Dienstag, 18. Oktober 2016

Buchpräsentation: "Bombennacht" von Roman Rausch

Am 29. September stellte der Autor Roman Rausch im Hugendubel Würzburg seinen neuen Roman vor. In "Bombennacht" erzählt von den letzten 24 Stunden in Würzburg, bevor die wunderschöne Altstadt am 16. März 1945 durch Bomber der britischen Royal Air Force zu 90% zerstört wurde und circa 5.000 Menschen durch den Angriff und seine Folgen starben.

Wie ihr wisst, wohne und arbeite ich in dieser Stadt, bin 25 km entfernt von hier im Landkreis aufgewachsen und habe deshalb einen engen Bezug zu Würzburg. Und an Geschichte bin ich sowieso immer interessiert.

Roman Rausch ist gebürtig aus Gerolzhofen (ca. 40 km von Würzburg) und lebte viele Jahre in Würzburg.  Mit seinen Werken kam ich zum ersten Mal vor circa 17 Jahren in Berührung, als er seinen ersten Regionalkrimi "Tiepolos Fehler" veröffentlichte, in dem die beiden Kommissare Kilian und Heinlein im beschaulichen Würzburg ermittelten. Leider wurde die Serie nach sieben Bänden eingestellt, aber Roman Rausch veröffentliche unermüdlich weiter, z. B. Thriller wie "Code Freebird" und historische Romane wie "Das Caffeehaus". Leider lese ich weder Thriller noch historische Romane gerne, deshalb habe ich mich gefreut, dass Roman Rausch mal wieder etwas veröffentlicht, das voll meinen Geschmack trifft. Und noch mehr habe ich mich gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich als Würzburger Bloggerin das Buch gerne rezensieren würde. Klar will ich! :-)

Hier erstmal der Klappentext:
16. März 1945: Ein friedlicher und sonniger Frühlingstag bricht in Würzburg an. Tausende Flüchtlinge haben in der Stadt am Main Zuflucht gefunden, unter ihnen Eugen, ein deutsch-russischer Junge, der sich vor der SS hüten muss. In der Nervenheilanstalt in der Füchsleinstraße kümmert sich Professor Werner um die vielen Kriegsverletzten. Da taucht ein totgeglaubtes Mädchen auf, das seine menschenverachtenden Praktiken offenlegen kann. Krankenschwester Fanny erkennt in ihr eine ehemalige Patientin und geht der Sache nach.

Unterdessen bereitet man in der Villa des Nervenarztes ein Geburtstagsfest vor. Der Jude Paul soll eine berühmte NS-Sängerin am Klavier begleiten, während er mit einem Zwangsarbeiter seine Flucht plant.

Und Pfarrer Titus liest seine Morgenmesse. Wird es eine Totenmesse für die Stadt sein? Denn während die Würzburger darauf hoffen, dass der Krieg bald vorbei sein möge, bereitet sich an der Küste Englands eine Bomberstaffel auf einen ihrer zahlreichen Einsätze vor. Am Ende des Tages werden deren Flugzeuge den Himmel über Würzburg verdunkeln und einen tödlichen Feuersturm entfachen.
Roman Rausch hat sich mit Zeitzeugen, u. a. seinem eigenen Großvater, unterhalten und sich an historischen Daten und Fakten orientiert, um seinen Roman so realitätsnah wie möglich schreiben zu können.


Die Buchpräsentation fand im Hugendubel Würzburg statt und wurde von Roland Flade moderiert. Roland Flade ist ein Würzburger Historiker und beschäftigt sich vor allem mit der Geschichte Würzburgs und Unterfrankens. Zusammen mit Roman Rausch hat er eine Facebook-Seite zu "Bombennacht" erstellt, auf der er dem Autor Fragen stellt und historische Hintergründe zum Buch liefert.


Roman Rauschs Ausführungen zu seinem Werk und die anschließende Lesung machten mich nur noch neugieriger auf das Buch, und ich freue mich schon auf die Lektüre, auch wenn es sicherlich keine leichte Kost sein wird.


Hier findet ihr weiterführende Informationen zu "Bombennacht" und der Zerstörung Würzburgs:

Seite von Roman Rausch
Seite von Roland Flade
Facebook-Seite zu dem Roman
Seite des Echter-Verlags
Bericht der Main Post

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