Donnerstag, 28. Mai 2015

Rezension: "Die sechste Farbe des Glücks" von Johanna Wasser

Daten zum Buch:
erschienen am: ? 2015
Verlag: Petit Coeur Verlag
ISBN: 9783981651522
313 Seiten
Preis: 9,99 € (TB)
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Zum Inhalt:
Als Teenager flüchtete sich Isabell immer wieder in das von ihr erfundene Rainbowland. Als Jugendroman wurde die Geschichte um die Elfe Violett und den sensiblen Jungen Luca zum Bestseller und Isabell zur gefeierten Autorin.

Doch heute, 16 Jahre später, leidet Isabell unter einer Schreibblockade. Und das, wo der Verlag immer mehr darauf drängt, die geplante Rainbowland-Trilogie so bald wie möglich zum Ende zu führen. Deshalb hat er sich eine besondere Aktion einfallen lassen: Sechs junge Buchbloggerinnen sollen eine Woche bei der menschenscheuen Autorin verbringen.

Dabei lernt Isabell die junge Bloggerin Sara kennen, die sie nicht nur an ihre Protagonistin Violett erinnert, sondern auch eine magische Anziehungskraft auf sie ausübt. Zur gleichen Zeit verliebt sich Isabell in den charmanten Alex. Dabei hatte sie den Glauben an die Liebe schon längst verloren.

Meine Meinung:
Der Roman „Die sechste Farbe des Glücks“ dreht sich um die Autorin Isabell und die 16jährige Buchbloggerin Sara, deren Leben sich kreuzen und die daraufhin schnell eine intensive Freundschaft miteinander verbindet. Die Geschichte wird abwechselnd aus Isabells (1. Person) und Saras Perspektive (3. Person) erzählt.

Die Protagonistinnen sind sehr liebevoll und detailliert gezeichnet, und auch Isabells Rainbowland ist gut durchdacht. Durch die Ich-Perspektive bei Isabell erfährt man so einiges über die Autorin und ihr Innenleben, wenngleich vieles erstmal offen bleibt bzw. nur angedeutet wird. Ich konnte zu Isabell jedoch leider keinen Bezug herstellen, kann aber nicht sagen, woran das lag. Sara war mir da schon eher sympathisch, aber auch hier gelang es mir nicht, eine Beziehung aufzubauen.

Ich muss zugeben, dass ich mich lange Zeit doch ziemlich gelangweilt habe. Man bekommt nur Erinnerungsfetzen und Andeutungen bei Isabell hingeworfen, und das hat mich etwas genervt. Es passiert eigentlich nichts, außer dass sie die Liebe ihres Lebens kennenlernt, aber mit Alex wiederum ging mir alles viel zu schnell. Der Besuch der Bloggerinnen ist auch sehr unspektakulär. Und wieso Isabell so ein starkes Band zu Sara entwickelt, war mir auch erstmal unbegreiflich und mutete etwas seltsam an. Zumindest dies wird später verständlich.

Die Liebesgeschichte um Sara und Mo wiederum war auch nicht sonderlich spannend. Mit gutem Willen könnte ich also die ersten zwei Drittel des Buches als leise und unaufdringlich bezeichnen. Wenn ich böse wäre, würde ich sie einfach als langweilig bezeichnen.

Die Autorin hat es dann für mich persönlich im letzten Drittel wieder rausgerissen. Hier werden Geheimnisse gelüftet, Andeutungen endlich weiter ausgeführt, die Geschichte hinter Rainbowland wird endlich deutlicher, und die Story gewinnt an Fahrt. Zum ersten Mal wurde ich dann auch emotional von dem Buch mitgerissen, wenngleich es ganz schön kitschig wurde, aber irgendwie gefiel mir das. Auch wenn ich bis zum Schluss keine Beziehung zu Isabell oder Sara aufbauen konnte, hab ich hier doch ein paar Tränchen verdrückt.

Der Schreibstil ist ganz gut, aber auch Geschmackssache. Ich hatte den Eindruck, dass die Autorin gerade bei Beschreibungen oder auch emotionalen Szenen gerne poetisch wird. Ich denke, das könnte vielen Lesern gefallen, ich bin aber leider gerenell nicht so der Poesie-Fan. Gerade am Anfang bin ich doch ab und an über Formulierungen gestolpert, die für mich etwas holprig bzw. zu gewollt klangen. Zudem habe ich gerade im letzten Teil des Buches öfter Fehler gefunden. Es wäre sicherlich nicht verkehrt, wenn hier nochmal jemand über das Skript schaut und die gröbsten Schnitzer verbessert; auch die Kommasetzung ist in diesem Buch etwas eigenwillig.

Alles in Allem hatte ich ein bisschen mehr von der Geschichte erwartet. Erst im letzten Drittel konnte es die Autorin für mich wieder rausreißen. Auch wenn ich mich ehrlich gesagt am Anfang ziemlich gelangweilt habe, bin ich mir sicher, dass es viele Leserinnen geben wird, die das Buch von Anfang an ganz bezaubernd finden. Man merkt die Liebe der Autorin zu ihren Figuren und deren Geschichte einfach an, und das fand ich sehr sympathisch. Ich denke aber, dass Johanna Wasser noch viel mehr Potential hat und freue mich schon auf ihre nächsten Buchprojekte.

3,5 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an "Blogg dein Buch" und Johanna Wasser für dieses Rezensionsexemplar im Rahmen der Lovely Selfies-Aktion!

P.S.: Das Buch gibt es gerade als eBook für unglaubliche 99 Cent! Da kann ich nur sagen: Zuschlagen!

Montag, 25. Mai 2015

Rezension: "Wie ein Esel mit Holz" von Heike Trojnar

Daten zum Buch:
erschienen am: 12. Februar 2015
Verlag: tredition GmbH
ISBN: 9783732318728
271 Seiten
Preis: 14,80 €
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Zum Inhalt:
Die fünfjährige Kyra wächst Ende der 1950er Jahre in einem kleinen Dorf in Zentralmakedonien auf. Die Familie ist arm und lebt von der Hand im Mund. Der harte Alltag wird noch zusätzlich erschwert durch den tyrannischen Familienvater, der zu viel trinkt und gewalttätig ist.

Als junge Erwachsene entflieht Kyra dem Elternhaus und versucht ihr Glück als Gastarbeiterin in Deutschland. Dort verliebt sie sich in einen deutschen Arbeitskollegen, von dem sie schwanger wird. Doch auch in der Liebe scheint ihr kein Glück beschieden... 

Meine Meinung:
„Wie ein Esel mit Holz“ erzählt die Lebensgeschichte der Kyra Anassaros (später: Kyra Tsiounkolou) von ihrem fünften Lebensjahr an bis zu ihren Erlebnissen als junge Frau, die als Gastarbeiterin nach Deutschland kommt. Man erfährt viel über das harte Leben auf dem Land, das Kyra und ihrer Familie alles abverlangt. Schon als kleine Kinder müssen sie und ihre Geschwister die Mutter wochenlang als Erntehelfer begleiten und schwere körperliche Arbeiten verrichten, wodurch sie auch oft den Schulunterricht versäumen. Neben dem ohnehin harten Leben leidet die Familie unter dem herrschsüchtigen Vater. Auch später in Deutschland hat Kyra wenig Glück.

Es handelt sich um einen biographischen Roman, den Heike Trojnar aus Erzählungen der Protagonistin rekonstruiert hat. Dies war auch ausschlaggebend für mich, dieses Buch lesen zu wollen, da ich sehr gerne Biographien lese und auch ein gewisses Interesse an der griechischen Kultur habe. Ich hätte mir im Buch gerne, z. B. in einem Vorwort, Informationen dazu gewünscht, wann die Autorin in welchem Zusammenhang mit der echten Kyra Tsiounkolou zusammengetroffen ist. Auch das Nachwort, in dem auf einer halben Seite kurz zusammengefasst wird, wo Kyra, ihre Geschwister und Kinder heute leben, hätte ich gerne ausführlicher gehabt. Die Geschichte endet irgendwann in den 70ern oder 80ern, und mich hätte Kyras weitere Lebensweg doch sehr interessiert.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, stellenweise eher einfach gehalten, aber auch mit Liebe zum Detail gerade in den Beschreibungen von Orten. Man kann sich die griechische Landschaft wirklich gut vorstellen. Auch die verschiedenen Charaktere werden ausführlich vorgestellt, allen voran natürlich Kyra. Ich kann nicht behaupten, dass ich eine richtige Beziehung zu ihr aufbauen konnte oder sie mir sehr sympathisch war, aber sie ist schon eine interessante und starke Persönlichkeit.

Negativ ins Auge gefallen sind mir jedoch die zahlreichen Fehler im Buch. Viele Tipp-, aber auch Grammatik- und Satzzeichenfehler (v.a. bei der wörtlichen Rede) haben bei mir den Lesespaß etwas getrübt. Mir ist klar, dass sich nicht jeder Autor bzw. kleine Verlag ein teures Lektorat leisten kann, aber es würde sicherlich schon helfen, hier einen aufmerksamen Leser nochmal drüberschauen zu lassen, um wenigstens die gröbsten Schnitzer auszumerzen.

„Wie ein Esel mit Holz“ ist eine kurzweilige Biographie über eine interessante Persönlichkeit, in der man viel über die griechische Kultur und das Leben erfährt.

4 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an Heike Trojnar und den tredition-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Freitag, 22. Mai 2015

Rezension: "Dat Leben is kein Trallafitti. Der Fenster-Rentner erklärt die Welt" von Otto Redenkämper

Daten zum Buch:
erschienen am: 25. September 2014
Verlag: Fischer Taschenbuch
ISBN: 9783596030866
208 Seiten
Preis: 8,99 € (TB)
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Zum Inhalt:
So kann's gehen: Kaum hat Otto Redenkämper, ein echter Ruhrpottler aus Gelsenkirchen-Buer, gerade mal 40 Jahre auf der Zeche malocht, da isser auch schon Rentner. Und jetzt?

Der leidenschaftliche Schalke-Fan richtet sich seinen neuen „Arbeitsplatz“ am Fenster ein und mischt sich fortan in Dinge ein, die ihn nicht unbedingt etwas angehen. Und wenn er nicht gerade am Fenster sitzt, raubt er seiner geliebten Frau Wilma die letzten Nerven oder hängt mit seinen Kumpels in Jupps Kiosk ab. Dass diesem wegen einer ungeheuren Mieterhöhung die Schließung droht, kann Otto nicht so einfach hinnehmen! Also krempelt er die Ärmel hoch und sammelt nochmal alle Lebenssäfte, um Jupp aus der Klemme zu helfen.

Meine Meinung:
Allein der Titel lässt erahnen, dass es sich hier um ein humorvolles Buch handelt, bei dem es nicht so sehr um die Geschichte an sich geht, sondern um den Spaß dabei. „Dat Leben is kein Trallafitti“ entstand aus dem Blog „Ottos Revier“, der im Juli 2010 online ging. In diesem Band versammeln sich zahlreiche Kurzgeschichten, die allerdings einen roten Faden haben und miteinander verbunden sind.

Otto ist auf jeden Fall ein sympathischer Zeitgenosse. Das Herz am rechten Fleck, stolpert er von Abenteuer zu Abenteuer. An Ottos Seite gibt es noch Ehefrau Wilma, die hier auch eindeutig eine große Sympathieträgerin ist. Egal, was ihr Otto auch anstellt, Wilma verzeiht ihm einfach alles. Dann gibt es noch Ottos beste Freunde Erwin und Jupp, die auch für jede Menge Wirbel und flotte Sprüche sorgen, sowie zahlreiche Nebenfiguren. Echte Bösewichte gibt’s in der Welt der rüstigen Rentner nicht, selbst dem fiesen Bocksprung-Blag erteilt Otto im wohlverdienten Happy End die Absolution.

Der Schreibstil ist sehr locker und einfach gehalten, so dass man richtig flott durch das mit 200 Seiten ohnehin nicht sehr dicke Buch flutscht. Selbstverständlich steht hier der rheinländische Humor im Mittelpunkt. Der Ruhrpott-Dialekt ist stets präsent, aber nicht so stark ausgeprägt, dass man als Nicht-Ruhrpottler Verständnisprobleme hat. Nur ab und zu kannte ich ein Wort nicht, aber generell mochte ich den Dialekt und vor allem die vielen schönen Wörter, die ich dank Otto und Konsorten erlernen durfte. Sonst hätte mich ja auch der Titel nicht so sehr angesprochen - „Trallafitti“ ist zur Zeit mein Lieblingswort.

Otto Redenkämper ist, wie ich schätze, eine Kunstfigur. Ob sich dahinter wirklich ein „Fenster-Rentner“ versteckt oder z. B. ein junger Mann (oder gar eine Frau?), bleibt wohl offen, aber die Illusion ist absolut gelungen. Und egal, ob es Otto nun wirklich gibt oder nicht, er hat sich in die Herzen seiner Leser geschlichen. Ob als Kioskvertretung, die großes Chaos anrichtet, als unfreiwilliger Springbock für unverschämte Blagen oder Müllschlucker im Schwimmbad – mit diesem alten Herrn wird einem sicherlich nicht langweilig.

Ich denke, man hat noch viel mehr Spaß mit dem Buch, wenn man selbst aus dem Ruhrpott kommt bzw. einen Bezug dazu hat und wenn man Schalke-Fan ist. Beides trifft leider nicht auf mich zu, es war jetzt nicht so, dass ich mir während des Lesens den Bauch vor lauter Lachen halten musste. Aber amüsant und unterhaltsam war es auf jeden Fall und konnte mir den ein oder anderen Schmunzler entlocken.

4 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an den Fischer-Verlag für dieses Rezensionsexemplar und an Otto Redenkämper für die launige Betreuung der Leserunde!

Dienstag, 19. Mai 2015

Getagged: Liebster-Award

Die liebe Agnes aka "Lesemaus im Schafspelz" hat mich für den Liebster-Award getaggt, und ich habe ihr versprochen, dass ich auch mitmache. ;-)

Die Regeln sind folgendermaßen:

1. Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
2. Beantworte die 11 Fragen, die dir vom Blogger, der dich getaggt hat, gestellt werden.
3. Nominiere weitere 11 Blogger mit weniger als 200 Lesern.
4. Stelle 11 Fragen an deine Nominierten. Informiere deine Nominierten über deinen Post.


Hier sind also Agnes' Fragen sowie meine Antworten:

1. Du hast von deiner Lieblingsreihe jeden Band in deinem Regal stehen. Da ändert der Verlag plötzlich mit dem neuen Teil die Aufmachung - was machst du?
Hach ja, das ist ja immer gerne ein Aufreger für viele. :-D Ist mir zum Glück noch nie passiert, aber das verstehe ich natürlich. Ich würde mich ziemlich ärgern, aber ich würde zähneknirschend die unterschiedlichen Bücher ins Regal stellen, da ich es nicht einsehe, nochmal alles neu zu kaufen (falls die vorherigen Bücher angepasst werden). Das ist doch alles nur Geldmacherei. Falls ich die alten Bücher mal irgendwo sehr billig kriegen kann, würde ich sie mir holen und die anderen halt wegtauschen oder so. Das hätte aber keine Priorität.

2. Das Haus brennt! Du hast nur noch Zeit, eine Handvoll Bücher zu retten - welche sind das und warum?
Also ich gehe jetzt mal stark davon aus, dass ich vorher schon alles Andere gerettet habe, was mir noch so wichtig ist. Denn ich bin zwar ein Büchernarr, aber es gibt dann doch noch andere Dinge, die evtl. wichtiger sind, v. a. unwiederbringliche Erinnerungen. Ob ich in meiner Panik da noch groß selektiere, weiß ich nicht. Aber ich tendiere stark zu meinen signierten Exemplaren, da ich die ja nicht genau so nachkaufen kann. Seltene, wertvolle Bücher hab ich aber (noch) nicht.
Derzeit würde ich auch noch auf jeden Fall meine Gesetzessammlung für die Ausbildung retten, da die für meine Abschlussprüfung überlebenswichtig ist und man die zwar nachkaufen kann, aber sehr wichtig sind ja die ganzen Kommentierungen, die man sich im Laufe der Lehrgänge reingeschrieben hat. Allein damit hätte ich schon die Arme voll...

3. Du hast ein Lieblingsbuch ausgeliehen und bekommst es zurück - offensichtlich hat es einen Ausflug ins Schwimmbad gemacht... Wie reagierst du?
Ich bin natürlich extrem angefressen! Mag sein, dass nicht jeder findet, man muss mit Büchern vorsichtig umgehen, aber das können die dann gerne bei ihren eigenen Büchern machen, nicht mit fremden, denn das Eigentum von Anderen muss man respektieren. Ich würde auf jeden Fall fragen, wie das sein kann, und ich erwarte Minimum eine Entschuldigung, eigentlich sogar das Angebot, das Buch zu ersetzen. 
Ist der Ausleihende nicht angemessen zerknirscht oder einsichtig, werde ich ihm auf gar keinen Fall mehr ein Buch ausleihen!

4. Dein Mann/Freund/Partner hat dir schon angedroht, auszuziehen, wenn du noch mehr Bücher anschleppst. Nun gab es aber diesen tollen Flohmarkt - wie bringst du es ihm schonend bei, dass es ein paar neue Exemplare in eurer Wohnung geben wird?
Ähm, das ist eigentlich Standard bei mir und meinem Freund. ;-) Allerdings droht er nicht, dass ER auszieht, sondern dass meine Bücher ein kleines Freudenfeuer erleben werden. Wenn ich einen Haufen neuer Bücher anschleppe, gebe ich mich angemessen zerknirscht und reuig und preise ihm an, wie günstig sie waren und dass ich da einfach zuschlagen MUSSTE. Er ist immer lieb genug, dass er das versteht und nur genervt seufzt. Wenn's ganz schlimm kommt, baut er mir vor lauter Wut noch ein Bücherregal. :-D

5. Du hast um des lieben Hausfriedens alle deine Bücher vom SuB weggelesen. Es war "harte Arbeit", aber es ist vollbracht - aber was nun?
Neue Bücher anschaffen, ganz klar! Falls dafür die Rente reicht, denn bis ich mal meinen SuB weghabe, bin ich schon locker 80...

6. Du hast Geburtstag, und da alle deine Freunde von deinem verschwundenen SuB wissen, meinen sie es gut und du bekommst Berge von Büchergutscheinen - was wandert nun ganz schnell neu in dein Bücherregal - und warum? ;-)
Frag doch sowas nicht. Ich habe eine ellenlange Wunschliste. Und die Gründe, weshalb ich welches Buch lesen möchte, sind vielfältig. Auf jeden Fall muss mich da wohl der Klappentext angesprochen haben, denn ich bin niemand, der allein nach dem Cover kauft.
 
7. Als besondere Überraschung möchten sie eine Wohnzimmerlesung organisieren - über welchen Autor freust du dich da besonders und warum?
Puh, schwierig. Es gibt schon Autoren, von denen ich so ziemlich jedes Buch lese, aber es ist nicht so, dass es für mich DEN EINEN/DIE EINE gibt. Ich würde mich über jeden Autor freuen, den ich gerne lese.

8. Dein Spezialgast ist so begeistert von dir, dass er dich spontan einlädt, bei seinem nächsten Projekt mitzuwirken und eine Kurzgeschichte beizusteuern - bekommst du das hin? Schreibst du selbst?
Puh, ich sehe mich ehrlich gesagt nicht als Autorin und hatte auch noch nie den Ehrgeiz dazu. Ich würde es wohl versuchen, aber ihn schon vorwarnen, dass er sich nicht zu viel erhoffen soll.

9. Welchen Ort möchtest du unbedingt bereisen, inspiriert durch welches Buch?
Hogwarts! Und noch viele viele andere Orte, sogar welche, die in Echt existieren. ;-) Aber es gibt kein absolutes Wunschziel gerade.

10. Und was willst du deiner Lieblingsfigur dort sagen, was sie fragen?
Bei dieser Frage muss ich passen, ich bin nicht so der Typ, der sich überlegt, was er irgendwelche fiktive Figuren fragen möchte. ;-)

11. Du musst dich für ein Genre entscheiden, das du als einziges für ein Jahr lesen darfst - welches wählst du?
Super, die Frage ist ja mal gar nicht fies. Ich denke, ich würde mich für Autobiographien entscheiden, da ich diese nicht nur sehr gerne lese, sondern durch sie auch immer viel lernen kann. Ich fände es zwar etwas eintönig, immer das gleiche Genre zu lesen, aber auf dieses möchte ich am allerwenigsten verzichten.


So, wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich immer zu faul zum Taggen und Fragen-Ausdenken bin. Deshalb lasse ich die Schritte 3 und 4 aus. Man möge mir verzeihen. Aber wer möchte, kann sich ja gerne die Fragen von Agnes schnappen und eigenständig weitermachen. :-)

Sonntag, 17. Mai 2015

Rezension: "Die Widerspenstigkeit des Glücks" von Gabrielle Zevin

Daten zum Buch:
erschienen am: 11. Mai 2015
Verlag: Diana Verlag
ISBN: 9783453358621
287 Seiten
Preis: 12,99 € (Softcover)
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Zum Inhalt:
A. J. Fikry betreibt einen kleinen Buchladen auf Alice Island. Er ist eigenbrötlerisch, arrogant und vergreift sich gerne im Ton. Nicht nur die neue Verlagsvertreterin Amelia bekommt seine Launen zu spüren. Seit dem Tod seiner Frau Nic hat er jeglichen Lebensmut verloren und ertränkt seinen Frust im Alkohol.

Doch dann wird er plötzlich aus seiner Lethargie gerissen. Zuerst wird ihm eine äußerst wertvolle Erstausgabe gestohlen, und dann findet er zu allem Überfluss auch noch die zweijährige Maya in seinem Laden. Deren Mutter, eine arme College-Studentin, wusste keinen Ausweg mehr und hat sich, nachdem sie Maya in A. J.s Laden mit einer Notiz zurückließ, ertränkt.

Obwohl ein Kleinkind das Letzte ist, was A. J. gebrauchen kann, fühlt er sich für die Kleine verantwortlich. Und so wird sein Leben von heute auf morgen völlig auf den Kopf gestellt.

Meine Meinung:
Die Figuren waren mir mehr oder weniger sympathisch. A. J. ist ein schwieriger Zeitgenosse, der eigentlich ein liebevoller Mensch ist, aber auch ganz schön arrogant und eklig sein kann. Er macht eine sehr starke Wandlung im Laufe der Geschichte durch, was vor allem an Maya liegt. Alles in Allem kann man ihn wohl als liebenswerten, aber anstrengenden Kauz bezeichnen. Maya ist ein intelligentes, waches Kind, das die Liebe zur Literatur von ihrem Adoptivvater „geerbt“ hat. Die Verlagsvertreterin Amy war mir eigentlich am sympathischsten, da sie bodenständig und liebevoll ist und einen guten Gegenpol zu A. J. bildet. Weitere wichtige Nebenfiguren sind der Polizist Lambiase, den ich persönlich neben Amy am meisten mochte, sowie A. J.s Schwägerin Ismay und deren Ehemann Daniel. Da das Buch öfter die Perspektiven wechselt, lernen wir diese Figuren nach und nach besser kennen.

Die Story schreitet schnell voran und macht Zeitsprünge. Sie umfasst circa 14 Jahre, beginnend in Mayas zweitem Lebensjahr. Dadurch fehlte mir manchmal die Tiefe. So hatte ich anfangs aufgrund des Klappentextes noch gedacht, dass es hier um die Annäherung zwischen A. J. und der kleinen Maya geht und war doch ziemlich überrascht, dass diese Begegnung recht oberflächlich und flott abgehandelt wurde und A. J. Maya sofort als Kind annimmt.

Der Roman liest sich dank des angenehmen Schreibstils und auch der recht großen Schrift sehr schnell. Jedem Kapitel geht ein kurzer Text voraus, in dem A. J. Maya etwas über eine seiner Lieblingskurzgeschichten erzählt, wobei hier manchmal Anspielungen auf ein folgendes Ereignis, also kleine Spoiler zu finden sind.

Obwohl die Geschichte hochemotional ist bzw. sein könnte, ist der Schreibstil eher sachlich und nüchtern, was natürlich gut zum Protagonisten passt. Dem Leser bleibt also selbst überlassen, wie emotional er an dieses Buch herangehen möchte, denn eigentlich bietet sich hier eine breite Gefühlspalette. Es geht um Liebe, Einsamkeit, Verzweiflung, Trauer, Loslassen und Neubeginn. All diese Themen werden unsentimental und unkitschig behandelt, was jedoch für mich persönlich zur Folge hatte, dass ich die Entwicklung der Geschichte und der Charaktere zwar spannend fand, aber keinen direkten Draht zu den Figuren bekam. Es hat mich eigentlich keine Begebenheit wirklich berühren können.

Ein weiteres großes Thema ist die Literatur und die Liebe zu Büchern. Es wird viel darüber philosophiert, und für Liebhaber der englischsprachigen Literatur finden sich noch zahlreiche Lesetipps. Ganz klar an dieser Stelle eine Leseempfehlung für absolute Büchernarren!

Der ganze Plot sowie das Ende waren teilweise vorhersehbar, aber auch teils (für mich zumindest) überraschend, so dass mich das Buch die meiste Zeit fesseln konnte und ich es gerne gelesen habe. Alles in Allem ist „Die Widerspenstigkeit des Glücks“ ein kurzweiliger, solider Roman mit interessanten Charakteren, der für diejenigen Leser, die sich auf den etwas nüchternen Erzählstil einlassen, eine Achterbahnfahrt der Emotionen bieten kann. 

4 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an das Bloggerportal von Randomhouse für dieses Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 14. Mai 2015

Rezension: "Die große weite Welt der Mimi Balu" von Kati Naumann

Daten zum Buch:
erschienen am: 1. April 2015
Verlag: Knaur
ISBN: 9783426516812
304 Seiten
Preis: 8,99 € (TB)
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Zum Inhalt:
Eigentlich heißt sie Michaela Balutzke und kommt aus dem beschaulichen Limbach-Oberfrohna. Eigentlich hätte sie die Traditionsbäckerei ihres Vaters übernehmen und hinter der Ladentheke versauern sollen. Doch Mimi Balu hat andere Pläne! Seit 20 Jahren lebt sie nun schon in London und versucht ihr Glück als Künstlerin. Doch der Erfolg bleibt aus, und die mittlerweile 40jährige Mimi ist auf die Finanzspritzen ihrer geliebten Oma Trude angewiesen.

Als sie sich bei einem Besuch in Limbach-Oberfrohna wieder mal Vorwürfe von ihrer Familie anhören muss, erzählt sie einfach, sie habe bald einen großen Auftritt mit ihrer Band. Den will ihre rüstige Oma Trude auf gar keinen Fall verpassen und setzt sich kurzerhand selbst ins Flugzeug nach London!

Doch der große Auftritt entpuppt sich als Vorgeplänkel für eine andere Band in einem kleinen Club mit mäßig interessiertem Publikum. Dabei soll Oma Trude doch nicht merken, dass ihr in Mimis Karriere investiertes Geld nicht auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Mimi muss sich schleunigst etwas einfallen lassen...

Meine Meinung:
„Die große weite Welt der Mimi Balu“ besteht hauptsächlich aus Mimis geliebter Wahlheimat London, wo sie sich mehr schlecht als recht und nur dank Oma Trudes Geld über Wasser halten kann, sowie aus ihrem sächsischen Geburtsort Limbach-Oberfrohna. Diese beiden so unterschiedlichen Welten kreuzen sich hierbei sowohl bei einem Besuch von Oma Trude in London als auch bei Mimis Rückkehr in ihre Heimat.

Kati Naumann weiß, wovon sie schreibt, denn sie pendelt selbst zwischen London und Sachsen. Jedem Kapitel geht ein Vergleich zwischen den Einwohnern Londons und Limbach-Oberfrohnas voran, wobei ich das Gefühl hatte, dass die Limbacher hier meist schlechter wegkamen. Dies passt aber auch gut zu Mimis Grundeinstellung, die in London nur das Gute sieht und sich dafür an ihrer Heimatstadt an allem zu stören scheint.

Auf der einen Seite war Mimi mir ziemlich sympathisch. Sie ist ein sehr enthusiastischer, fleißiger, gutmütiger Mensch, der in allem etwas Positives sieht und sich von Rückschlägen nicht entmutigen lässt. Auf der anderen Seite ist sie aber auch sehr naiv, ziemlich selbstzentriert und lebt mit 40 Jahren immer noch größtenteils vom Geld ihrer Oma in einer Stadt, die sie sich sonst niemals leisten könnte, und lässt sich von ihr 100.000 Ausbildungen bezahlen. Sie kehrt nur selten und ungern in ihr Heimatdorf zurück, da sie ihre Familie und die Einwohner von Limbach-Oberfrohna für rückständig und langweilig hält. Diese Arroganz und das Leben auf Kosten Anderer hat mich doch ziemlich gestört. Oft vergaß ich beim Lesen, dass Mimi schon 40 und nicht erst 20 ist.

Deshalb habe ich doch öfter mit der Protagonistin gehadert. Aber Gott sei Dank ist sie eine dieser Romanfiguren, die sich im Laufe der Geschichte stark weiterentwickeln, neue Erkenntnisse gewinnen und ihre Fehler einsehen. Und so fand ich das Ende recht gelungen, da es realistisch war und sogar noch eine schöne Botschaft für Mimi und den Leser bereithält.

Ich fand besonders wohltuend, dass sich die Autorin gegen eine Liebesgeschichte entschieden hat. In diesem Roman stehen Mimis Träume und ihre intensive Beziehung zu ihrer Großmutter im Mittelpunkt, und eine Männergeschichte hätte hier einfach keinen Platz gehabt. Neben der schrägen Mimi ist hier die liebenswerte Oma Trude der heimliche Star. Vor allem der letzte Teil, in dem es Mimi für längere Zeit nach Deutschland verschlägt, hat mir gut gefallen. Hier intensiviert sich das gute Verhältnis zwischen Großmutter und Enkelin noch mehr, Mimi wird einsichtiger, bescheidener und erwachsener.

„Die große weite Welt der Mimi Balu“ ist ein ein Gute-Laune-Roman über Träume, Familienzwiste und das enge Band zwischen Oma und Enkelin, der aber auch ernste Töne anschlägt und zuweilen nachdenklich macht. Ich hab das Buch gerne gelesen und kann es jedem empfehlen, der mal keine gewöhnliche Chick Lit mit der obligatorischen Liebesstory sucht.

4 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an Kati Naumann für dieses Rezensionsexemplar und die fabelhafte Betreuung der Leserunde!

Mittwoch, 6. Mai 2015

Neuzugänge

Diesmal hab ich mich doch ganz gut gehalten und nicht sooo viele Neuzugänge. Am nächsten Samstag ist der Bücherflohmarkt der Stadtbibliothek, und ich überlege ernsthaft, diesmal nicht hinzugehen, da ich

a) ein kleines Platzproblem habe und
b) die letzten paar Male irgendwie nichts Gescheites gefunden habe.

Na mal gucken... Jetzt bin ich eh erstmal krank und auch bis inkl. Mittwoch krank geschrieben. Wer weiß, ob ich am Samstag schon fit genug zum Büchershoppen bin.

Hier also meine neuen Babies:

Rezensionsexemplare


- Otto Redenkämper, "Dat Leben is kein Trallafitti": Ist mir schonmal im Laden in die Hände gefallen und ich mochte ja sofort den Titel. Auf die Leserunde auf LovelyBooks musste ich mich deshalb unbedingt bewerben und hatte Glück. Bin nur grad nach den ersten Seiten nicht so sicher, ob ich mit dem Ruhrpott-Slang zu so richtig klarkomme.

- Mitch Albom, "Das Wunder von Coldwater": Dieses Buch habe ich mir über das Bloggerportal von Randomhouse bestellt und glücklicherweise erhalten. Schon gelesen und rezensiert

- Luis Raffeiner, "Wir waren keine Menschen mehr": Diese Autobiographie eines Soldaten im 2. Weltkrieg habe ich vom Raetia-Verlag erhalten. 

- Kati Naumann, "Die große weite Welt der Mimi Balu": Diesen luftig-locker-unterhaltsamen Roman lese ich gerade bei einer von der Autorin begleiteten Leserunde auf LB.

- Heike Trojnar, "Wie ein Esel mit Holz": Für diesen in Griechenland spielenden Roman mit biographischem Hintergrund bekam ich eine Anfrage von der Autorin, ob ich ihn gerne rezensieren möchte. Und wie ihr seht, wollte ich. ;-)


Ertauscht

 

- Alexandra Kui, "Marias letzter Tag": Dieser Roman ist gleich mal auf meine Wunschliste gewandert, als ich ihn zum 1. Mal entdeckt habe. Bei Tauschticket für 3 Tickets noch in OVP ergattert.


Gewonnen

 

Kein Buch, sondern einen Bücherscheck über 20 € habe ich beim Welttag-Gewinnspiel auf der Facebook-Seite von "BücherScheck" gewonnen. Man sollte angeben, welches Buch man sich mit dem Gutschein kaufen würde, und ich habe mich für "Nesthäkchen und der Weltkrieg" entschieden, denn ich habe als Kind die Nesthäkchen-Reihe geliebt und erst vor Kurzem erfahren, dass es einen Weltkriegsband gab, der aber später nicht mehr verlegt wurde, weil er wohl etwas zu positiv über den Krieg war. 
Ich freu mich natürlich total über den Gutschein! Zumal ich erst letzte Woche einen 10 €-Schein verloren habe. ;-)

Montag, 4. Mai 2015

Rezension: "Das Wunder von Coldwater" von Mitch Albom

Daten zum Buch:
erschienen am: 10. November 2014
Verlag: Goldmann
ISBN: 978344231380-8
336 Seiten
Preis: 17,99 € (HC)
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Zum Inhalt:
„Hier ist Mom... ich muss dir was sagen.“ Als Tess diese Worte am Telefon hört, fällt sie aus allen Wolken, denn ihre Mutter ist schon seit vier Jahren tot. Und sie ist nur eine von acht Einwohnern des beschaulichen Städtchens Coldwater, die von da an jeden Freitag Anrufe von einem lieben Verstorbenen erhalten. Wie zum Beispiel der Polizist Jack, bei dem sich sein im Einsatz gefallener Sohn Robbie meldet. Und die gläubige Katherine, deren geliebte Schwester Diane Wunderbares vom Himmel berichtet.

Bald erfahren die Medien von diesem Wunder, und Coldwater wird überflutet von gläubigen Pilgern. Die ambitionierte Journalistin Amy wird in die Kleinstadt geschickt, um sich an Katherines Fersen zu heften, die besonders gesprächig ist und die Botschaften vom Himmel bereitwillig mit allen teilen möchte.

Doch es gibt auch Zweifler. Einer von ihnen ist der desillusionierte und um seine Frau trauernde Ex-Pilot Sully, der nach einem Gefängnisaufenthalt in seinen Geburtsort Coldwater zurückkehrt und seinen kleinen Sohn vor einer großen Enttäuschung schützen will, der von nun an jeden Tag auf einen Anruf seiner Mum wartet.

Sind die Anrufe aus dem Jenseits tatsächlich ein Wunder oder doch nur Humbug?

Meine Meinung:
Wer Mitch Albom kennt, weiß längst, dass seine Bücher immer sehr gefühlvoll sind und zum Nachdenken anregen. Auch bei „Das Wunder von Coldwater“ ist dies definitiv der Fall, denn der Autor setzt sich hier mit sehr emotionalen und schwierigen Themen auseinander, vor allem mit der Trauer um geliebte Menschen und dem Glauben an ein Leben nach dem Tod.

Die Szenen springen oft zwischen den vielen agierenden Personen hin und her. Es gibt die „Auserwählten“, die Anrufe von Verstorbenen erhalten. Es gibt die religiösen Oberhäupter von Coldwater, den Bürgermeister, Medienvertreter; dazu noch zahlreiche weitere Nebenfiguren. Zudem wird noch zwischendurch die Geschichte von Alexander Graham Bell und der Erfindung des Telefons erzählt.

Zentrale Figur ist hierbei aber sicherlich Sully Harding, der an dem Wunder von Coldwater zweifelt und versucht, es als Humbug zu enttarnen.

Die Wege der vielen Charaktere kreuzen sich, und man erfährt viel über ihre Vergangenheit und ihr Gefühlsleben. Nach und lernt man die Personen besser kennen, und es setzen sich viele Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammen. Angesichts der Fülle an Figuren in diesem Buch ist es dem Autor doch sehr gut gelungen, jeden Einzelnen dem Leser näher zu bringen. Auch wenn ich ehrlich sagen muss, dass ich manchmal den Überblick verlor und den ein oder anderen Namen erstmal verwechselt habe. Lesern mit schwachem Gedächtnis würde ich hier eventuell empfehlen, sich zu Beginn Notizen zu machen.

Zum Ende möchte ich nicht viel verraten, denn natürlich soll jeder selbst herausfinden, ob das Wunder von Coldwater nun wirklich ein Wunder oder ein Fake war. Die Auflösung bleibt bis zum Schluss recht spannend, ich hätte jedenfalls nicht mit dieser Wendung gerechnet. Und der Autor hat es meiner Meinung nach geschafft, dass sich beide Parteien – die Zweifler und die Gläubigen – bestätigt sehen können.

Das Buch beschäftigt sich natürlich auch viel mit Glauben, allerdings gibt es in der Geschichte sowohl gläubige als aus zweifelnde Menschen, so dass es dem Leser überlassen bleibt, woran er glauben möchte und woran nicht. Auch wenn man im Nachwort erfährt, dass der Autor selbst sehr gläubig ist, hatte ich nicht das Gefühl, dass es ein christliches Buch ist – damit hätte ich auch nicht viel anfangen können. Es kann also wirklich jeder lesen, egal wie er zu Gott und der Kirche steht. Hier wird niemandem etwas aufgedrängt oder eingeredet.

„Das Wunder von Coldwater“ ist ein unterhaltsames, schönes, emotionales Buch für keine bestimmte Zielgruppe, wobei ich denke, dass es vor allem für diejenigen tröstend sein könnte, die um einen geliebten Menschen trauern. Aber auch alle anderen Leser wird die Geschichte sicherlich zum Nachdenken bringen.

4,5 von 5 Schreiberpaletten
 
Vielen Dank an das Bloggerportal von Randomhouse für dieses Rezensionsexemplar!

Freitag, 1. Mai 2015

Welttag des Buches: Gewinnspiel-Auslosung

Ich mache es kurz und schmerzlos: Ich habe die Gewinner des "Welttag des Buches"-Gewinnspiels ausgelost.

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Aus allen Nähten geplatzt ist der Lostopf für "Das Leben ist ein listiger Kater". Damit ich meine Hände in Unschuld waschen kann, habe ich die Maschine entscheiden lassen. ;-)

And the winner is:
Liebe Pia, herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Buch! Da du mir keine Mailadresse mitgeteilt hast, bitte ich dich, dich innerhalb der nächsten 7 Tage zu melden.

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Auch für das Plötzlich Zombie-Hörbuch fanden sich ein paar Interessenten, die meist für ihren Nachwuchs in den Lostopf gehüpft sind.

And the winner is:
Liebe Sami, ich hoffe, dein Töchterchen freut sich über das Hörbuch und die Goodies! Du solltest von mir auch noch zeitnah eine Mail erhalten, falls nicht, melde dich bitte nochmal. 

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Bei Preis C muss ich wenigstens niemanden enttäuschen, denn für die Iny Lorentz-Autogrammkarte gab es nur eine Interessentin:

Liebe Ronja, viel Spaß mit deinem Gewinn! Auch von dir habe ich eine Mailadresse und schreibe dich noch an.

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Ich hoffe, dass ihr Anderen nicht traurig seid. Vielleicht hat es ja sogar bei einem anderen Welttag-Gewinnspiel dafür geklappt? Ich habe mich aber über die rege Teilnahme sehr gefreut und hoffe, dass ihr trotzdem mal ab und zu hier reinschaut.