Sonntag, 29. November 2015

Rezension: "Thalam. Die Hüter der Erde" von Gabriele Ennemann

Daten zum Buch:
erschienen am: 28. September 2015
Verlag: Riverfield
ISBN: 9783952452325
336 Seiten
Preis: 19,90 € (HC)
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Zum Inhalt:
Der 15jährige Gidion lebt in Thalam und lässt sich auf der Schule für Schwertkampf ausbilden. Eines Nachts beobachtet er, wie die Lebensachse gestohlen wird, die seit Anbeginn der Zeit das Gleichgewicht des Planeten und der Menschheit aufrechterhält. Dies bedeutet nicht nur den Untergang der Menschheit, sondern auch die Zerstörung Thalams!

Als Gidion und sein Vater dem König Bericht erstatten, erfährt der 15jährige Junge, dass er zu der Avantgarde gehört. Diese vier Auserwählten sind dazu bestimmt, die Welten zu retten. Zusammen mit seinen neuen Gefährten Leona, Levinor und Dawn reist Gidion in die gefährliche Unten-Welt, um die Lebensachse aus den Händen des grausamen Jechube zu entreißen und somit die Erde und seine Heimat zu retten.

Meine Meinung:
"Thalam" ist der Debütroman von Gabriele Ennemann, der schon im Grundschulzeugnis zu viel Fantasie attestiert wurde. Mit Thalam hat sie eine ganz eigene Welt mit vielen neuen Wesen erschaffen.

Hauptfigur ist der 15jährige Gidion, der von seinem Pflegevater erfährt, dass er zu der vierköpfigen Avantgarde gehört, die die Lebensachse beschützen soll. Die Geschichte wird teilweise aus Gidions Sicht (Ich-Perspektive) erzählt, teilweise aus der Sicht anderer Figuren.

Durch die verschiedenen Charaktere in unterschiedlichen Altersklassen findet vielleicht jeder Leser eine Figur, mit der er sich verbunden fühlen kann. Neben Gidion besteht die Avantgarde aus der hitzköpfigen 14jährige Leona, dem Prinzen Levinor und der mütterlichen Dawn (beide Anfang/Mitte 20). Daneben gibt es natürlich noch zahlreiche weitere Charaktere wie Gidions liebevollen Vater Mundus, den bösen Gegenspieler Jechube oder die listige Schlangenfrau Rajah. 

Der Mittelteil war etwas langatmig und hätte für meinen Geschmack etwas mehr Action vertragen können. Die Avantgarde reiten durch die Unten-Welt, während Jechube und Rajah ebenfalls irgendwo in der Unten-Welt herumirren. Es passiert nicht wirklich viel, und man hätte den Auserwählten vielleicht mehr Steine in den Weg legen können. Während die vier Hüter absolut harmonisch miteinander agieren, wird bei Jechube und Rajah viel gekeift und gezankt. Der Showdown ist dann wiederum etwas schnell und kurz. Dazu kann ich aber kaum etwas verraten, ohne zu spoilern. Auf jeden Fall denke ich, man hätte mehr Gefahren und Kämpfe einbauen können.

Hier muss man allerdings zu Gute halten, dass das Buch ab 10 Jahren empfohlen wird. Dies kann ich auf jeden Fall bedenkenlos unterstreichen. Dieser Fantasyroman kommt mit sehr wenig Gewalt und Blut aus. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten mit eher kurzen Sätzen. Dadurch ist das Buch flott zu lesen und für die Zielgruppe bestens geeignet. Auch sind die Charaktere ziemlich schwarz-weiß gezeichnet. Es gibt die Guten und die Bösen, aber kaum umstrittene Persönlichkeiten (evtl. noch der Wichtel, der für Jechube spioniert, an sich aber nicht bösartig ist).

Die Geschichte ist abgeschlossen, lässt aber durchaus Luft für eine Fortsetzung. Vielleicht verschlägt es Gidion ja dann auf die Erde, und wir erfahren etwas mehr über seine Familie, Thalam und die anderen Welten.

Alles in allem ist "Thalam" ein schöner Fantasyroman für junge Leser und ein gelungenes Debüt einer Autorin, von der man in Zukunft hoffentlich noch mehr lesen wird.

4 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an Gabriele Ennemann und den Riverfield-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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