Sonntag, 30. August 2015

Neuzugänge

Drei Wochen war ich ja weg, und auch in dieser Zeit durfte der Postbote ab und zu etwas Buchiges für mich bringen. Hier sind meine Neuzugänge der letzten vier Wochen.


Rezensionsexemplare


- Zelda la Grange, "Good Morning, Mr. Mandela": Diese bestimmte wahnsinnig interessante Autobiographie der ehemaligen persönlichen Assistentin Mandelas habe ich über das Bloggerportal von Randomhouse angefordert.

- Bernhard Aichner, "Das Nötigste über das Glück": Dieses dünne Büchlein klang ganz interessant, ich habe es schon heute beendet und na ja, es war nicht mein Fall. Rezi folgt bald. Erhalten über "Blogg dein Buch". 

- Anja Mäderer, "Mainleid": Dieser Frankenkrimi spielt in meinem Würzburg, deshalb musste ich mich uuuunbedingt auf die Leserunde auf LovelyBooks bewerben. 

- Marceline Loridan-Ivens, "Und du bist nicht zurückgekommen": Diesen Brief einer Tochter an ihren Vater, der im KZ gestorben ist, habe ich über Vorablesen erhalten.


Ertauscht


Zufälligerweise habe ich in den letzten Wochen lauter Hardcover ertauscht, die schon lange auf meiner Wunschliste stehen und durch wunderschöne Cover bestechen.

- Jasmine Warga, "Mein Herz und andere schwarze Löcher": Schon lange auf meiner Wunschliste, für 3 Tickets auf Tauschticket geholt.

- Kai Meyer, "Die Seiten der Welt": Für 5 Tickets ertauscht. Den ersten Band habe ich mir ja signiert gekauft, dann kann ich beide in einem Rutsch lesen.

- Kiera Cass, "Selection. Der Erwählte": Auf den 3. Teil der Selection-Reihe habe ich mich schon lange gefreut. Auch wenn ich dank des Klappentextes der Fortsetzung schon weiß, für wen sich America entscheidet, freue ich mich schon auf die Lektüre. Ebenfalls für 5 Tickets geholt.


Für einen Zeitraum von einem Monat ist das doch ziemlich gemäßigt, oder?

Donnerstag, 27. August 2015

Rezension: "Bei Zugabe Mord! Eine Diva ermittelt im Salzburger Festspielhaus" von Tatjana Kruse

Daten zum Buch:
erschienen am: 14. Juli 2015
Verlag: Haymon tb
ISBN: 9783852189772
248 Seiten
Preis: 9,95 € (TB)
Hier geht's zur Verlagsseite!

Zum Inhalt:
Es ist DIE Sensation bei den Salzburger Festspielen: Zusammen mit ihrer ehemaligen Opernschul-Clique wird die Primadonna Pauline Miller in Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ auftreten! Die Proben sind in vollem Gange, es wird gesungen und gezickt, was das Zeug hält. Doch nicht nur verbal rollen Köpfe: Plötzlich liegt ein Tenor im Kochtopf, und dies bleibt nicht der einzige Mordfall.

Nach und nach wird das Ensemble dezimiert, und da Pauline dummerweise bei den Morden stets in der Nähe ist, wird sie schnell zur Hauptverdächtigen. Um ihre Unschuld zu beweisen und weitere Morde (unter anderem ihren eigenen) zu verhindern, beschließt sie kurzerhand, nur mit einem narkoleptischen Hund bewaffnet, den Mörder auf eigene Faust zu suchen. 

Meine Meinung:
Dies war mein erster Krimi aus der Feder von Tatjana Kruse, und ich kann nur sagen: Mehr davon, bitte!

Die Figuren sind alle so herrlich gezeichnet mit ihren Macken und Allüren, und es ist wirklich schade, sich so nach und nach von ein paar dieser Charaktere verabschieden zu müssen. Aber zum Glück bleiben dem Leser die lustigsten Figuren erhalten, allen voran Pauline. Die „Millerin“ muss man einfach ins Herz schließen, ob man will oder nicht. Sie ist die Diva schlechthin, die mich mit ihren Starallüren sehr zum Schmunzeln brachte. Da sie nunmal eine echte Primadonna ist, genießt sie nicht nur die Verehrung ihrer Fans, sondern pflegt auch gerne und bewusst ihr Divatum. Dazu kommt noch ihr Übergewicht, das sie mir nicht nur als Leidensgenossin sympathisch macht (Hey, sie hat WIRKLICH Übergewicht und ist keine dieser „Mimimi, ich bin so dick, ich musste mir neulich tatsächlich einen Pulli in Größe 38 kaufen und wiege bei einer Körpergröße von 1,75 m horrorhafte 60 kg!“-Tussen.), sondern auch für viele Lacher sorgt, z. B. wenn das Erklimmen des zweiten Stockwerkes bei ihr das Bedürfnis nach einem Sauerstoffzelt auslöst oder sie diverse Packungen Mozartkugeln in kürzester Zeit regelrecht inhaliert. Einzigartig, wie sie sich selbst immer wieder kopflos in brenzlige Situationen hineinmanövriert. Sie lernt’s einfach nicht…

Immer dabei und der perfekte Begleiter ist Paulines geliebter Hund Radames, eine verunglückte Züchtung, der nicht nur ständig mit einer Ratte verwechselt wird, sondern auch noch an Narkolepsie leidet und in den unmöglichsten Momenten einfach das Bewusstsein verliert. Diese Skurrilität ist wohl der Running Gag dieses Buches und sorgte bei mir für mehrere Lacher. Klar, ein narkoleptischer Hund ist schon hart an der Grenze zum Klamauk, aber irgendwie passt Radames ganz wunderbar zum restlichen Ensemble, das nicht nur aus den narzisstischen Opernstars besteht, sondern noch unter Anderem von einer kleinwüchsigen Managerin, einem schwulen Nicht-Schwulen und einem hartnäckigen Kommissar mit dem klanghaften Namen Pittertatscher ergänzt wird. Um es mal so zu sagen: Hier schenkt sich keiner was.

Ich hatte gleich zu Anfang einen Hauptverdächtigen (oder eine Hauptverdächtige – ich möchte ja nicht spoilern), und mit meiner ersten Vermutung lag ich dann auch richtig. Jedoch gab es so viele Irrungen und Wirrungen im Verlauf der Geschichte, dass ich mir bis zum Schluss nicht mehr so sicher war und mittlerweile mehrere Verdächtige hatte. So blieb die Spannung erhalten.

Ich habe mich von Anfang an pudelwohl gefühlt in diesem Buch und es in einem Rutsch gelesen. Durch die schrägen Charaktere tritt das Kriminalistische an sich etwas in den Hintergrund, was für mich den Reiz ausgemacht hat, weil ich selten Krimis lese und auch den klassischen Krimis/Thrillern nicht viel abgewinnen kann. Hardcore-Krimilesern könnte das Buch vielleicht eine Spur zu albern sein, aber das muss man selbst entscheiden. Mir hat der Humor dieses Buches jedenfalls sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist sauwitzig, teils sarkastisch und sehr lebendig. Man kann plump sagen: Hier hat man eine Mordsgaudi!

Ich freue mich schon sehr auf die geplante Fortsetzung, in der die Millerin als Turandot bei den Bregenzer Festspielen aufdrehen darf.

5 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an den Haymon Taschenbuchverlag für dieses Rezensionsexemplar und an Tatjana Kruse für die tolle Betreuung der Leserunde!

Sonntag, 23. August 2015

Die Rückkehr - Ende der Sommerpause

Guess who's back, back again? ♫ ♪

Da bin ich wieder! Am Freitag habe ich wieder heimischen Boden betreten, und gestern ging's gleich auf eine Hochzeit. Ab morgen wird wieder gearbeitet, ich weiß gar nicht mehr, wie das geht. ;-)

Wir waren ja drei Wochen in Skandinavien, und es war sowohl schön als auch anstrengend. Es hat nicht alles so geklappt, wie wir uns das gewünscht hätten, und wir waren gerade in der ersten Woche seeehr viel mit dem Auto unterwegs, was auf Dauer schon körperlich anstrengend sein kann. Das Wetter in Norwegen war uns nicht so gnädig gestimmt, aber natürlich ist dieses Land, das ich zum ersten Mal bereist habe, eine Wohltat für die Augen. (Abgesehen von den Preisschildern...) Zwei Tage Schweden folgten, bis wir letztendlich an unserem Hauptziel Finnland ankamen, wo ich mich als Mückenfutter feilbot und der Lethargie fröhnend die Tage im Wald verbrachte. Immerhin hatten wir wider Erwarten mit dem Wetter in Schweden und Finnland echt viel Glück und es war fast immer sonnig. Im August ist das nicht selbstverständlich!

Ich hatte mir ja viele Bücher mitgenommen, letztendlich aber nur einen Teil davon geschafft. Ich wollte mich da auch nicht stressen lassen. Eigentlich dachte ich, ich würde die eine oder andere Rezension schon im Urlaub schreiben und posten, aber ich war ehrlich gesagt zu sehr im Faulenzermodus. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ihr auch drei Wochen ohne mich ausgekommen seid. ;-)

Hier ein paar Eindrücke aus dem Urlaub. Sonderlich viele buchige Dinge sind mir leider nicht ins Auge gefallen. Oder zählen auch haufenweise Bäume, aus denen ja immerhin Bücher hergestellt werden können? :-D

Norwegen

Schnuckelige Buchhandlung in Kristiansand - leider geschlossen.
Der kleine Hafen von Kristiansand
Und ich sagte noch so zu meinem Freund, dass man ja auf diesen norwegischen Grasdächern auch Tiere halten könnte. Dieses Tourist Center in Eidfjord hat das tatsächlich umgesetzt.
Braunbärbaby im Bjorne-Park
Ich glaub, mich knutscht ein Elch! Und auch noch ein sehr zutraulicher, freundlicher Elch,
den man mit Bananen füttern durfte. :-)
Auch in Oslo gibt es Bookcrossing - sogar mit eigener Tüte! Leider war das Buch
auf Norwegisch und eh nicht so mein Fall (Wohl irgendein alter Schinken.)

Schweden

Gesehen in Örebro :-)
Das Schloss von Örebro
Bücherskulptur - cool oder brutal???

Finnland

Blick auf den See, an dem meine Schwiegermama ihr Sommerhäuschen-Grundstück hat.

Ups, das waren jetzt ziemlich viele Bilder, sorry! Ab morgen gibt's dann wieder nur Bücher-Content, versprochen! :-)