Sonntag, 28. Juni 2015

Buchpräsentation: "Zwei fürs Leben" von (und mit) Julia Hanel

Seit Anfang Juni liegt er im Buchhandel: Der romantische und humorvolle Liebesroman "Zwei fürs Leben" von Julia Hanel. Darin geht es um eine junge Frau namens Anni, die nach einem Unfall eine fremde Stimme in ihrem Kopf hört. Die Stimme gehört zu dem Architekten Ben, der im Koma liegt. Zuerst ist Anni ziemlich genervt davon, dass Ben in ihrem Kopf herumgeistert, doch so nach und nach freunden sich die beiden an.

Schon ein paar Male stolperte ich im Internet über dieses Buch, das auf diversen Literaturplattformen erwähnt wurde. Dass die Autorin Julia Hanel eine Würzburgerin ist, erfuhr ich aber erst, als ich vor ein paar Wochen den Aushang beim hiesigen Hugendubel entdeckte. Da mich einerseits das Buch eh gereizt hat, und Veranstaltungen mit Autoren andererseits nicht gerade inflationär oft in Würzburg stattfinden, merkte ich mir den Termin gleich vor!

Leider kam ich erst  ein paar Minuten nach der Begrüßung an, aber ich denke, ich habe nichts Weltbewegendes verpasst bis dahin. Die Buchpräsentation war ziemlich gut besucht (zumindest für Würzburger Verhältnisse), ich denke, es waren ca. 30 Leute da. Da diese Veranstaltungen ja immer während den Öffnungszeiten stattfinden, finden sich oft noch spontan Leute ein.

Julia Hanel hat also ein bisschen von der Entstehung des Buches und über sich selbst erzählt. Sie stellte lobend die gute, fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Ullstein-Verlag heraus, der ihr viele Freiheiten ließ. Nur bei einem Punkt wurde sie vom Verlag überstimmt: Ursprünglich sollte das Buch "Kopfgeflüster" heißen, doch dieser Titel gefiel dem Verlag leider nicht. (Ich persönlich fände ihn eingängiger als "Zwei fürs Leben", weil ich mir den Titel irgendwie nicht merken kann und immer an sowas wie "Zwei an einem Tag" denken muss. :-D)

Interessant ist ja, dass Julia Hanel zwar einen romantischen Liebesroman geschrieben hat, selbst aber hauptsächlich Krimis liest. Ihr Lieblingsbuch ist Harper Lees "Wer die Nachtigall stört", was zu Begeisterung des interviewenden Buchhändlers Herrn Hampel führte, denn es ist ebenfalls sein Lieblingskrimi, da geriet er ja gleich mal ins Schwärmen über Harper Lee und wie sympathisch ihm Julia Hanel ist. :-D


Lustig war die Reaktion der Autorin auf die Frage, ob denn hinter "Zwei fürs Leben" auch etwas Autobiographisches stecke. Ab da betonte sie öfter mal, dass sie selbst KEINE Stimmen in ihrem Kopf höre. Also nein, der Roman ist frei erfunden.

Übrigens bin ich ja beruhigt, dass das Buch definitiv keine Fortsetzung erhält, denn sonst hätte ich mir schon wieder eine Buchreihe ins Haus geholt, und so langsam wird das ja lästig. Ein Glück, dass Julia Hanel selbst keine Fortsetzungen mag, ha!

Ihr neues Buch wird sich also nicht mehr um Anni und Ben drehen. Es erscheint im Herbst 2016, aber mehr Infos gab es leider nicht.

Im Anschluss an das Gespräch schnappte ich mir ein Exemplar vom Stapel (Na gut, ich habe erstmal mind. vier Bücher kritisch begutachtet, bevor ich eins wegnahm, das meiner Meinung nach keine Macken hatte. ;-)) und ließ es mir signieren. Da ich es also noch nicht gelesen habe, kann ich euch noch gar nichts dazu sagen. Herr Hampel meinte aber, es sei ein sehr empfehlenswertes Buch, das auch Männer gerne lesen können! ;-) Immerhin konnte sich die Autorin dank ihres Ehemannes sehr gut in den männlichen Protagonisten hineinversetzen.


Hier noch ein Ausschnitt aus dem Buch, gelesen von Julia Hanel persönlich:



Leider hat mich hier der Speicherplatz meiner Kamera im Stich gelassen... (Das ist immer so: Entweder ist der Speicher voll oder der Akku leer oder beides!) Ich musste ja schon schmunzeln, dass Ben anhand Annis Namen der Meinung ist, sie müsse schon ein älteres Semester sein. Tatsächlich kenne ich nur eine einzige Anni, und die ist schon über 80! ;-)

Kennt ihr denn schon "Zwei fürs Leben" oder habt ihr es auf der Wunschliste stehen?

Freitag, 26. Juni 2015

"Poetry Slam - Dead or Alive" am 25. Juni in Würzburg

Poetry Slams sind ja mittlerweile voll im Trend, und bislang hat mich das nicht soooo sehr gereizt, da ich nicht so viel mit Poesie und Wortspielereien anfangen kann. Aber als ich gesehen habe, dass hier im Mainfranken Theater ein besonderer Poetry Slam stattfindet, musste ich mir gleich eine Karte für günstige 10 € besorgen!

Das Besondere an diesem Slam ist nämlich, dass hier lebende gegen tote Dichter/Schriftsteller antreten!

Wem entfallen ist, was ein Poetry Slam ist, der kriegt nochmal eine schöne Zusammenfassung von Wikipedia:
Ein Poetry Slam (sinngemäß: Dichterwettstreit oder Dichterschlacht) ist ein literarischer Vortragswettbewerb, bei dem selbstgeschriebene Texte innerhalb einer bestimmten Zeit einem Publikum vorgetragen werden. Die Zuhörer küren anschließend den Sieger. Ausschlaggebend ist dabei, dass der Textvortrag durch performative Elemente und die bewusste Selbstinszenierung des Vortragenden ergänzt wird.
Solche Dichterwettstreite gab es übrigens schon in der Antike, sooo neu ist das also gar nicht. ;-) Aber das nur so nebenbei (Im Studium hab ich mich tatsächlich mit solchen Wettstreiten im alten Griechenland beschäftigt.). 

Beim Slam an diesem Donnerstag traten folgende Künstler an:

Auf der Seite der Lebenden:                                        Auf der Seite der Toten:
Daniela Dill                                                                     Bertolt Brecht (gespielt von Daniel Ratthei)
Dalibor                                                                            Marcel Reich-Ranicki (Maria Brendel)
Bas Böttcher                                                                  Claire Waldoff (Theresa Palfi)

Moderiert wurde die Veranstaltung von Poetry Slammer Christian Ritter* und Schauspieler Kai Christian Moritz, die später ebenfalls noch auftraten, aber außer Konkurrenz. Kai Christian Moritz trug als Adolf Hitler eine Passage aus "Mein Kampf" vor.

Die Stimmung war wirklich super, das Theater war gut voll mit ca. 500 Leuten oder gar mehr. Fünf Leute aus dem Publikum wurden zur Jury erkoren, was zusätzlich eine lockere Atmosphäre schaffte. Für meinen Geschmack war die Jury allerdings viel zu kuschelig, denn es gab fast nur 9er und 10er. Verdientermaßen zwar, aber so wurde das Voting ein bisschen langweilig.

Meine persönlichen Favoriten waren Daniela Dill und Christian Ritter, aber Dalibor und Bas Böttcher kamen auch absolut super mit ihrer Wortkunst beim Publikum an. Hier spielt natürlich wie schon erwähnt bei mir mit rein, dass ich weniger der Poesie-Fan bin, sondern handfeste Geschichten mag, wie sie eben Dill und Ritter vorgetragen haben.

Die Texte der Poetry Slammer waren wirklich klasse, die Texte der "Toten" eher etwas lahmer. Dafür konnten ja aber die Schauspieler nichts, die ihre Rollen souverän meisterten. Publikumsliebling war hier eindeutig die grandiose Maria Brendel als Marcel Reich-Ranicki. Ich denke, bei den Toten hat man eher die Schauspielkünste der Vortragenden honoriert als die Texte.

Letzten Endes gewann die Gruppe der Lebenden - es sei ihnen vergönnt, die haben ja viel mehr davon! Und Marcel Reich-Ranicki hätte den Sieg vermutlich eh abgelehnt. ;-)

Der "Poetry Slam - Dead or Alive" wurde in der Spielzeit 2014/2015 zweimal gezeigt. Leider wird er nun vorerst ausgesetzt. Ich hoffe sehr, dass sich das das Theater in der übernächsten Spielzeit wieder anders überlegt. Ich wäre auf jeden Fall wieder dabei! :-) Aber ich glaube, so ein normaler Poetry Slam ist vielleicht eher nichts für mich. Aber vielleicht probier ich es ja einfach mal aus!

Und ihr, was haltet ihr von Poetry Slams? Wart ihr schonmal auf einem? Vielleicht sogar auch auf einem "Dead or Alive"-Slam?


P.S.: Leider gibt es keinerlei Fotos oder Videos von der Veranstaltung. Mir ist klar, dass dies den Beitrag ungemein aufgewertet hätte. Ich habe sogar bei den Veranstaltern angefragt, aber auch die haben keine Aufnahmen. Natürlich hab ich selbst nicht fotografiert, da das ja im Theater verboten ist. Schade! :-(
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*) Den ganzen Abend über hatte ich gegrübelt, warum's beim Namen Christian Ritter bei mir so laut klingelt. Mittlerweile hab ich rausgefunden, dass er der Autor von "Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers" ist, das ich sogar rezensiert habe!

Sonntag, 21. Juni 2015

Rezension: "Tanzende Araber" von Sayed Kashua

Daten zum Buch:
erschienen am: 1. August 2004
Verlag: Berlin Verlag
ISBN: 9783833300950
279 Seiten
Preis: 10,99 €
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Zum Inhalt:
Es ist nicht leicht, als Palästinenser in Israel zu leben. Denn Juden und Araber hassen sich, und die Konflikte am Gaza-Streifen spitzen sich immer mehr zu. Doch der aufgeweckte, intelligente Junge schafft es trotzdem, an einem Internat in Jerusalem angenommen zu werden. Die Familie jubelt, und sein Vater hofft, dass der Sohn eines Tages ein besseres Leben führen wird als er.

Doch die Integration erweist sich als nahezu unmöglich. Auch die Liebe zu einer jüdischen Schulkameradin hat keine Zukunft. Er verfällt immer mehr in Depressionen und wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich dazuzugehören. Doch weder in der arabischen  noch in der jüdischen Welt kommt er richtig an.

Meine Meinung:
Es fällt mir wirklich sehr schwer, dieses Buch zu rezensieren. Ich frage mich immer noch: Liegt es an mir oder dem Buch, dass wir beide nicht miteinander warm wurden? Fehlen mir einfach zu viele Hintergrundinformationen über den Konflikt zwischen Palästina und Israel, über die Geschehnisse am Gaza-Streifen? Ich weiß es nicht.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass ich kurz vor der Lektüre die Verfilmung zu „Tanzende Araber“ im Kino gesehen habe. Der Film „Mein Herz tanzt“ hat jedoch meiner Meinung nach so gar nichts mehr mit dem Buch gemeinsam bis auf ein paar grundsätzliche Dinge. Aber die große Liebesgeschichte zwischen Eyad und Noemi wird im Buch nur kurz und sehr lieblos erwähnt. Und die intensive Freundschaft zwischen Eyad und dem kranken Jonathan, die im Film so zentral ist, gibt es im Buch gar nicht. So dermaßen vorbelastet, war ich für das Buch vermutlich schon hoffnungslos versaut, um es noch richtig gut finden zu können...

Dank des einfachen Schreibstils, der mir stellenweise ziemlich abgehakt vorkam, ist dieses Buch sehr schnell zu lesen. Der Protagonist bleibt – im Gegensatz zu allen anderen Auftretenden – namenlos. (Im Film heißt er Eyad.) Vielleicht ist dies ja Absicht des Autors, da es sich hier um jeden x-beliebigen Palästinenser handeln könnte, der das schwierige Los gezogen hat, in Israel zu leben, wo Araber einen schwierigen Stand haben, unbeliebt sind und es meist nur zum Tagelöhner schaffen.

Die Geschichte umspannt die Lebensgeschichte des Jungen von seiner Kindheit an bis als junger Erwachsener, Ehemann und Vater eines kleinen Kindes. Die Erzählungen sind aus seiner Sicht, sie sind episodenhaft, es gibt viele zeitliche Sprünge, mal vor, mal zurück. Ich persönlich habe hier einen roten Faden, Zeit-/Altersangaben vermisst und kam teilweise nicht so richtig mit.

Anfänglich kann man den Episoden aus der Kindheit noch einen gewissen feinen Humor abgewinnen. Doch je älter der Protagonist wird, desto verstörender wird sein Verhalten, und die Grundstimmung im Buch wird sehr trist und depressiv. Die im Klappentext versprochene Selbstironie und den melancholischen Witz habe ich leider vermisst. Der Erzählstil ist nüchtern, geradezu emotionslos, und mit fortschreitendem Alter wurde der Erzähler mir immer unsympathischer. Er entwickelt sich vom aufgeweckten, intelligenten Jungen zum jammernden, nichtsnutzigen Trinker und Fremdgeher. Auf der einen Seite wird seine Zerrissenheit deutlich. Er möchte als Araber letztendlich doch einfach nur dazugehören, angenommen werden ungeachtet seiner Herkunft. Er könnte einem ja leid tun, aber dafür ist er mir viel zu depressiv, gleichgültig und selbstzerstörerisch. Letzten Endes scheitert die versuchte Assmiliation nicht nur an der Gesellschaft, in der er lebt, sondern auch an ihm selbst. Das Ende bleibt offen und ließ mich ratlos und auch ein bisschen genervt zurück.

Die politischen und geschichtlichen Hintergründe bleiben leider für meinen Geschmack zu oberflächlich. Ich musste mir stets ins Gedächtnis rufen, dass das Buch in Israel veröffentlicht wurde und die Leser dort natürlich mehr mit den Hinweisen anfangen können. Das ist dem Autor also nicht vorzuwerfen, dennoch empfand ich es beim Lesen anstrengend und war teilweise etwas planlos.

Dieses Buch zeigt anhand eines Einzelschicksales vermutlich sehr realistisch die schwierige Situation von Arabern in Israel auf. Dies ist generell natürlich sehr interessant für mich gewesen. Allerdings konnte ich weder mit dem Schreibstil noch mit dem Protagonisten (und allen anderen Figuren) wirklich etwas anfangen.

Ich empfehle wirklich, noch weitere, vor allem auch positive Rezensionen zu „Tanzende Araber“ zu lesen und selbst zu entscheiden, zu welchem Leserkreis man gehört. Ich denke nämlich, ich war einfach nicht die richtige Zielgruppe für dieses sicherlich anspruchsvolle Werk und hatte mir einfach etwas Anderes versprochen.

2,5 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an den Berlin-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Montag, 15. Juni 2015

Rezension: "Ich warte auf dich, jeden Tag" von Clarissa Linden

Daten zum Buch:
erschienen am: 2. Februar 2015
Verlag: Knaur
ISBN: 9783426516058
480 Seiten
Preis: 9,99 € (TB)
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Zum Inhalt:
Frankfurt, 1933: Die junge Studentin und Sozialdemokratin Lily verliebt sich gegen ihren Willen in den reichen, arroganten Alexander. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft und verschiedenen Ansichten entbrennt zwischen den beiden eine einzigartige Liebe. Doch die Nationalsozialisten sind an der Macht, und nicht nur Lily muss wegen ihrer politischen Ansichten um ihr Leben fürchten.

Berkeley 1999: Erin ist verzweifelt. Von ihrem geliebten Mann Jeffrey nach über 20 Jahren Ehe verlassen, der einzige Sohn weit weg in Spanien zum Studium, erfährt sie nun auch noch, dass ihr Job in der Buchhandlung ihrer Freundin Charlotte in Gefahr ist. Dass nun auch noch ihre Eltern das Haus, in dem Erin aufwuchs, verkaufen möchten, bricht ihr fast das Herz. Beim Ausmisten ihrer Sachen stößt Erin auf einen Liebesbrief an ihren deutschstämmigen Großvater von einer gewissen Lily aus Frankfurt. Ein Flugticket weist darauf hin, dass ihr unnahbarer Großvater scheinbar kurz vor seinem Tod Erins geliebte Großmutter verlassen und noch in hohem Alter zur mysteriösen Absenderin fliegen wollte.

Ermutigt von der abenteuerlustigen Charlotte, verlässt Erin ihre Komfortzone und reist nach Europa, um sich auf die Spuren von Lily und Alexander zu begeben.

Meine Meinung:
Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich gerne mal Chick Lit lese, aber keine kitschigen Liebesromane à la Rosamunde Pilcher. Beim Klappentext war ich mir nicht sicher, was mich hier erwarten würde. Ich war etwas skeptisch, ob dieser Liebesroman etwas für mich ist, wollte ihm aber eine Chance geben, da ich die Autorin sehr mag. Doch schnell habe ich gemerkt: Chick Lit ist „Ich warte auf dich, jeden Tag“ sicherlich nicht. Ein Kitschroman aber sicherlich auch nicht! Sondern einfach eine sehr schöne Geschichte über die große, wahre, leidenschaftliche, bedingungslose Liebe.

Der Roman spielt abwechselnd im Jahr 1999 und 1933/1945. Zuerst lernen wir die Amerikanerin Erin kennen, die von ihrem Mann verlassen wurde und gerade vor den Scherben ihres Lebens steht. Beim Ausmisten ihres Elternhauses findet sie den bereits erwähnten Brief an ihren Großvater, dem sie nie nahe stand, da er stets ein sehr distanzierter Mensch war. Gerade deshalb reizt es sie irgendwie, die Geschichte um Lily und ihn herauszufinden. Parallel dazu erfährt der Leser die Geschichte von Lily und Alexander zur Zeit, als die Nationalsozialisten gerade an die Macht gekommen waren. Die beiden verbindet eine besondere Liebe, doch die politischen Umstände trennen sie auf tragische Weise.

Den Schreibstil von Clarissa Linden kenne ich bereits aus zwei Romanen, nämlich dem lustigen Liebesroman „Kein Gott wie jeder andere“ (als Chris Lind) und der Kurzgeschichtensammlung „Endlich Schnurrlaub. Katzen auf Reisen“ (als Christiane Lind). Ich mag ihren Schreibstil sehr, denn er ist lebendig, anschaulich und liest sich sehr flüssig. Auch bei dieser im Vergleich zu den anderen beiden Romanen doch sehr ernsten Geschichte trifft die Autorin stets den richtigen Ton. Obwohl sowohl Erins als auch Lilys Geschichte sehr emotional ist, driftet sie nie ins Kitschige ab. Der Ton ist sogar einigermaßen distanziert, so dass man selbst entscheiden kann, wie sehr man sich von den Emotionen mitreißen lassen möchte. Ich bin schon eher ein nüchterner Leser, der nicht gleich bei jeder rührigen Szene in Tränen ausbricht, aber im letzten Teil der Geschichte hat mich Clarissa Linden dann doch kalt erwischt, und ich musste ein paar Tränchen verdrücken.

Die beiden Protagonistinnen Erin und Lily leben in unterschiedlichen Zeiten und sind völlig unterschiedliche Persönlichkeiten. Es ist spannend, beide Geschichten zu verfolgen, wenngleich ich sagen muss, dass ich die Handlung um Lily interessanter fand. Beide Charaktere entwickeln sich weiter, was ich in einem Roman immer sehr begrüße. V. a. Erin ist am Ende der Geschichte eine ganz andere Frau.

Eine nette Idee ist sicherlich die „Challenge“ von Charlotte. Diese schickt Erin auf ihrer Reise durch Europa regelmäßig den ersten Satz eines Buches, das Erin herausfinden und lesen soll. Hier findet der ein oder andere ja vielleicht ein paar Lesetipps für amerikanische Literatur (Mein Geschmack waren die Bücher aber leider nicht.).

Die Ereignisse in Nazideutschland sind sehr plastisch und bedrückend dargestellt. Hier wird nochmal deutlich, dass nicht nur die jüdischen Einwohner gefährlich lebten, sondern einfach alle, die gegen den Nationalsozialismus waren. Ich war ehrlich gesagt froh, dass Lily keine Jüdin war, sondern eine Sozialdemokratin. Das war einfach ein neuer und spannender Aspekt. So weit ich das beurteilen kann, hat die Autorin ordentlich recherchiert und die Ereignisse realistisch rekonstruiert.
Obwohl Lily und Alexander kein Happy End gegönnt ist, was ich sehr traurig und enttäuschend fand, ist der Roman nicht per se traurig bzw. tragisch. Man lernt, dass es verschiedene Arten von Liebe gibt und nicht nur DIE eine große Liebe (Die viele Menschen vermutlich nie kennenlernen dürfen.), dass man auch glücklich sein kann mit den kleinen Dingen des Lebens, dass man glücklich sein soll über das, was man hat, statt über das zu trauern, was man verloren hat. Insofern hat mich das Buch doch ziemlich nachdenklich gestimmt, und ich denke, so wird es vielen Lesern gehen.

„Ich warte auf dich, jeden Tag“ ist eine emotionale (Zeit-)Reise mit sympathischen Charakteren und einer wunderschönen, wenn auch tragischen Liebesgeschichte. Ein Buch, das mich wirklich beeindruckt hat. 

5 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an Christiane Lind (aka Clarissa Linden) für dieses Rezensionsexemplar und die liebevolle Betreuung bei der Leserunde auf LovelyBooks!

Sonntag, 14. Juni 2015

Neuzugänge

Trari-trara, die Bücherpost war da!

Rezensionsexemplare


- Susanne Fuß, "Driving Phil Clune": Die Autorin hat mich über meinen Blog kontaktiert und gefragt, ob ich ihr Buch gerne rezensieren möchte. Und da die Geschichte um einen etwas seltsamen Road Trip im Taxi mal was Neues ist, habe ich zugesagt.

- Andrea von Treuenfeld, "Zurück in das Land, das uns töten wollte. Jüdische Remigrantinnen erzählen ihr Leben": Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß, dass ich mich u. a. für den 2. Weltkrieg bzw. Holocaust interessiere. Über dieses Buch bin ich auf dem Bloggerportal von Randomhouse gestoßen und musste es einfach anfordern. 

- Margie Kinsky, "Ich bin so wild nach deinem Erdbeerpudding. Mein Familien mit 7 Kerlen": Diese Biographie klingt ganz lustig, und so habe ich sie spontan angefordert. Ebenfalls beim Bloggerportal, dem Schlaraffenland für Bücherwürmer. ;-) (Ich fordere eigentlich immer nur so an, dass ich max. 2-3 Reziexemplare offen habe, aber bislang wurden von 10 Anfragen nur eine abgelehnt. Ich bin ein absoluter Fan des Portals!)


Ertauscht


- Cassandra Clare, "Magisterium. Der Weg ins Labyrinth": Hat mich irgendwie schon die ganze Zeit gereizt, da hab ich für 5 Tickets zugeschlagen, da das Buch selten angeboten wird und ich gerade genügend Tickets habe. 

- Ava Dellaira, "Love Letters to the Dead": Das angebliche Hardcover habe ich für 3 Tickets ertauscht, und dieser Tausch hat mir zahlreiche graue Haare beschert, wie ihr hier nachlesen könnt.


Gekauft


- Richard Ungar, "Die Time Catcher": Zeitreisen sind immer gut, also hab ich hier für 1,50 € im Sozialbuchladen zugeschlagen.

- Aprillynne Pike, "Elfenkuss": Spontan im BRK-Bücherladen für 1,60 € mitgenommen, noch eingeschweißt. Ist ja für einen guten Zweck, aber mittlerweile bin ich nicht mehr sicher, ob ich das Buch behalten und lesen soll, nachdem ich erfahren habe, dass es vier Bände gibt... 

- Ildiko von Kürthy; "Unter dem Herzen. Ansichten einer neugeborenen Mutter": Ein paar von ihren Frauenromanen kenne ich, auch wenn ich die Protagonistinnen meist unerträglich finde. Aber diese Autobiographie klingt sehr nett, also hab ich sie ebenfalls für 1,50 € mitgenommen.

- Krimhilde Malinowski, "Das Schweigen wird gebrochen. Erinnerungen einer Sintezza an den Nationalsozialismus": Dieses kleine Büchlein habe ich ebenfalls für 1,50 € im Sozialbuchladen entdeckt und spontan mitgenommen. Auf dem Vorblatt ist der Name der Autorin handschriftlich unter dem gedruckten Namen hingeschrieben, und ich frage mich, ob dies eine Signatur der Autorin selbst ist. Denn wie ich dank Google erfahren habe, lebt die Dame tatsächlich noch in Würzburg! Das wäre natürlich cool, ich liebe signierte Bücher.


Das war's für dieses Mal. Etwas für euch dabei, das ihr gerne mal lesen möchtest - oder kennt ihr bereits eins der Bücher?

Montag, 8. Juni 2015

Rezension: "Nur noch kurz die Welt retten. Berühmte Songzeilen und ihre Geschichte" von Günther Fischer & Manfred Prescher

Daten zum Buch:
erschienen am: 11. März 2015
Verlag: Theiss
ISBN: 9783806230284
240 Seiten
Preis: 19,90 € (Softcover)
Hier geht's zur Verlagsseite!

Zum Inhalt:
Wer kennt das nicht? Man schaltet das Radio ein, und da läuft er wieder: Der Ohrwurm, der einem den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf gehen wird.

Ob geflügelte Worte ("See you later, alligator, after 'while, crocodile"), Tiefsinniges ("We had joy, we had fun, we had seasons in the sun") oder Kurioses ("I keep it like the Roman, 300 bitches, where's the Trojans?") - bei der ein oder anderen Songzeile fragt man sich unweigerlich, was der Hintergrund dazu ist.

Genau hier setzt dieses Buch an. Auf über 200 Seiten stellen die Journalisten Fakten über bekannte (und unbekannte) Lieder zusammen.

Meine Meinung:
Ich habe mich sehr lange um diese Rezension gedrückt, ebenso lange liegt das Buch hier herum und wurde, wie ich zugeben muss, von mir nicht komplett gelesen. Ich dachte wirklich, dass ich das Buch spannend und informativ finden würde, aber ich musste leider irgendwann die Segel streichen.

Dabei ist die Grundidee an sich ja sehr schön. Dieses Buch ist endlich die Chance, zu vielen Ohrwürmern Hintergrundinformationen zu erhalten. Nur hier fängt für mich schon die Krux an. Natürlich bin ich kein Musikexperte und kann nicht jeden Song seit den 1940ern kennen. Mein Plan war deshalb, die mir unbekannten Lieder erstmal z. B. auf YouTube anzuhören, bevor ich mir die Geschichte dazu durchlese.

Doch bald merkte ich, dass ich geschätzte 80% der Lieder überhaupt nicht kannte und wirklich ständig nachschlagen musste. Vielleicht wurden die bekanntesten Ohrwürmer ja bereits im 1. Band „Alles klar auf der Andrea Doria“ verbraten, den ich leider nicht gelesen habe. So musste ich bei der Lektüre stets einen Laptop oder das Tablet bereit halten, was mich auf Dauer echt genervt hat, da ich auch gerne mal unterwegs lese oder einfach – ohne Technikkram – gemütlich auf der Couch/im Bett. Das ging hier einfach nicht, und so verließ mich irgendwann die Lust.

Auch die Texte selbst, die im Schnitt 1,5 Seiten lang sind, haben mir nicht viel gegeben. Oft wird zum Song selbst und seiner Entstehung nur wenig geschrieben, stattdessen erfährt man noch, welche weiteren Songs der Interpreten erfolgreich waren, wer mit wem was produziert hat o. Ä. Das war manchmal eine etwas unübersichtliche Auflistung, gespickt mit weiteren Einschüben bzw. Informationen in Klammern. Oft werden nur Zeilen aus dem Song wiedergegeben, interpretiert oder schlicht (oft recht holprig) übersetzt – manchmal fehlt wiederum bei englischen Zitaten eine Übersetzung, was vielleicht für Leser störend sein kann, die kein Englisch können. Hier hätte man konsequent sein sollen.

Abgesehen davon hätte ich mir noch gewünscht, dass das Verzeichnis im Anhang die Songs nicht nur nach den Liedzeilen und den Interpreten sortiert, sondern auch nach dem Songtitel (Der ja meist nicht mit der Songzeile des Refrains übereinstimmt.) und nach dem Erscheinungsjahr. Aber das hätte es für mich persönlich auch nicht mehr rausgerissen.

Unter diesen Aspekten kann ich dem Buch leider nur 2 Sterne vergeben. Das tut mir sehr leid, denn ich denke, dass etliche Leser durchaus ihren Spaß damit haben können – wenn es diese nicht stört, dass sie viele Songs erst nachschlagen müssen, oder wenn sie nicht zum „Durchschnittshörer“ gehören und ziemlich sattelfest in der Populärmusik der letzten ca. 70 Jahre sind.

2 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an den Theiss-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Sonntag, 7. Juni 2015

Rezension: "Mit Mutter ans Meer. Für alle Frauen, die ihre Mutter lieben und sie dennoch oft zum Mond schießen könnten" von Edith Einhart

Daten zum Buch:
erschienen am: 29. April 2014
Verlag: Diana
ISBN: 9783453291539
240 Seiten
Preis: 12,99 € (Softcover)
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Zum Inhalt:
Eigentlich hatte die 44jährige Journalistin Edith von einem Urlaub mit dem Liebsten in Südengland geträumt. Doch stattdessen endet sie mit ihrer reiselustigen Mutter für eine Woche an der Ostsee. Nun ja, warum nicht? Immerhin ist das Verhältnis zwischen Edith und Mutter Heidi etwas angespannt, da könnte ein ausgedehnter Mutter-Tochter-Urlaub ja vielleicht endlich die Wogen glätten.

Doch bereits am Ankunftsflughafen treibt Heidi ihre Tochter zum ersten Mal in den Wahnsinn, und Edith zweifelt ernsthaft, ob ihr Plan so schlau war. Doch nach und nach erkennt sie: Auch Mütter sind nur Menschen. Und jeden Tag rücken die beiden Frauen ein bisschen näher zusammen.

Meine Meinung:
Mutter Heidi ist so ganz anders als meine eigene Mutter. Sie reist sehr gerne (Sie fliegt jedes Jahr alleine zum All inclusive-Hotelurlaub in die Türkei, weil der Gatte nicht mitmöchte.), ist auch noch mit fast 70 ein optischer Kracher (Es wird oft betont, wie schlank und attraktiv sie ist, und alle Männer flirten mit ihr.) und sehr junggeblieben. Zudem hatte sie eine sehr unschöne Kindheit mit einer bösartigen Mutter, die ihr nie Liebe gezeigt hat. Meine Mutter verreist nie, und sie macht sich auch nicht viel aus Äußerlichkeiten, ist auch schon seit jeher kräftiger gebaut und nicht sehr offen für Veränderungen. Dafür hatte sie eine liebevolle Kindheit, von der sie gerne erzählt – ein Punkt, der Gold wert ist und dessen enorme Bedeutung mir nun noch deutlicher wurde nach Lektüre dieses Buches.

Auf der anderen Seite hat auch Mutter Heidi viele, teils nervige Verhaltensmuster, die ich natürlich auch von meiner Mutter kenne. Das Geglucke, das Nicht-Zuhören, das Unverständnis für Ansichten der nächsten Generation,...

Die Autorin und mich trennen zwar 12 Jahre, aber mit ihr habe ich doch etliche Gemeinsamkeiten, v. a. was unsere Ansichten über die hier angesprochenen Themen betrifft. Deshalb fand ich ihre Überlegungen und Ausführungen meist ziemlich interessant und konnte sie auch gut nachempfinden. Diese Passagen, in denen Edith sich so ihre Gedanken macht, nicht nur um das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter, sondern z. B. auch zu den Themen Beziehungen, Freundschaften und Kinder(losigkeit), könnten Leser stören, die hier einen reinen Reisebericht erwarten. Ein klassischer Reisebericht ist dieses Buch aber nicht!

Der Urlaub von Edith und ihrer Mutter Heidi ist eher unspektakulär, wenngleich er mir – wie z. B. auch die Romane von Dora Heldt – mal wieder Lust darauf gemacht hat, Urlaub in Norddeutschland zu machen. Aber hier steht definitiv die Beziehung zwischen Mutter und Tochter im Fokus. Und natürlich speziell die Beziehung zwischen der Autorin und ihrer Mutter. 

Nicht jeder wird sich mit den beiden identifizieren können, deshalb sollte man nicht erwarten, dass dieses Buch ein Ratgeber sein kann für alle Töchter, die mit ihrer Mutter nicht so 100%ig klarkommen oder diese besser verstehen möchten. Wie ich weiter oben schon erwähnte, ist Mutter Heidi ganz anders als meine eigene Mutter, deshalb könnte ich dieses Buch nicht 1:1 auf mein Mutter-Tochter-Verhältnis übertragen. Sicherlich wird es auch vielen anderen Leserinnen so gehen. Ich denke jedoch nicht, dass dies der Zweck der Autorin war, sondern dass sie hier lediglich einen Anstoß geben möchte, über das eigene Mutter-Tochter-Verhältnis nachzudenken, und mehr Verständnis zwischen den Generationen wecken möchte. Dies ist ihr meiner Meinung nach eindeutig gelungen!

Interessant und spannend fand ich die Ausführungen der Autorin dennoch, in vielem konnte ich mich (oder meine Mutter) wiedererkennen. Und auch den Urlaub im Norden fand ich nett beschrieben.

Ein kurzweiliges, unterhaltsames Buch, das hier und da Denkanstöße gibt und welches jede Tochter (und jede Mutter!) ruhig mal lesen sollte.

4 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank das Bloggerportal von Randomhouse für dieses Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 4. Juni 2015

Tauschfrust: Was würdet ihr tun?

Jetzt muss ich doch mal kurz hier darüber posten, weil ich gerne eure Meinung dazu hören würde.

Ich tausche ja gerne über Tauschticket. Und natürlich kommen da die Bücher nicht immer so an, wie man sie gerne hätte. Es wurden vielleicht ein paar Macken nicht erwähnt, oder es passiert noch was auf dem Postweg (Für Letzteres kann der TP eh nichts, wenn gut verpackt wurde.). Ich bin da auch immer recht großzügig und habe mich bei mehreren 100 Tauschs fast noch nie so stark über etwas aufgeregt, dass ich einen Tauschpartner deshalb angemailt habe.

Ich habe "Love Letters to the Dead" für 3 Tickets ertauscht. Die Angaben waren, dass es sich um ein ungelesenes Leseexemplar handelt. Als Medium war "Hardcover" angegeben. Weitere Beschreibungen gab es nicht.

Nun stört mich ein LE-Vermerk ja nicht. Also hab ich für 3 Tickets zugeschlagen. Ich wollte das Buch sehr gerne haben - in Hardcover.

Gestern kam dann ein Softcover an, auf dem ein ziemlich großer gelber Aufdruck auf dem Cover war (Lesen & Gewinnen: 10 hochwertige Briefsets).

Über den Aufdruck war ich schonmal nicht sehr erfreut. Aber sowas muss man bei Leseexemplaren wohl schlucken. Allein deshalb hätte ich keinen Stern abgezogen, aber es wohl in der Bewertung höflich erwähnt.

Aber das Buch ist definitiv kein Hardcover, und das stößt mir sehr sauer auf! Es war definitiv als HC angegeben, und ich kann ja nicht riechen, dass dieses LE ein Softcover ist - es gibt genauso gut Hardcover-LEs. Oder muss ich jetzt erstmal die falschen Angaben durch eifriges Googeln, wie das jeweilige LE eines Buches aussieht, überprüfen?

Ich hab die Dame, die in ihrem Profil behauptet, man solle sie bei Problemen anschreiben, denn man kann ja über alles reden, also - freundlich! - angeschrieben und auf diese Mängel hingewiesen. Zurück kam, dass sie es übertrieben findet, da jetzt jeden Aufkleber (Es war ein Aufdruck!!!) aufzuzählen. Auf den falschen Einband ist sie schon gar nicht eingegangen. Sie hat angeblich geliefert, was sie versprochen hat.

Hä, seht ihr das auch so???

Ich fasse zusammen: Das versprochene Hardcover ist ein Softcover. Der Werbeaufdruck auf dem Cover hätte evtl. auch erwähnt werden können (Das Foto war ein Standard-Coverbild.)

Was würdet ihr machen? So wie ich das sehe, wird sie mir nicht entgegenkommen, deshalb möchte ich ihr keine 5 Sterne geben, das wäre unfair gegenüber allen Tauschpartnern, die wirklich geliefert haben, was sie versprachen. Ich hatte an 2 Sterne Abzug gedacht, auch weil sie so unfreundlich war.

Ich bin immer so blöd harmoniesüchtig und bin deshalb für jede Meinung dankbar.


P.S.: Übrigens scheinbar eine der zahlreichen Buchhändlerinnen(?), die haufenweise ungelesene LEs anbieten... Gerade die sollten doch den Unterschied zwischen Softcover und Hardcover kennen?


UPDATE: Erstmal danke für eure Meinungen! Ich bin froh, dass ich nicht zu pingelig oder so bin, da mir die Tauschpartnerin echt das Gefühl gegeben hat... Nach ihrer 1. Antwort habe ich nochmal - wirklich höflich - erläutert, dass es mir ja gar nicht um den Aufdruck geht, sondern darum, dass es eben kein Hardcover ist. Daraufhin hat sie mich nur angepampt, wie oft sie sich denn noch entschuldigen soll??? Woraufhin ich wieder höflich meinte, dass ich ihre 1. Antwort mit dem Hinweis "Ich habe geliefert, was ich versprochen habe." jetzt halt nicht als Entschuldigung verstanden habe. Daraufhin wurde sie richtig unverschämt und hat mich angeschnauzt, was ich denn von ihr will, ich ergehe mich hier in ausufernden Nachrichten und komm nicht auf den Punkt, und dann soll ich ihr eben eine miese Bewertung reindrücken, kann sie ja eh nicht ändern.

Ähm, natürlich hätte sie das ändern können! Ich hätte einfach eine ehrliche Entschuldigung, gerne auch das Angebot für 1 Ticket Nachlass erwartet. (Bislang hatte ich nur einen ähnlichen Fall, und da war die TP saunett und hat sofort eine Lösung angeboten.) Das hab ich ihr auch geschrieben, aber es kommt nichts mehr zurück - bin ich eigentlich auch froh drüber, da ich mir grad unnötig einen Kopf mache um diese eigentlich dämliche Angelegenheit.

Ich werde 2 Sterne abziehen und denke, das ist noch fair. Müsste ich ihren ekelhaften Charakter bewerten, wären es 0 Sterne... Und das Witzige ist, dass sie in ihrem Profil ganz fett drinstehen hat, man soll sie auf jeden Fall bei Problemen kontaktieren und nicht einfach bewerten, denn man kann ja über alles reden. Aha??? Und glaubt mir, ich war stets sehr höflich, denn ich bin da immer so á la "kill her with kindness" in der Hoffnung, dass sie sich irgendwann noch schämt für ihren unangebrachten Ton. Ich weiß, dass sich überall Idioten tummeln, aber mir persönlich lief in 10 Jahren Tauschticketzugehörigkeit tatsächlich noch nicht so eine pampige Person über den Weg. (Vermutlich pures Glück.)

Na ja, es gibt wichtigere Dinge im Leben. Aber ich musste jetzt einfach mal meinen Frust mit euch teilen.

Montag, 1. Juni 2015

Neuzugänge

14 Bücher in 25 Tagen, das ist mehr als ein Buch jeden 2. Tag... Also... ich finde... DASS ICH MICH GUT GEHALTEN HABE!!!

;-) :-D :-P

Rezensionsexemplare


- Clarissa Linden, "Ich warte auf dich jeden Tag": Ein sehr schönes Buch über die große, wahrhaftige Liebe, das 1999 und 1933 spielt. Gestern zu Ende gelesen für eine Leserunde auf LovelyBooks. Ich mag den Schreibstil von Clarissa Linden bzw. Christiane Lind sehr. 

- Sayed Kashua, "Tanzende Araber": Das Buch zum Kinofilm "Mein Herz tanzt", der seit letzten Donnerstag in Deutschland läuft. Zu dem Film gab es auch noch eine Kinokarte dazu, aber leider kam gerade mein Päckchen viel später an als die der Anderen, so dass ich ohne Freikarte ins Kino gehen musste, da es auf der Homepage hieß, der Film läuft hier nur eine Woche in einem Programmkino in der Nähe. Natürlich wird es nun auch in dem Programmkino direkt in meiner Stadt laufen. Dumm gelaufen, aber das Risiko war mir halt zu groß. Die Freikarte ging an eine Freundin.

- Edith Einhart, "Mit Mutter ans Meer": Das klingt nach einem lustigen und gleichzeitig auch nachdenklichen Buch, ich habe es über das Bloggerportal von Randoumhouse erhalten (Dem Bonbonladen für Leseratten, die sich nur schwer entscheiden können und deshalb fast ausflippen angesichts der Auswahl. ;-)).

- Gabrielle Zevin, "Die Widerspenstigkeit des Glücks": Hier hat mich der Klappentext sehr angesprochen. Ebenfalls vom Bloggerportal erhalten und bereits rezensiert

- Ralf Nestmeyer, "Hotelwelten. Luxus, Liftboys, Literaten": Mal was ganz Anderes, wie ich finde! Ein Buch über Hotels. Gewonnen für eine Leserunde auf LovelyBooks.


Ertauscht


- Dertour-Reiseführer Berlin: Aus dem Tauschregal um die Ecke gemopst, da ich Ende Juli mit der Arbeit eine Bildungsfahrt nach Berlin mache (Bundestag, Bundeskanzleramt usw.). Und zum Glück haben wir auch Freizeit, um die Stadt selbst zu erkunden.

- David Duchovny, "Heilige Kuh": Ich dachte mir nur: "Was, der Akte X-Mann hat ein Buch geschrieben?!" Und da habe ich es mir spontan für 2 Tickets ertauscht. Die Geschichte klingt mir zwar stark nach David Safiers "Muh" (Das ich auch noch lesen muss.), aber ich kann ja mal vergleichen. ;-)

- Giampaolo Morelli, "Verliebt in sieben Stunden": Ein lustiger Roman aus Italien, diesmal von einem Mann geschrieben. Das klingt nach erfrischender Lektüre für zwischendurch.

- Uwe Kröger, "Ich bin, was ich bin. Mein Leben": Na, wer kennt diesen Mann? Ich war als Teenager der übelste Musicalfan (Ich mag sie immer noch sehr sehr gerne, aber man kann sich das ja heute gar nicht mehr leisten...), und da kam ich natürlich nicht an Uwe Kröger, DEN Musicaldarsteller Deutschlands, vorbei. Ich habe ihn schon als Biest, Fürstbischof Colloredo und Inspektor Javert gesehen, und ja, er ist wirklich ein verdammt guter Musicaldarsteller! Als ich dann zufällig bei Tauschticket gesehen habe, dass er nun auch eine Biographie veröffentlicht hat, habe ich zugeschlagen. (2 Tickets)

- Giuseppe Catozzella, "Sag nicht, dass du Angst hast": Die Geschichte der somalischen Läuferin Samia, die 2008 bei der Olympiade teilnahm und 2012 als Flüchtling vor Lampedusa ertrank. Dieses Buch musste ich einfach haben, als ich es gesehen habe. Für 1 Ticket ein Glücksgriff.

- William E. Bowman, "Die Besteigung des Rum Doodle": Der Klappentext klang einfach zu kurios, da hab ich dieses Büchlein spontan im Tauschregal mitgenommen.


Gewonnen


- Lars Simon, "Kaimankacke": In den letzten Tagen kam noch ein Welttag-Nachzügler bei mir an. Dieses lustige Buch habe ich bei bei der lieben Nina (Ninespo) gewonnen.



Geschenk


- Carla Blumberg, "Eisprinzessin": Mit diesem putzigen Büchlein hat mich die (manchmal) liebe Agnes aka Lesemaus im Schafspelz beim gemeinsamen ESC-Abend überrascht. Ich liebe Katzen, deshalb hat sie da wohl sofort an mich gedacht. ;-)


Gekauft


- Paul Shipton, "Ein Schwein rettet die Welt": Ach, hat die Olle auch mal was gekauft? Ja, hat sie. Aber ehrlich gesagt ist es nur ein gebrauchtes Buch aus dem Sozialkaufhaus. Aber es geht um die Odyssee, und als Altertumswissenschaftlerin musste ich da doch für 1,50 € zuschlagen! Klingt einfach sauwitzig.


So, das war's dann auch "schon"... Kennt ihr irgendwas davon oder habt es schon gelesen bzw. auf dem SuB bzw. auf der Wunschliste?