Dienstag, 26. Juli 2016

Rezension: "Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums" von Sarvenaz Tash

Daten zum Buch:
erschienen am: 25. Juli 2016
Verlag: Magellan
ISBN: 9783734850271
303 Seiten
Preis: 16,95 € (HC)
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Zum Inhalt:
Die Teenager Graham und Roxy sind nicht nur seit Kindertagen allerbeste Freunde, sondern auch die größten Comic-Fans der Welt. Gemeinsam haben sie sogar selbst eine Comic-Reihe "Die Freaks von der Magus High" erfunden. Ihr größtes Idol ist Robert Zinc, Erfinder der legendären "Chroniken von Althena". Als sie erfahren, dass der schon seit 20 Jahren die Öffentlichkeit meidende Zinc auf der Comic Con in New York auftreten wird, ist glasklar: Um nichts auf der Welt wollen sie das verpassen!

Graham lässt nichts unversucht, um an Bändchen für das Zinc-Panel zu kommen, und das aus mehreren Gründen. Denn er hegt schon seit einiger Zeit nicht mehr nur freundschaftliche Gefühle für seine beste Freundin, sondern ist unsterblich in sie verliebt. Er ist sich sicher: Wenn er ihr ein Treffen mit Robert Zinc verschafft, wird sie ihn mit anderen Augen sehen. Und er kann ihr endlich seine Liebe gestehen.

Wird es Graham und Roxy gelingen, ihr großes Idol zu treffen? Wird Graham Roxy endlich seine Liebe gestehen und gibt es für die beiden ein Happy End? Und wieso muss Roxy ausgerechnet jetzt ein gutaussehender, comic-begeisterter Brite über den Weg laufen?!

Meine Meinung:
Die Geschichte wird aus Grahams Perspektive geschildert. Dadurch ist die Sprache sehr jugendlich und locker. Ich mochte Graham von Anfang an. Er ist ein netter Junge mit viel Fantasie, der Roxy wirklich anbetet. Seine Leidenschaft für Comics ist beeindruckend, und ich mochte seinen Humor sehr, da er die Dinge recht ironisch sieht.

Roxy fand ich anfänglich ebenfalls sympathisch, im Laufe der Geschichte lässt dies etwas nach, aber eigentlich ist sie schon durchwegs nett. Die weiteren Nebenfiguren wie Grahams Dad, der "Ur-Geek", Grahams bester Freund Casey und Roxys Freundin Felicia mochte ich ebenfalls. Devin und Amelia lernt die Gruppe auf der Comic Con kennen. Grahams Eifersucht auf Devin führte bei mir zu vielen Lachern. Im Endeffekt ist Devin echt korrekt und nett, was es Graham noch schwerer macht, auf das "Gurkensandwich" (Sein Spitzname für den hübschen Briten.) ungehindert sauer sein zu können.

Man erhält hier nicht nur Einsichten in das Innenleben eines Jugendlichen, sondern auch in den Ablauf einer Comic Con. Ich habe schon einiges darüber gehört und gelesen, aber war noch nie auf einer. Ich bin kein großer Comic-Fan, schaue mir aber z. B. sehr gerne die Marvel-Verfilmungen an und kenne natürlich auch Harry Potter, Herr der Ringe oder Game of Thrones. Die meisten Anspielungen habe ich deshalb verstanden, wenngleich mir vor allem irgendwelche Zeichner oder Regisseure nichts sagten - aber man muss wirklich kein Nerd oder Geek sein, um sich auf die Geschichte einlassen zu können. Tatsächlich fand ich die Erlebnisse der Jugendlichen auf der Con total spannend und interessant. Ich mochte es, dass die Figuren sich so sehr für etwas begeistern können, und diese Begeisterung steckt an. So war ich auch total enttäuscht, als Graham keine Karten für Robert Zinc bekam oder Caseys Autogramm versaut wurde.

Der Roman spielt in einem kurzen Zeitraum von vier Tagen, drei davon erlebt man auf der Comic Con. Man hat das Gefühl, dass sich vor allem Graham in dieser Zeit recht stark entwickelt. Von daher würde ich schon sagen, dass es sich hier um einen Coming-of-Age-Roman handelt.

Es hat mir viel Spaß gemacht, "Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums" zu lesen, und mir wurde dabei nie langweilig. Der Humor war ganz nach meinem Geschmack, und nebenbei habe ich noch so einiges über die Welt der Comics und High Fantasy gelernt. Ein bisschen schade fand ich das einigermaßen offene Ende, denn es lässt viel Raum für Spekulationen, ist aber an und für sich stimmig. Und wer weiß, vielleicht bietet sich hier ja noch eine Fortsetzung an? Ich würde mich jedenfalls über ein Wiedersehen mit Graham sehr freuen!

5 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an den Magellan-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Hallöchen Bianca,

    weißt du was total witzig ist? Während ich deine Ausführungen zum Buch lese, läuft deine zugehörige Mimik und Gestik vor meinem inneren Auge ab. Gar net schlecht ^^.
    Das Buch hab ich doch am Samstag auf dem Tisch stehen sehen =). Auch wenn ich selbst ungern High Fantasy lese, kenne ich natürlich die üblichen Verdächtigen und kann mir durchaus vorstellen, dass mich das Buch begeistern kann.
    War schön dich mal zu sehen =)

    LG
    Anja

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  2. Hi Anja,

    hehe, jetzt hast du quasi das interaktive Erlebnis mit Mimik und Gestik! :-D
    Ja, man liest sich ja echt oft, aber dann hat man auch mal ein Gesicht dazu. Fand es auch schön, dich mal zu sehen.
    Ich bin absolut kein High Fantasy-Leser, von daher kann ich dir das Buch ohne schlechtes Gewissen empfehlen.
    LG, Bianca

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