte ich einen roten Apfelan-
hänger und rote Fingernägel. ;-)
Salla selbst hat den Look des Schneewittchens total verinnerlicht, und deshalb hatte Daniela uns schon vorab gebeten, wenn möglich im Klamottenstil "schwarz-weiß-rot" zu erscheinen. Diesem Aufruf sind die meisten von uns auch gefolgt.

Salla war total nett und lustig, und es war sehr spannend, ihren Geschichten zu lauschen. Sie versteht zwar Deutsch, aber spricht es nicht so perfekt, weshalb wir mit ihr Deutsch gesprochen haben und sie mit uns Englisch.

Wir haben viel über ihr Leben als Autorin und im Speziellen über ihre Arbeit an der Schneewittchen-Trilogie erfahren. Salla schrieb schon als Kind und hat sich in Finnland als Autorin bereits einen Namen gemacht. Auf die Idee zu einem Jugendthriller kam sie bei einem Besuch in Deutschland. In Finnland gab es bislang so gut wie keine Thriller für Jugendliche - nach dem großen Erfolg der Trilogie, die bereits in ihrer Heimat komplett erschienen ist, wird sich das bestimmt bald ändern!

Wir schauten uns auch nochmal mit ihr die verschiedenen Cover an. Das Buch wird in 48 Ländern erscheinen - für Salla ist das ein wahrgewordener Traum. Die meisten Länder haben sich entschieden, das finnische Originalcover, das auch der Arena-Verlag verwendet, zu übernehmen. Ein paar Länder entschieden sich für was Eigenes, blieben aber einigermaßen dem Grundkonzept bzw. den Grundfarben treu. Einziger Ausreißer ist ganz klar Serbien, das mit seinem Cover einen auf "Selection" macht. Oder wie Salla passend meinte: "Fifty shades of snow"!

Das serbische Cover
 

Anschließend gab es ein weiteres Päuschen, wo wir uns mit Kuchen stärkten und Salla belagerten, die geduldig Autogramme schrieb und mit jedem für ein Foto posierte. Fast tat sie mir ein bisschen leid, aber sie meinte, dass sie daran gewöhnt sei und es ihr Spaß mache. Das ist eine gesunde Einstellung, denn sicherlich wird sie noch öfter von begeisterten Lesern umringt sein!

Nach der Kaffeepause kam dann noch Sallas Lektorin zu uns (Und auch hier wieder den Namen vergessen - so macht man sich Freunde im Arena-Verlag...), die sehr interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichte eines Bestsellers gewährte. Fast wäre das Projekt daran gescheitert, dass finnische Übersetzer dank der Buchmesse schon 1 Jahr vorher ausgebucht waren. Doch letztendlich konnte man die schwerbeschäftigte Elina Kritzokat für die Übersetzung gewinnen, was sich als wahrer Glücksgriff erwies.

Die Schilderungen der Lektorin fand ich wirklich spannend, denn mir war gar nicht bewusst, wie vielschichtig und weitreichend das Lektorat eigentlich ist.

Zum krönenden Abschluss las uns Salla noch eine Seite aus dem finnischen Original vor. Da ich ja eine finnische Fast-Schwiegermutter habe und schon dreimal in Finnland war, ist mir die Sprache wohlbekannt, aber einige konnten sich dann doch das Kichern nicht verkneifen - auch wenn es jetzt im Nachhinein bestimmt wieder keiner gewesen sein will! Zugegeben, Finnisch klingt schon sehr ungewöhnlich und lässt sich kaum mit einer anderen Sprache vergleichen.

 
 
*Klugscheißermodus an* Finnisch gehört zu den finno-ungrischen Sprachen und ist mit Ungarisch und Estnisch sowie ein paar nur von Minderheiten gesprochenen Sprachen in Russland und Nordsibirien verwandt. Finnisch hat 16 Fälle, aber dafür keine Präpositionen - die werden quasi in den Fällen eingewurschtelt, deshalb sind es auch so viele, und deshalb sind die Wörter auch immer so übelst lang. *Klugscheißermodus aus*.

Übrigens ist die finnische Ausgabe viel dünner als die deutsche, was aber v. a. an der Dicke des Papiers und der Schriftgröße liegt. Außerdem ist der Schnitt farbig - beim 1. Band rot, beim 2. dann weiß, beim 3. schwarz. Hätte uns definitiv auch bei der deutschen Ausgabe gefallen, aber der Zug ist leider abgefahren. Ist auch schweineteuer, meinte Salla. Tja, die Finnen lassen sich halt nicht lumpen. ;-)


Gegen 18 Uhr löste sich unser heiteres Grüppchen dann langsam auf. Noch schnell ein Gruppenfoto gemacht, und dann ging es für uns nach Hause. Die Einen hatten nur 3 Minuten zu laufen, die Anderen mussten mit dem ICE ins ferne Hamburg. Man sieht, hier waren Bloggerinnen aus ganz Deutschland vertreten!


Es war auf jeden Fall ein schöner Tag mit netten Menschen sowie interessanten Einblicken in die Welt der Autorin Salla Simukka und des Arena-Verlages. Vielen Dank an die niemals auf Bildern auftauchende Daniela für ihr Organisationstalent und die gewohnt nette Betreuung!


P.S.: Sollte demnächst beim Tierschutz die Anzeige eines verstörten Bücherbärs eintrudeln... ich war's nicht!!!

Sonntag, 19. Oktober 2014

Spielebewertung: "Fliegende Zeilen - Ein poetisches Spiel um Sinn und Unsinn"

Heute gibt es von mir mal keine "normale" Rezension eines Buches, sondern ich möchte euch ein neues Spiel für Fans von Literatur und Sprache vorstellen.


"Fliegende Zeilen" ist im moses-Verlag für 24,95 € (UVP) erhältlich. Laut Herstellerangaben ist es geeignet für 3-6 Spieler ab 12 Jahren.

Optisch ist das Spiel auf jeden Fall schonmal sehr ansprechend. Es ist nicht kunterbunt, sondern schlicht und elegant gehalten. Ich finde, man sieht ihm schon an, dass es sich hier nicht um ein Standardgesellschaftsspiel handelt, das man mal eben nebenbei wegspielt. Das hat auch den Nachteil, dass man Leute, die nicht so gerne lesen und sich mit Literatur beschäftigen, so gut wie gar nicht dazu bringen kann, dieses Spiel mit einem zu spielen. So erging es zumindest mir mit meinem Freund, der sich schlichtweg weigerte, das Spiel mit mir auszuprobieren. Ich schätze, die Aufmachung, der Titel und auch die Inhaltsangabe wirken etwas abschreckend auf Wenigleser. Also habe ich mir eine Freundin geholt, die gerne und viel liest. Um dann festzustellen, dass das Spiel ja erst ab 3 Spielern angeblich funktioniert! Also musste mein Freund doch noch mitspielen.

Inhalt
1 Vers-Verzeichnis mit 216 Zeilen bekannter und aufstrebender Dichter
30 Bewertungskarten von 1-5
6 Notizblöcke
5 Aufgabenkarten mit je 5 Aufgaben
1 Würfel
1 Sanduhr (90 Sekunden)


Vorbereitung
Jeder Spieler erhält einen Notizblock (+ Stift) sowie Bewertungskarten, und zwar eine weniger, als Spieler teilnehmen. Also wenn 4 Leute spielen, erhält man Bewertungskarten von 1-3. Die 5 Aufgabenkarten werden verdeckt in die Mitte gelegt.

Man kann so lange spielen, wie man möchte. Eine Runde wird mit ca. 4 Minuten veranschlagt. Für den Einstieg werden vom Hersteller 5 Runden empfohlen, also eine Spielzeit von 20 Minuten.

Und wie funktioniert das Ganze?
Es gibt bei jeder Runde einen Vorleser, der reihum im Uhrzeigersinn wechselt. Eine Runde besteht aus 3 Phasen.

1. Auswahlphase
Der Vorleser zieht die oberste Aufgabenkarte und legt sie sichtbar in die Mitte. Dann liest er die Aufgabe vor, die er erwürfelt hat (1-5). Bei einer 6 kann man sich eine Ausgabe frei auswählen.

Beispiel für eine Aufgabenkarte

Für die jeweilige Aufgabe muss eine Zeile aus dem Versverzeichnis verwendet werden. Alle Spieler müssen die gleiche Aufgabe mit der gleichen Vorlage erfüllen. Die zu bearbeitende Zeile ermittelt man, indem der Vorleser dreimal würfelt. Jede Zeile hat eine Kombination von 3 Ziffern.


2. Kreativphase
Der Vorleser dreht die Sanduhr um. In den 90 Sekunden versucht nun jeder, einen passenden Text auf seinem Notizblock zu entwerfen. In der Anweisung heißt es: "Aus der vorgegebenen Zeile muss ein neuer Text entstehen. Dabei ist es nicht immer möglich, die Zeile wortwörtlich zu übernehmen. Seien Sie kreativ! Gehen Sie erfinderisch mit der Aufgabe um! Letztlich ist erlaubt, was Ihre Mitspieler überzeugt." Es bleibt einem selbst überlassen, ob man z. B. reimt oder einen bestimmten Sprachduktus benutzt - außer, die Form ist bereits vorgegeben.

Nach den 90 Sekunden liest jeder Spieler sein Ergebnis vor. Natürlich dürfen die Mitspieler die Ergebnisse auch kommentieren. Dann kommt es zur

3. Bewertungsphase
Jeder muss nun seine Mitspieler bewerten. Derjenige, dessen Text einem am besten gefallen hat, erhält die höchste Punktzahl, der Zweitbeste einen Punkt weniger usw. Wenn jemand keinen Text geschafft hat, erhält er natürlich gar keinen Punkt. Die Bewertungskarten legt man verdeckt vor den jeweiligen Spieler. Wenn alle dann ihre Bewertungskarten verteilt haben, decken alle gleichzeitig auf und notieren ihre Punkte auf ihrem Notizblock.

Spielende
Das Spiel endet nach der Anzahl der vorher abgesprochenen Runden. Gewinner ist derjenige, der am Ende die meisten Punkte hat. Er darf sich dann "Meister der fliegenden Zeilen" nennen.

Eigenes Fazit
Generell ist die Grundidee dieses Spieles wirklich gut. Vor allem Literaturfans und Bücherwürmer werden hier angesprochen, aber eigentlich muss man nicht wirklich belesen sein, um hier auch seinen Spaß haben zu können. Eine gewisse Kreativität und der sichere Umgang mit Sprache sind hier aber unabdingbar, sonst hat man einfach keine Freude mit diesem Spiel. Denn 90 Sekunden sind wirklich nicht lange, um sich einen überzeugenden Text einfallen lassen zu können.

Bei der Umsetzung waren wir uns jedoch ziemlich schnell einig: Da fehlt noch einiges, um das Spiel auf Dauer auf einem hohen Level zu halten. 5 Aufgabenkarten bzw. 25 Aufgaben sind viel zu wenig. (Für den Anfang wird sogar noch empfohlen, eine spezielle Karte wegzulassen, da diese schon schwierigere Aufgaben enthält.) Schnell wiederholt sich da einiges, auch wenn durch die Kombination mit vielen verschiedenen Zeilen natürlich immer eine andere Kombi entsteht. Trotzdem machen die 5 Karten nicht viel her. Vielleicht hätte man lieber 25 Karten machen sollen, dann hätte man den einen Schritt mit dem Würfel gelassen und nur eine Karte gezogen und dann die Zeile ausgewürfelt. Wenn man merkt, dass man zufällig öfter die gleiche Aufgabe erwürfelt hat, kann man natürlich auch einfach eine andere nehmen. Aber damit wäre ja eben der Schritt mit dem Aufgaben-Erwürfeln eh hinfällig.

Die Aufmachung ist sehr simpel und zurückhaltend. Man benötigt im Endeffekt auch nicht viel für dieses Spiel, eigentlich könnte man es sich rein theoretisch selbst mit einfachen Mitteln zusammenbasteln. Zum Beispiel sind die Notizblöcke überflüssig, ein Stück Papier reicht, und die Bewertungskarten kann man sich auch selbst basteln. Diesen Kritikpunkt erwähne ich nur im Hinblick auf den Preis von knapp 25 €, der für aufwändig gestaltete Brettspiele sicherlich völlig normal und gerechtfertigt ist, aber uns einstimmig zu hoch vorkam, auch wenn die Verpackung sicherlich sehr hochwertig wirkt.

Alles in Allem kann man mit diesem Spiel sicherlich einen sehr lustigen Spieleabend haben. Voraussetzung ist jedoch, dass man dazu auch die nötige Grundstimmung hat und die richtigen Mitspieler auswählt. Wenn jemand keine Lust hat, sein Gehirn anzustrengen, wird das nichts. Wenn jemand keinen Spaß am Umgang mit Sprache hat und nicht gerne kreativ ist, dann ist es ebenfalls ein Schuss in den Ofen. Für alle Anderen aber kann es sicherlich ein kreatives Spiel mit vielen Lachern sein.


Vielen Dank an "Blogg dein Buch" und den Moses-Verlag für dieses Textexemplar!

Mittwoch, 15. Oktober 2014

[Blogg dein Buch] Rezension: "Selection - Die Elite" von Kiera Cass (Hörbuch)

Daten zum Hörbuch:
erschienen am: 22. August 2014
Verlag: Goya libre
ISBN: 9783833733703
Gesamtspielzeit: 324 Minuten (4 CDs)
Sprecherin: Friederike Wolters
Preis: 19,99 €
HIER bestellbar!

Zum Inhalt:
America hat es geschafft! Sie darf als eines der letzten 6 Mädchen, der so genannten Elite, im Palast bleiben und weiterhin um Maxon kämpfen, für den sie mittlerweile tiefe Gefühle hegt. Dass Aspen nun im Palast als Wache arbeitet und auch noch für ihre Sicherheit zuständig ist, macht Americas Gefühlschaos nicht besser, im Gegenteil: Nach und nach kann er sich ihr Vertrauen zurückerobern, die alten Gefühle flammen wieder auf, und America ist hin- und hergerissen.

Während Aspen und Maxon gleichermaßen um Americas Liebe kämpfen, geschieht etwas Schreckliches, das America an Maxons Aufrichtigkeit zweifeln lässt. Außerdem häufen sich die Angriffe der Rebellen, die es nun auch auf die Elite abgesehen haben. Kann sich America wirklich ein Leben als Prinzessin vorstellen oder soll sie den Palast endlich verlassen?

Meine Meinung:
Auch dieses Hörbuch wird von der Buchhändlerin Friederike Wolters, Gewinnerin des Castings für die Sprecherin der America, gelesen. Fand ich sie in "Selection" noch etwas hölzern und langweilig, gefiel sie mir in der Fortsetzung um einiges besser. Sie betont mehr und verändert ihre Stimmlage bei unterschiedlichen Charakteren.

America ist nun nicht mehr das naive Mädchen der 5. Kaste, sondern eine selbstbewusste junge Frau. Ihr Gerechtigkeitssinn ist immer noch sehr stark ausgeprägt, aber die meiste Zeit zerbricht sie sich den Kopf über Aspen und Maxon, was teilweise schon etwas nerven kann. Auch wenn mich ihre Inkonsequenz - Mal macht sie mit Maxon herum, mal mit Aspen, wobei dieses "Herummachen" immer sehr züchtig bleibt. - gelangweilt hat, fand ich doch ihr Verhalten zu ihrer Familie und ihren Zofen sehr rührend.

Maxon ist in diesem Teil ziemlich undurchsichtig. Er hält sich von America fern, sucht dann wiederum ihre Nähe, flirtet aber auch intensiv mit den anderen Mädchen der Elite. Nicht nur America, sondern auch den Leser/Hörer verwirrt dieses Verhalten. Aspen ist zwar irgendwie ständig in Americas Nähe, aber auch wenn sich die beiden öfter heimlich treffen, bleibt er irgendwie farblos, und ich weiß nicht, was ich von ihm halten soll.

Ging es im 1. Teil vorrangig um das Casting, wird die Geschichte nun etwas politischer. Die Rebellen greifen öfter an, und ihre Beweggründe werden nun langsam auch mal hinterfragt. America zweifelt nicht nur am Kastensystem, sondern kommuniziert dies nun auch offen, was den Unmut des Königs heraufbeschwört. Die Sache mit Marlee (Ich will jetzt aber nicht spoilern.) zeigt deutlich, wie sehr auch Maxon die Hände gebunden sind, in das krankende System einzugreifen. Seine Beziehung zu seinem Vater, dem König, wird nun mehr thematisiert, und er enthüllt America ein Geheimnis, das den Prinzen in ganz neuem Licht dastehen lässt. Zudem erfahren wir mehr über Gregory Illéa, den Gründervater des Staates Illéa, den alle so sehr verehren, der aber nicht der war, der er zu sein schien. 

Überraschenderweise ist zwischen der Elite immer noch alles Friede, Freude, Eierkuchen. Mit Ausnahme der intriganten Celeste sind die Mädchen zwar einerseits scharf auf die Krone, andererseits gönnen sie sich ja gegenseitig sooo sehr den Sieg. Ich warte immer noch, dass endlich mal der Catfight beginnt...

Alles in Allem ist auch der 2. Teil von "Selection" kurzweilige Unterhaltung, die ich gerne angehört habe. Natürlich ist Americas Verhalten manchmal etwas naiv und unlogisch, aber ich halte mir immer vor Augen, dass dieses Buch vor allem junge Leser/innen ansprechen soll, und ich glaube, dass Teenager die Geschichte durchaus sehr ansprechend finden. Ich bin schon gespannt auf den 3. Teil und vor allem darauf, für wen sich America entscheiden wird.

4 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an "Blogg dein Buch" und Jumbo-Medien für dieses Rezensionsexemplar!

Montag, 13. Oktober 2014

Frankfurter Buchmesse

In diesen Tagen wird man von allen Seiten zugeschüttet mit Berichten über die Frankfurter Buchmesse - sorry, aber dieses Jahr darf ich auch mal mitmischen! ;-)

Eins vorweg: Ich wäre viel lieber unter der Woche gegangen, da ich bei meinem bislang ersten und einzigen Buchmesse-Besuch vor 3 Jahren am eigenen Leib spüren musste, dass samstags einfach nur die Hölle los ist. Leider ließ es meine Ausbildung nicht zu, da wir gerade Verwaltungsschule haben, da kann ich natürlich nicht einfach freinehmen. Und so beschloss ich dann doch, das Beste hoffend, mit einem Reisebus am Samstag auf die Messe zu fahren.

Irgendwie war das alles nicht so glücklich organisiert. Davon abgesehen, dass ich dank bevorstehender Klausuren keinen Nerv hatte, mich durch die unfassbar schlechte Buchmesse-Homepage zu klicken und mir deshalb nur ein ganz loses Programm zusammengestellt habe, war die Organisation der Busfahrt auch eine Katastrophe. Wenige Tage vor Abfahrt wurde uns nämlich lapidar von der Organisatorin mitgeteilt, dass wir hier in Würzburg nun doch erst um 9 Uhr abfahren würden. Ich dachte, ich muss jemanden töten! Von hier sind es noch über 100 km, und ich wollte eigentlich nur mitfahren, wenn wir auch um 9 Uhr, wenn sich die Pforten öffnen, in Frankfurt ankämen. Ich wäre sofort abgesprungen und selbst gefahren, aber leider war das Geld schon bezahlt... Dadurch fielen schonmal einige Sachen weg, die vor 11 Uhr stattfanden, was mich extrem gewurmt hat.

Letzten Endes betrat ich mit meiner Freundin, die mich begleitete und für die es das 1. Mal auf der FBM war, erst um 11.30 Uhr endlich die erste Messehalle. Der Andrang war natürlich erwartungsgemäß gigantisch, und wir waren erstmal total überfordert. Wir sind dann die Stände abgelaufen, merkten aber schnell, dass wir es in dem Tempo gar nicht schaffen, auch nur ansatzweise die Hallen zu sehen, die wir uns vorgenommen hatten. Zu Signierstunden haben wir es gar nicht geschafft, denn die Leute, die mich interessierten, waren hochbegehrt, und wenn man eh schon keine Zeit hat, stellt man sich nicht noch eine Stunde in die Schlange.

Zu Andrea Sawatzki wäre ich furchtbar gerne gegangen, aber die Schlange war mir viel zu lang. :-(

Trotzdem sind wir doch manchmal zur richtigen Zeit am richtigen Stand vorbeigekommen, und so habe ich u. a. von Nina Müller (Kuschelflosse), Jörg Hilbert (Ritter Rost) und Tom Lehel eine Autogrammkarte holen können. :-) Außerdem kam ich zufällig zu einer Signierstunde von Anna Gold, die anfangs erstmal ziemlich verloren dasaß. Ich glaube, ich war die Erste, die ein Autogramm abholte. Sie ist wirklich sehr nett gewesen, und ich hab ihr natürlich nicht gesagt, dass mir "Verpissimo!" so gar nicht gefallen hatte. Vielleicht bringt sie ja bald ein neues Buch heraus, ich würde ihr gerne eine 2. Chance geben.

Anna Gold

Und diesen Promi habe ich auch entdeckt: Costa Cordalis, der seine Biographie vorstellte. Und der zum Glück erst bestürmt wurde, nachdem ich in aller Ruhe Autogramm und Foto abgeholt habe. (Der Lemmingeffekt!)

Ich will ja nicht böse sein, aber so aus der Nähe hab ich ja
noch nie einen solch stark gebotoxten Menschen gesehen...
Wir hatten nichtmal ganz Halle 3 geschafft, da war es auch schon Zeit für das LovelyBooks-Treffen, das um 14 Uhr starten sollte. Dort angekommen, traf ich auf eine andere gute Freundin, die ich momentan nur selten sehe, weil sie in München wohnt. Mittlerweile war schon eine unüberschaubare Zahl von LovelyBookern anwesend, so dass ich total den Überblick verlor.


Wir holten uns dann erstmal unsere Goodie Bag ab, und schon, als ich in der Schlange stand und einen Blick in eine andere Bag erhaschen konnte, dachte ich ja, ich spinne! Und als ich dann meine eigene Bag in der Hand hielt, war ich echt platt. Ich hatte mit 2, 3 Büchern gerechnet, was ich bei 200 Goodie Bags sowieso schon extrem großzügig gefunden hätte. Aber was dann wirklich in jeder Tasche drin war, war der Wahnsinn:


6 Bücher, 1 Hörbuch, 2 Notizbüchlein, Lesezeichen, Postkarten, ein Stempel, ein Schlüsselband, die tolle Tasche an sich - Wahnsinn, oder?! Ich war echt baff. Habe den Inhalt auch gleich ausgepackt und fotografiert, denn alles habe ich gar nicht mitgenommen. Meine Begleiterin ist nämlich auch bei LB, hatte aber leider Pech und bekam keinen Gutschein. Und da ich finde, dass 7 Bücher & Co. megaviel sind und man daraus locker Goodie-Bags für alle hätte machen können, habe ich ihr 3 Bücher abgegeben, die so ihren Geschmack getroffen haben. Danach hatte ich immer noch 4 Bücher, und so waren wir wenigstens beide happy. ;-) (Hoffe ich zumindest.) Cupcakes gab es ja auch, aber ich habe lieber verzichtet, weil ich bei stundenlangem Herumlaufen durch die Messe nichts riskieren wollte (Sahnehäubchen + Laktoseintoleranz = evtl. ein kleines Problem). ;-)

Nach einem kurzen Pläuschen sind wir dann auch schon weiter. Ich fand das wirklich schade, hätte gerne ein paar Leute kennengelernt, aber ich habe mich erstmal mit meiner Münchner Freundin unterhalten wollen, und es waren so viele da, ich war eh überfordert, und wir hatten ja noch das böse Zeitproblem. Noch längst nicht hatten wir auch nur ansatzweise unser vorgenommenes Pensum geschafft.

Im Eiltempo ging es dann also noch durch Halle 4, den Rest von Halle 3, in den Finnland-Pavillion, und dann war die Zeit auch schon fast vorbei. :-( Schnell noch bei Tim Mälzer vorbeigeguckt, das einzige mir bekannte Highlight nach 17.30 Uhr, aber da war so viel los, dass ich nichts gesehen habe, außerdem standen da lauter affige Securityleute herum und haben einen herumgescheucht...

Ich hab eigentlich nur Köpfe gesehen, bei dem Foto hab ich die Kamera gaaaanz
weit nach oben gehalten.

Nachdem wir uns nochmal total verlaufen hatten auf dem Weg zum Busparkplatz, durften wir wegen einer vorgeschriebenen Ruhezeit des Busfahrers nach Schließung der Messe noch zwei geschlagene Stunden auf dem Parkplatz warten! Ich sag ja, absolute Fehlorganisation hoch 10!!!

Mit fiesen Schmerzen (Ich hatte eine Woche vorher - unverschuldet - einen Autounfall und davon ein leichtes Schleudertrauma abgekriegt, das sich nun leider wieder bemerkbar machte.) traten wir um 20.30 Uhr endlich den Rückweg an.

Fazit: Nächstes Jahr nehme ich mir Urlaub und komme definitiv zu den Fachbesuchertagen! Der Samstag ist echt übel mit den vielen Menschen, und alles an einem Tag abgrasen zu wollen, ist eigentlich kaum möglich. Ich möchte mir das nächste Mal richtig viel Zeit nehmen können, um mich an den Ständen genauer umsehen und Autorenlesungen besuchen zu können. Durch die schlechte Organisation der Busfahrt haben wir so viel wertvolle Zeit verloren (und unnötige abgesessen), dass meine Laune schon ziemlich im Keller war, als ich endlich auf dem Messegelände war. Total schade. Ich betrachte diesen Samstag als Generalprobe - nächstes Jahr mach ich's dann aber richtig!

Freitag, 10. Oktober 2014

Rezension: "Jetzt spricht Dylan Mint und Mr Dog hält die Klappe" von Brian Conaghan

Daten zum Buch: 
erschienen am: 25. August 2014
Verlag: Arche
ISBN: 9783716027134
320 Seiten
Preis: 19,99 €

Zum Inhalt:
Das Schicksal meint es wirklich nicht gut mit Dylan Mint. Als ob es für den 16jährigen nicht schon schlimm genug wäre, an Tourette zu leiden und auf eine Beklopptenschule gehen zu müssen, erfährt er auch noch durch Zufall, dass er in einem halben Jahr sterben wird.

Sofort macht sich Dylan daran, eine Liste der Dinge zu erstellen, die er unbedingt noch erledigen muss. Erstens: Für seinen allerbesten Freund Amir, einen autistischen Pakistani, einen neuen besten Kumpel finden. Zweitens: Seinen Vater nach Hause holen, der in einer supergeheimen Mission als Soldat in Afghanistan kämpft. Und drittens: Mit Michelle Malloy das erste Mal erleben, die trotz ADHS und Klumpfuß die heißeste Frau auf dieser Welt ist.

Doch da ist auch noch Mr. Dog, der in Dylans Brust wohnt und immer dann raus will, wenn der Moment extrem ungünstig ist...

Meine Meinung:
Mit Dylan Mint hat der Autor Brian Conaghan eine sehr liebenswerte Romanfigur erschaffen. Wir nehmen Anteil an Dylans Gefühlen und Gedanken und erleben alles aus seiner Sicht, was besonders wichtig ist bei dem ein oder anderen... nun ja, Geheimnis bzw. Missverständnis.

In diesem Buch wimmelt es nur so von schrägen Charakteren. Amir, Dylans bester Kumpel, hat nicht nur unter rassistischen Anfeindungen zu leiden, er ist außerdem Autist und zwar ein toller Freund für Dylan, aber irgendwie auch keine echte Hilfe. Michelle Malloy beschimpft Dylan als Spast, und es ist nur schwer vorstellbar, dass aus ihr und Dylan tatsächlich mal was werden könnte. Dylans Mum, die ihn quasi allein erzieht, ist sehr fürsorglich und liebevoll, aber verheimlicht ihrem Sohn auch zu viele Dinge, was nur zu unnötigen Missverständnissen und Problemen führt. Dazu gibt es eine Reihe weiterer interessanter Nebencharaktere, denn Dylan geht auf eine Schule für besondere Kinder, und alle haben ihr Päckchen zu tragen.

So sympathisch ich Dylan und Amir auch fand, so verwirrte mich doch deren Verhalten und Ausdrucksweise. Gerade Dylan leidet "nur" an Tourette und ist nicht geistig minderbemittelt oder unterentwickelt, dennoch redet er oft wie ein Kind, hat bei offensichtlichen Zusammenhängen eine sehr lange Leitung, und ich hatte beim Lesen stets das Gefühl, er und Amir seien erst 12, 13 Jahre alt und nicht schon 16. Auf der einen Seite werden inflationär oft Wörter wie "Schwanz" oder "ficken" verwendet, auf der anderen Seite sind die beiden so unschuldig, kindlich-naiv.

Mit dem Schreibstil bzw. Dylans Ausdrucksweise hatte ich gerade am Anfang echte Probleme. Er verwendet seinen eigenen Slang, und man könnte sich sagen, ok, er ist ein Teenager, und Teenager reden nunmal Jugendsprache. Und ich bin nunmal schon lange kein Teenager mehr und verstehe das ein oder andere vielleicht einfach nicht. Ich glaube aber kaum, dass die hier verwandte Jugendsprache authentisch ist. Es ist eher ein Mix aus Dylans eigenen Wort-Kreationen und vermutlich verunglückten Übersetzungen aus dem Englischen, über die ich oft gestolpert bin und die in meinen Ohren sehr seltsam klangen. Nur ein paar kurze Beispiele:
>>> Ich bin Pink Floyd erfreut., molto problemo, Da bin ich fast Koma gelaufen., Wowee-zowee, Doppelt Manometer!, Supersexyhexi, Coolio Daddio, blödie-blöde, mega-coca-cool, Verwirrt-dot-com <<<

Da Dylans Gedanken - vor allem wenn er gerade einen Tic hat - ziemlich durcheinander sind, trägt der Schreibstil nicht gerade zum besseren Verständnis bei, teilweise liest sich das Buch ziemlich hektisch und chaotisch.Vor allem die Dialoge und SMS-Unterhaltungen zwischen Dylan und Amir fand ich extrem anstrengend, und nicht immer habe ich verstanden, worum es jetzt eigentlich geht (Na ja, meistens darum, Michelle Malloy flachzulegen.). Stellenweise bin ich nur schleppend durch das Buch gekommen.

Auch wenn ich die Charaktere mochte, so fehlte mir ein bisschen der Bezug zu ihnen. Emotional hat mich die Geschichte nie so richtig gepackt, auch wenn ich z. B. Dylans Liebe zu seiner Mutter und seine unglaubliche Loyalität seinem besten Kumpel gegenüber toll fand.

Gut herausgearbeitet wurde meiner Meinung nach das Tourette-Syndrom. Ich habe bislang zwei Autobiographien von Betroffenen gelesen („Ficken sag ich selten“ von O. Blumberg & „Sechs Millionen Kekse im Jahr“ von J. Thom – beide kann ich sehr empfehlen!), und so weit ich das beurteilen kann, sind Dylans Symptome und sein Verhalten bei seinen Tics sehr realistisch und plastisch dargestellt. Der Autor leidet selbst an einer milden Form von Tourette und weiß vermutlich, wovon er schreibt.

Alles in Allem ist "Jetzt spricht Dylan Mint..." nette Unterhaltung mit außergewöhnlichen Charakteren, das mich jedoch nicht wirklich emotional erreichen konnte. Auch der ungewöhnliche, geradezu anstrengende Schreibstil hat das Lesevergnügen ziemlich beeinträchtigt.

3 von 5 Schreiberpaletten

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Frankfurter Buchmesse - Auch ich bin dabei!

Die letzten beiden Jahre habe ich wehmütig all die vielen "Juhu, ich gehe auf die Buchmesse!"-, "Juhu, ich bin auf der Buchmesse!"- und "Juhu, ich war auf der Buchmesse!"-Einträge auf anderen Blogs verfolgt. Ich war bislang nur einmal dort gewesen vor 3 Jahren, und jetzt als Bloggerin hatte ich mir vorgenommen, wieder einmal hinzugehen - am besten an den Fachbesuchertagen, wenn sich die Leute nicht tottreten.

Na ja, das mit den Fachbesuchertagen klappt leider nicht, da ich unter der Woche Verwaltungsschule mit Anwesenheitspflicht habe. :-( Aber immerhin klappt es, dass ich mit meiner Fast-Schwiegermutter und der Deutsch-Finnischen Gesellschaft (Fast-SchwieMu ist Finnin.) am Samstag hinfahre!

Zwei Dinge muss ich zugeben:

1. Ich komme mit der Homepage so gar nicht klar und weiß immer noch nicht so recht, wo ich alles hinsoll, weil ich total überfordert bin mit dem Programm. Auf jeden Fall werde ich zum LovelyBooks-Treffen gehen. Der Rest wird wohl eher spontan passieren. Deshalb werde ich auch keine Bücher zum Signieren mitnehmen, das ist mir auch ehrlich gesagt zu viel Geschleppe.

2.  Ein bisschen Bammel habe ich ja vor den ganzen Menschenmassen. Die haben mich schon vor 3 Jahren ziemlich gestresst, und mittlerweile kommen ja immer mehr und mehr Besucher. Mit 1,60 m Kampfgröße sieht da man da fast nur Köpfe und Schultern. Hoffentlich komme ich da überhaupt an die Stände hin. ;-)

Aus Neugier habe ich mich mal akkreditieren lassen. Ich dachte eigentlich, der Antrag wird sowieso abgelehnt, aber nach nichtmal 24 Stunden bekam ich schon meinen Presseausweis! Wow, ich darf mich also offiziell zur Presse zählen, super! Aber ich denke nicht, dass ich die damit verbundenen Vorteile am Samstag nutzen werde. Und für die Busfahrt musste ich sowieso einen Einheitspreis zahlen, so dass mir auch der freie Eintrittspreis nichts nutzt. Dohf! Aber jetzt weiß ich Bescheid für nächstes Jahr - da hab ich im Oktober keine Verwaltungsschule und hoffe, dass ich mir freinehmen und zu ein oder zwei Fachbesuchertagen gehen kann. Da bin ich letztes Jahr nicht hin, weil mir der Eintritt zu teuer war. Tja, hätte ich das mit der Akkreditierung da schon gewusst, ich Hein Blöd...

Aber jetzt erstmal am Samstag die Lage checken, ne? ;-) Bin schon echt aufgeregt!

Sonntag, 5. Oktober 2014

Neuzugänge

Da hat sich schon wieder übelst was angesammelt. Aber was erwartet ihr von mir? Zurückhaltung war noch nie meine Stärke...

Rezensionsexemplare


- Soraya Alekozei, "Sie konnten mich nicht töten. Als Afghanin im Einsatz für die Bundeswehr": Ich bewerbe mich selten auf Bücher bei Vorablesen.de, weil die meist ziemlich viele Krimis/Thriller haben. Aber diese Autobiographie fand ich doch sehr interessant und freue mich, dass es geklappt hat.

- Christiane V. Felscherinow & Sonja Vucovic, "Christiane F. - Mein zweites Leben":  Die "Fortsetzung" des sehr berühmten Jugendbuches "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Ich bin sehr gespannt, beim 3. Versuch hat es endlich geklappt, dass ich das Buch gewonnen habe. Es wird dazu eine Leserunde auf LovelyBooks stattfinden.

- Fanny Wagner & Carolin Birk, "Überwiegend fabelhaft": Der sicherlich würdige Nachfolger von "Garantiert wechselhaft". Hermien aka Fanny habe ich ja im Juni live in Wipfeld gesehen, nachdem ich schon zwei Leserunden mit ihr gemacht habe, und sie war so lieb und hat mir über den Verlag ein Rezensionsexemplar zukommen lassen. :-) Ich warte die Leserunde auf LB ab, denn das ist immer furchtbar lustig!

- Salla Simukka, "So rot wie Blut": Dieses Buch habe ich vom Arena-Verlag bekommen als Vorbereitung für den diesjährigen Bloggerworkshop, an dem ich glücklicherweise wieder teilnehmen darf. Die Autorin wird auch dabei sein, und ich freue mich schon sehr drauf! (Noch jemand dabei? Dann bitte mal kurz melden! :-))

- Brian Conaghan, "Jetzt spricht Dylan Mint und Mr. Dog hält die Klappe": Ein Jugendbuch, das ich gerade auf einer Leserunde auf LB lese. Ziemlich hektischer, chaotischer Schreibstil, grad hab ich noch keine eindeutige Meinung dazu. Hatte ich aber sofort auf die Wunschliste gepackt, als ich es zum 1. Mal gesehen habe, deshalb finde ich es natürlich super, dass ich dabei sein darf.

- Markus Morgenroth, "Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich! Die wahre Macht der Datensammler": Ein erschreckendes Buch über Datenschutz, das ich gerade in einer Leserunde auf LB lese.


Ertauscht

 
- David Safier, "28 Tage lang": Ich liebe Safiers Bücher, und hier hat er sich ja thematisch auf ganz neues Terrain begeben. Das Buch steht schon ewig auf meiner Wunschliste, jetzt habe ich es mir für 3 Tickets geholt.

- Sigrid Neudecker, "Madame ist willig, doch das Fleisch bleibt zäh. Wie ich in Paris kochen lernte, ohne dabei jemanden umzubringen": Klang irgendwie witzig, hab ich spontan am Tauschregal um die Ecke mitgenommen. (Muss man ja ausnutzen, wenn da mal was Gescheites drinsteht. ;-))

- Maja Nielsen, "Feldpost für Pauline": Darüber bin ich mal in der Jugendbuchabteilung des Hugendubels gestolpert. Für gerade mal 1 Ticket in super Zustand ertauscht. Ein echtes Schnäppchen!

- Hollis Seaman, "Einer da oben hasst mich": Ein Roman über einen krebskranken Jugendlichen im Sterbehospiz. Bestimmt harte Kost, aber hat mich sehr gereizt. Für 3 Tickets getauscht.


Gekauft


- Rick Riordan, "Percy Jackson. Im Bann des Zyklopen": Nicht, dass ich schon irgendeinen Percy Jackson-Band gelesen hätte (Nur die zwei Filme gesehen.), aber habe es fest geplant, und bei 1 € konnte ich echt nicht widerstehen, auch wenn das Buch schon etwas mitgenommen aussieht.

- Katharina Münk, "Denn sie wissen nicht, was wir tun. Was Chefs über ihre Sekretärinnen erfahren sollten": Klingt ganz nett, hab ich spontan beim Tedi für 1 € mitgenommen.

- Sineb El Masrar, "Muslim Girls. Wer wir sind, wie wir leben": Klingt auch sehr interessant, ich mag ja "Kulturbücher". Ebenfalls bei Tedi für 1 € gekauft.

- Ghada Abdelaal, "Ich will heiraten! Partnersuche auf Ägyptisch": Das Buch steht schon seit Jahren auf meiner Wunschliste, jetzt hab ich es mir endlich auf Booklooker gekauft.

- Tom Winter, "Unbekannt verzogen": Vor Ewigkeiten mal die Leserunde auf LB dazu gesehen, hatte noch im Hinterkopf, dass das Buch ganz gut sein soll. Auf dem Stadtfest gibt's immer einen großen Bücherflohmarkt für den guten Zweck, da hab ich das Buch gegen eine Spende mitgenommen.

- J. K. Rowling, "Ein plötzlicher Todesfall": Auch schon ewig im Hinterkopf, dass ich das mal lesen will. Im Buchantiquariat für 1,50 € spontan mitgenommen, ein echter Schnapper!

- Emma Donoghue, "Raum": Vor Jahren hatte ich da die Leseprobe in der Hand und wollte seitdem so gerne weiterlesen. Jetzt ist es mir auf dem Stadtfest in die Hände gefallen, so habe ich es spontan gegen Spende mitgenommen.


Rebuy-Bestellung


"Ich überleg, ob ich was bei Rebuy bestelle, brauchst du auch was?" So beginnen regelmäßig die gefährlichen Gespräche zwischen mir und meiner Freundin Agnes. Und da man der Freundin die Last der Versandkosten zur Hälfte abnehmen möchte, guckt man mal schnell, ob man nicht auch was findet. Diesmal war ich der böse Initiator, und so habe ich für insgesamt 4 Leute eine Großbestellung aufgegeben, bei der diese 8 Bücher für mich selbst abgefallen sind. Übrigens haben alle unter 1 € gekostet!

- Moritz Meschner, "Resteklicken. Ein Facebook-Roman": Da ich auch ein altes Facebook-Opfer bin, fand ich die Inhaltsangabe ganz amüsant.

- Eva Völler, "Leg dich nicht mit Mutti an": Stand schon Ewigkeiten auf meiner Liste.

- Hetty E. Verolme, "Wir Kinder von Bergen-Belsen": Schwere Kost, aber klingt sehr sehr spannend.

- Foline Ullrich, "Vertauschtes Leben. Meine Eltern sind gar nicht meine Eltern": Hatte ich auch schon länger im Auge. Zum 100. Mal: Ich lese furchtbar gerne solche Autobiographien.

- Holger Jenrich, "Das Gelbe vom Ei. Ein Überraschungsbuch": Fand ich irgendwie niedlich, ich sammle schon seit meiner Kindheit Ü-Eier-Figuren. Ich bin so ein Sammel-Wüterich, es ist unglaublich...

- Artlist Collection, "The Cat": Ich bin ja ein großer Hunde- und Katzenliebhaber. Das Hundebuch hab ich schon (Ebenfalls bei Rebuy für 99 Cent.), jetzt war noch das Katzenbuch fällig.

- Waris Dirie, "Schwarze Frau, weißes Land": Ich weiß zwar nicht, worüber Waris Dirie diesmal schreiben will, aber da ich all ihre anderen Bücher gelesen habe, muss das der Vollständigkeit halber auch auf meine Leseliste.

- "50 Klassiker: Religionen": Ich liebe diese "50 Klassiker"-Bücher. Bin mir nicht 100%ig sicher, ob ich den Band schon habe, aber bei 89 Cent kommt's da jetzt auch nicht mehr drauf an. ;-)


Alter Finne, hab ich gerade wirklich 25 (in Worten: FÜNFUNDZWANZIG!!!) Bücher im Neuzugänge-Thread gepostet?! Bin ich denn des Wahnsinns fette Beute?! 

*Kopf schüttelnd abgeh*