Mittwoch, 27. April 2016

Rezension: "Norahib bikom heißt willkommen" von Bettina Schuler

Daten zum Buch:
erschienen am: 11. April 2016
Verlag: Eden Books
ISBN: 9783959100489
219 Seiten
Preis: 14,95 € (SC)
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Zum Inhalt:
Bettina Schuler ist Journalistin, Autorin, Yogalehrerin und Mutter. Eigentlich hat sie damit schon genug zu tun. Doch als sie 2014 die verstörenden Bilder der vielen Flüchtlinge auf dem Weg nach Deutschland sieht, möchte sie unbedingt helfen. Aber womit wäre den Hilfesuchenden gedient, das Bettina bieten kann und in ihren eng gestrickten Zeitplan passt? Kurzerhand beschließt sie, weiblichen Flüchtlingen Yogaunterricht zu geben.

Nach anfänglichen Berührungsängsten gewinnt Bettina ihre Yogaschülerinnen schnell lieb, vor allem die Syrerin Arwa. Zusammen mit ihren beiden Teenager-Kindern ist diese wie so viele andere ihrer Landsleute vor Krieg und Terror nach Europa geflohen und in Berlin gelandet. Ihr Mann hängt zu dieser Zeit noch in Italien fest.

Fortan begleitet Bettina Arwa zu nervenaufreibenden Behördengängen, Arztbesuchen oder bei der Wohnungssuche. Aus einem Ehrenamt erwächst echte Freundschaft zwischen den beiden Frauen, und Arwas Familie wird bald ein fester Bestandteil von Bettinas Leben.

Meine Meinung:
Die Flüchtlingskrise ist aktuell wie nie zuvor. Während die Politiker diskutieren, ohne handfeste Lösungen zu präsentieren, können Behörden und Sozialarbeiter das enorme Pensum kaum noch stemmen. Hier setzt die Arbeit der Ehrenamtlichen an.

Die Autorin stolpert regelrecht in ihr Ehrenamt und muss erst langsam hineinwachsen. Sie ist genauso unbedarft wie der Durchschnittsbürger, so dass ich mich gut mit ihr identifizieren konnte. Sie stellt sich simple Fragen, die wohl jeden beschäftigen, der sich überlegt, ein Ehrenamt zu übernehmen: Kann ich das? Was genau kann ich bieten, das von Nutzen ist? Habe ich überhaupt Zeit dafür? Werde ich das auch dauerhaft durchziehen?

Neben der Handlung, die episodenhaft erzählt wird, macht sich die Autorin viele Gedanken über ihr Ehrenamt und eine gelingende Integration von Flüchtlingen. Sie sieht sich mit vielen neuen Dingen konfrontiert und stößt manchmal auch an ihre Grenzen, z. B. wenn es um die Idiotie von gesetzlichen Regelungen oder die Sturheit mancher vorurteilsbehafteter Menschen geht. Manchmal fragte ich mich jedoch, ob die Autorin, die ja als Akademikerin und Journalistin sicherlich sehr belesen ist, wirklich so wenig Wissen zu manchen Themen hatte oder ob die vielen, regelrecht belehrenden Gespräche mit Anderen nur ein Stilmittel waren, um den Leser auf den gleichen Wissensstand zu holen.

Der Schreibstil ist - auch dank vieler Dialoge - lebendig und das Buch lässt sich wirklich angenehm und schnell lesen. Manche Kapitel hätte ich mir aber ein bisschen ausführlicher gewünscht. Trotz der ernsten Thematik ist das Buch nicht schwermütig, sondern durchaus auch humorvoll. Für die meisten Schmunzler hat bei mir wohl die 16jährige Arees gesorgt, die zwar eine anstrengende Flucht aus einem von Bürgerkrieg zerrütteten Land hinter sich hat, aber dennoch letztendlich vor allem eins ist: Ein Teenager auf der unermüdlichen Suche nach WLAN. Ich gebe zu, dass es mir bis dahin gar nicht in den Sinn kam, dass ein syrisches Mädchen als Emo herumläuft. Aber ja, warum eigentlich nicht?

Mein persönlicher Held war aber Bettinas Ehemann Karl. Er unterstützt das Engagement seiner Frau, nimmt Arwas Familie mit offenen Armen auf und agiert ein bisschen als kleines Engelchen auf der Schulter, das der Autorin immer dann den Spiegel vors Gesicht hält, wenn sie in ihrem Eifer auch mal unfair wird gegenüber anderen Ehrenamtlichen oder denen, die sich gar nicht engagieren. Oft muss Bettina einsehen, dass sie manchmal zu vorschnell urteilt und die Ansprüche, die sie an andere hat, selbst nicht (immer) erfüllen kann.

Wie der Untertitel bereits sagt, steht die Geschichte von Arwa und Bettina und ihrer besonderen Freundschaft im Mittelpunkt. Es werden zahlreiche Themen angesprochen, die mit der Flüchtlingskrise einhergehen, die aber aufgrund ihrer Komplexität hier nur oberflächlich behandelt werden können. Wer sich über die Thematik an sich informieren will, sollte besser (zusätzlich) zu einem Sachbuch greifen. "Norahib bikom" hat sicherlich nicht den Anspruch, umfassend über die Flüchtlingskrise aufzuklären, sondern ist ein Erfahrungsbericht, der unterhalten und Lust auf ein Ehrenamt machen soll. Und das tut er auch.

4 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an Eden Books für das Rezensionsexemplar und Bettina Schuler für die Betreuung der Leserunde!

Samstag, 23. April 2016

Welttag des Buches: Verlosung "Das Joshua-Profil" (Fitzek)

Ja, es ist schon wieder ein Jahr vorbei und wir feiern erneut den "Welttag des Buches"! Und auch diesmal möchte ich mit meinem Blog wieder bei "Blogger schenken Lesefreude" mitmachen.

Die letzten Jahre haben Blogger ja Bücher verlost. Dieses Jahr hatte ich mich schon gewundert, wieso wir in der Anmeldeliste nicht ausfüllen sollen, welches Buch wir verlosen. Dann habe ich gelesen, dass es diesmal nicht (nur) ums Gewinnen gehen soll, sondern sich alle Blogger gerne auch etwas Anderes überlegen dürfen.

Da ich - wie viele von euch schon mitgekriegt haben - kurz vor meinen Abschlussprüfungen stehe, hatte ich einfach keine Zeit, mir eine total geniale Aktion aus den Fingern zu saugen. Asche auf mein Haupt! (Allein für diese paar Zeilen habe ich ewig gebraucht, weil mir Blogspot aus unbekannten Gründen ständig das Layout zerschießt!!! GRRR!!!)

Deshalb gibt es bei mir auch heute "nur" ganz klassisch eine Buchverlosung.

Und was es zu gewinnen gibt, zeigt euch Cliff - Cliff ist ein Berglöwenbaby aus dem Grand Canyon und mein heutiges Model mangels echter Katze. ;-)



Zu gewinnen gibt es ein (noch verpacktes) Exemplar von
 

"Das Joshua-Profil" von Sebastian Fitzek!

Wer in den Lostopf möchte, verewigt sich bitte hier oder auf Facebook mit einem Kommentar! Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr Leser meines Blogs seid bzw. werdet, aber das ist diesmal keine Voraussetzung. Ansonsten gelten die üblichen Bestimmungen: Ihr solltet über 18 sein oder das Einverständnis eurer Eltern haben, und das Buch geht nur an eine deutsche Adresse.

Das Gewinnspiel läuft bis nächsten Sonntag, 1. Mai (Mitternacht). Danach wird im Laufe der Woche ausgelost. :-) Wenn ihr nicht die Auslosung verpassen wollt, solltet ihr mir eine Möglichkeit zur Benachrichtigung hinterlassen.

Viel Glück & noch einen schönen Welttag des Buches!

Montag, 18. April 2016

Rezension: "Woza Sisi. Die mutigen Frauen Afrikas" von Margit Maximilian

Daten zum Buch:
erschienen am: 1. März 2016
Verlag: Kremayr & Scheriau
ISBN: 9783218010252
192 Seiten
Preis: 22,00 € (HC)
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Zum Inhalt:
Mo Abudu ist die Oprah Winfrey Nigerias. Mit ihrem panafrikanischen TV-Sender ist sie eine der erfolgreichsten Frauen Afrikas. Winnie Akinyi war "Miss Kibera", sie ist Schauspielerin und Streetworkerin im größten Slum Kenias. Aminata Traoré, frühere Kulturministerin in Mali, ist eine Ikone der Globalisierungskritiker. Martine de Souza, Nachfahrin des berüchtigsten westafrikanischen Sklavenhändlers, ist Heldin der Straßenkinder in Benin.

Insgesamt zehn Frauen aus zehn Ländern in Süd-, Ost- und Westafrika porträtiert Margit Maximilian in ihrem neuen Buch. Ihre Lebenssituation, ihre Geschichte und ihre Erfahrungen sind grundverschieden, doch eines eint sie: Sie alle verfügen über besondere Tatkraft. Sie sind Vorbilder - und doch ganz normale Frauen Afrikas.
(Klappentext)

Meine Meinung:
Margit Maximilian ist ORF-Redakteurin und Afrika-Spezialistin. Ihr Plan, Powerfrauen aus Sub-Sahara-Afrika zu porträtieren, war kein leichtes Unterfangen. Reisehindernisse und Terminprobleme waren nur zwei der zahlreichen Schwierigkeiten, mit denen sie zu kämpfen hatte. Deshalb mussten auch manche Porträts, die die Autorin geplant hatte, leider wegfallen. Schade, denn es gibt noch so viele interessante Frauen, über die ich gerne etwas gelesen hätte. Die 10 hier porträtierten Afrikanerinnen sind aber ein guter Querschnitt.

Die Autorin trifft diese Frauen direkt vor Ort ihres Wirkungskreises und begleitet sie ein paar Tage. Sie erzählt von diesen Begegnungen, porträtiert die Frauen, ihre Vergangenheit und ihr gegenwärtiges Tun, und liefert ggf. auch noch politische und geschichtliche Hintergründe.

Allen Frauen ist gemein, dass sie unermüdlich daran arbeiten, sich von den gängigen, teils mittelalterlichen Rollenbildern der afrikanischen Frau zu lösen und ihr Land vorwärts zu bringen. Dies tun sie auf ganz unterschiedliche Weise, im Kleinen oder im Großen.

Da ist z. B. die ehemalige "Miss Kibera" Winnie Akinyi (Kenia), die noch immer - obwohl sie es nicht mehr nötig hätte - in ihrem alten Slum lebt und Slumkindern die Schulausbildung finanziert. Oder Sylvia Tamale (Uganda), die Rechtsprofessorin und Feministin, die wegen ihrer Aufklärungsarbeit zur Sexualität afrikanischer Völker und ihrer Unterstützung gleichgeschlechtlicher Liebe sogar 2003 zur "schrecklichsten Frau des Jahres" gekürt wurde - neben einem fanatischen Rebellenführer und Massenmörder. Wirklich beeindruckend fand ich z. B. die Nonne Adriana Dwoki (Südsudan), die Schulen und Heime für Straßenkinder baut und ihnen ein neues Zuhause gibt, oder Martine de Souza, die in Dörfern über Kinderhandel aufklärt und selbst heimatlose Kinder aufnimmt.

Weniger anfangen konnte ich mit der Bildhauerin Reinata Sadimba (Mosambik), die zwar eine interessante Lebensgeschichte hat und mit ihren Kunstwerken weltweit berühmt wurde, die aber einzig für ihre Kunst lebt und sich sonst nicht weiter engagiert. Dann wird noch die bekannte Moderatorin und TV-Produzentin Mo Abudu vorgestellt, die vor allem eine Geschäftsfrau ist und ein sehr luxuriöses Leben führt. Man kann darüber streiten, ob diese Frauen so recht in die Reihe der "Kämpferinnen" passen, aber letztendlich sind die hier vorgestellten Afrikanerinnen alle recht unterschiedlich darin, wie sie wirken und leben. Egal, ob ihr Tun nur ein paar Menschen hilft oder weitere Kreise zieht, so sind sie alle faszinierende Persönlichkeiten, über die ich gerne gelesen habe. Nebenbei habe ich etwas mehr über Geschichte und Kultur der 10 afrikanischen Länder erfahren.

Margit Maximilian ist eine gute und kritische Beobachterin. Manchmal hat mir aber ein roter Faden in den Porträts gefehlt, es wurde viel zwischen Gegenwart (dem Treffen) und Vergangenheit oder politischen Begebenheiten hin- und hergesprungen. Auch waren die Treffen manchmal etwas unkoordiniert, was aber wohl einfach den Verhältnissen geschuldet ist. Außerdem hätte ich gerne weiterführende Informationen, z. B. Links zu den Projekten der Frauen oder Literatur zu den angesprochenen Themen, erhalten. Im Mittelteil finden sich einige Farbfotos, die den porträtierten Frauen auch ein Gesicht geben. Das finde ich bei einem solchen Buch sehr wichtig.

"Woza Sisi" ist ein informatives, spannendes Sachbuch über afrikanische Frauenpower. Die Lektüre macht auf jeden Fall nachdenklich, denn hier wird nicht nur die Unterdrückung afrikanischer Frauen thematisiert, sondern auch z. B. Menschenhandel, Armut oder die Ausbeutung Afrikas durch den Westen. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, woher diese Frauen die Kraft und den Willen haben, immer weiter zu machen. Das ist wirklich bewundernswert und ringt mir meinen größten Respekt ab. Außerdem ist mir wieder klar geworden, was für ein privilegiertes Leben ich in Deutschland führen darf. Schließen möchte ich mit diesem schönen Zitat:

"Die Menschheit ist ein Vogel mit zwei Flügeln. Ein Flügel ist weiblich, der andere männlich. Wenn nicht beide gleichermaßen entwickelt sind, dann wird die Menschheit nicht in der Lage sein, zu fliegen."

4 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an den Verlag Kremayr & Scheriau für dieses Rezensionsexemplar!

Dienstag, 12. April 2016

Rezension: "Willkommen in Night Vale" von Joseph Fink & Jeffrey Cranor

Daten zum Buch:
erschienen am: 19. März 2016
Verlag: Klett-Cola
ISBN: 9783608961379
378 Seiten
Preis: 19,99 € (HC)
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Zum Inhalt:
Night Vale, ein Städtchen in der Wüste. Irgendwo in der Weite des amerikanischen Südwestens. Geister, Engel, Aliens oder ein Haus, das nachdenkt, gehören hier zum Alltag. Night Vale ist völlig anders als alle anderen Städte, die Sie kennen – und doch seltsam vertraut.

Jackie Fierro betreibt schon lange das örtliche Pfandhaus in Night Vale. Eines Tages verpfändet ein Fremder einen Zettel, auf dem in Bleistift die zwei Worte »King City« geschrieben stehen. Jackie hat sofort ein merkwürdiges Gefühl. Kaum ist er in Richtung Wüste verschwunden, erinnert sich niemand an ihn – aber Jackie kann das Papier nicht mehr aus der Hand legen. Zusammen mit der alleinerziehenden Mutter eines jugendlichen Gestaltwandlers geht Jackie daran, das Rätsel von »King City« zu lösen. Ihr Weg führt die beiden in die Bibliothek von Night Vale, die allerdings noch kaum jemand wieder lebend verlassen hat ...
(Klappentext)

Meine Meinung:
Da ist dieses Buch. Es ist nicht anders als andere Bücher. Also, stellen Sie sich ein Buch vor. Andererseits ist es ganz anders als andere Bücher. Stellen Sie sich dieses Buch also noch einmal vor. Abgesehen davon, dass es zugleich anders und nicht anders als andere Bücher ist, ist es genau wie alle anderen Bücher. Hinsichtlich seiner Form ist es nicht anders als andere Bücher. Es hat eine buchähnliche Form. Würde man Leuten ein Bild von ihm zeigen, würden sie sagen, dass es sich definitiv um ein Buch handelt...

So kann man "Willkommen in Night Vale" in der ihm eigenen "Night Vale"-Manier beschreiben - oder auch nicht. Weitere Kostprobe gefällig?
"Gestern Abend erinnerte der Stadtrat auf einer Pressekonferenz daran, dass der Dog Park ein Erholungsgebiet für die ganze Gemeinde ist, es ist also wichtig, dass ihn niemand betritt, ansieht oder an ihn denkt. Sie werden neuartige Kameras installieren, um die hohen schwarzen Mauern des Dog Parks ständig im Auge behalten zu können, und sollte jemand dabei erwischt werden, wie er reinzukommen versucht, wird er gezwungen werden, den Park zu betreten, und man wird nie wieder etwas von ihm hören. Sollten Sie vermummte Gestalten im Park sehen, dann haben Sie, nein, keine gesehen. Diese Gestalten stellen absolut keine Gefahr dar, und man sollte sich ihnen auf gar keinen Fall nähern. Die Mitglieder des Stadtrats schlossen ihre Pressekonferenz, indem sie mit ihren scharfen Zähnen und Reibeisenzungen eine rohe Kartoffel verschlangen. es gab keine weiteren Fragen, allerdings ein paar weitere Schreie." (S. 31)
In dieser Art geht es auf fast 400 Seiten munter weiter. Bibliotheken sind lebensgefährliche Orte, in denen Bibliothekare ihre Besucher fressen. Engel sind Wesen, die offiziell nicht existieren dürfen und deshalb illegal untertauchen müssen. Sie sind geschlechtslos und heißen deshalb alle Erika. Die Protagonistin Jackie ist seit Jahrzehnten 19 Jahre alt und betreibt ein ominöses Pfandhaus. Die andere Protagonistin Diane hat einen Teenagersohn, der Gestaltenwandler ist und sich quasi minütlich in etwas Anderes verwandelt. Zusammen begeben sich die beiden Frauen auf die Suche nach einem komischen Mann in einem hellbraunen Jackett, der einen Hirschlederkoffer trägt und den jeder sofort wieder vergisst.

Das Buch ist einfach nur abgedreht. Im Endeffekt ergibt so ziemlich nichts Sinn, was man hier liest. Wer die Podcasts kennt und dadurch gegebenenfalls über Hintergrundwissen verfügt, hat vielleicht richtig Spaß mit dem Buch. Wer - so wie ich - völlig unbedarft an die Lektüre rangeht, könnte jedoch verstört sein. Das Ganze liest sich, als hätten die beiden Autoren während eines sehr langen Trips allerlei Fantasien zusammengepinselt, die in ihren Köpfen aufgeploppt sind. Und was das sein soll, erschließt sich mir leider nicht.

Die Personen und Kreaturen, die hier auftreten, sind einfach nur skurril und bleiben bis zum Schluss fremd. Ich vermisse Erklärungen und Auflösungen. Stattdessen ist es ein wilder Trip durch Absurdistan, der mich total überfordert hat. Habe ich zu wenig Fantasie, zu wenig Humor? Ich weiß es nicht.    

Dennoch muss ich anerkennen: Es ist schon irgendwie beeindruckend, welche Ideen die Autoren so hatten. Nur leider kam ich damit nicht so richtig klar. Mehr als ein paar Seiten am Stück habe ich nie geschafft, dann hatte ich meist keine Lust mehr. "Willkommen in Night Vale" ist wohl ein Buch, das man entweder liebt oder hasst, und welches vielleicht eher einen kleinen, exklusiven Leserkreis bedient. Ich habe mich leider von den vielen positiven Stimmen blenden lassen, die mich glauben ließen, dass "Night Vale" ein genialer Roman sein soll...

Den 1. Stern erhält das Buch für den wirklich beeindruckenden Sprachstil, der trotz aller Skurrilitäten und Absurditäten eine gewisse Raffinesse hat. Und einen halben Stern gibt es noch dafür, dass ich einfach die falsche Zielgruppe war und mich wohl besser hätte informieren müssen, bevor ich zugriff. Wer die Podcasts  bzw. total absurde Geschichten mag und sich voll und ganz auf "Night Vale" und seine schrägen Einwohner einlassen kann, hat ja aber vielleicht Freude an der Lektüre. Ich persönlich habe mich durch "Night Vale" richtig quälen müssen und dabei gelernt, dass man sich nicht von guter Werbung verleiten lassen sollte.

1,5 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an "Blogg dein Buch" für dieses Rezensionsexemplar!

Sonntag, 10. April 2016

Rezension: "Nichts ist wahr und alles ist möglich. Abenteuer in Putins Russland" von Peter Pomerantsev

Daten zum Buch:
erschienen am: 28. September 2015
Verlag: DVA
ISBN: 9783421046994
304 Seiten
Preis: 21,99 €
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Zum Inhalt:
Die Realität lässt sich nach Belieben verbiegen, nichts ist wahr und alles ist möglich im autoritären Reich Wladimir Putins. Diese Erfahrung macht Peter Pomerantsev, als er Mitte der Nullerjahre als TV-Produzent nach Moskau geht - hinein ins Herz der Propagandamaschine. Aus nächster Nähe erlebt er die groteske Welt der Fernsehstudios und die absurde, korrupte Wirklichkeit draußen im Land. In seinem brillant geschriebenen Buch schildert er Begegnungen mit Gangstern und Models, Profiteuren und Strippenziehern und mit Menschen, die, schwankend zwischen Hoffnung und Wahn, irgendwie versuchen, dem Alltag einen Sinn abzutrotzen.
(Klappentext)

Meine Meinung:
Peter Pomerantsev lebt in London, ist aber selbst russischstämmig. Als TV-Produzent hat er neun Jahre lang in Moskau gelebt und gearbeitet und dort den täglichen Wahnsinn miterlebt, bevor er wieder in den Westen zurückkehrte, weil er die Propagandamaschinerie nicht mehr ertrug. In seinen Erzählungen begegnet der Autor Neureichen, Kriminellen, neureichen Kriminellen, kriminellen Neureichen, und natürlich geldgeilen Gold Diggern - jungen Frauen, die nichts anderes tun, als reichen Männern ("Forbes") aufzulauern.

Diejenigen, die nicht zu den Reichen und Mächtigen gehören, gehen in dem korrupten System komplett unter. Da werden Unschuldige für absolut lächerliche Vergehen in Nacht- und Nebelaktionen ins Gefängnis geworfen und kommen nicht durch faire Verfahren, sondern nur durch Schmiergeld wieder raus - wenn überhaupt.

Was man hier über Russland lernt, ist schockierend und entmutigend. Die Macht des Kremls ist noch größer, als ich mir das vorgestellt hatte. Die meiste Zeit habe ich den Kopf geschüttelt oder mich gefragt, wie das alles möglich ist - ja, der Titel verspricht tatsächlich nicht zu viel.

Pomerantsevs Ausführungen sind kritisch und investigativ, er greift auf eigene Erlebnisse zurück und ergänzt diese mit - so weit ich das beurteilen kann - gut recherchierten Fakten. Der Schreibstil ist eloquent, anspruchsvoll und lässt sich gut lesen. Aber irgendwie hat mir etwas gefehlt. Das Buch hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen. Manche Geschichten, vor allem die Einzelschicksale, waren ganz interessant, aber es gab doch leider viele Stellen, die ich langweilig fand. Ich habe ziemlich lange für die Lektüre gebraucht, da mich die teils langatmigen Ausführungen zu Politik, Architektur oder Infrastruktur Russlands nicht begeistern konnten und ich das Buch öfter zur Seite legte.

Außerdem hat es mich auch stellenweise regelrecht ermüdet, all die negativen Dinge über Russland zu lesen. Ich schätze, ich hatte einfach etwas Anderes erwartet. Aufgrund des Covers dachte ich, dass die Erzählungen zumindest teilweise amüsant sind - das ist allerdings nicht der Fall. Man könnte meinen, es gibt nichts Liebenswertes an diesem Land, was ich etwas schade finde, ist doch der Autor selbst Sohn von Russen, mit einer Moskowiterin verheiratet und reist regelmäßig mit seiner Tochter in ihre zweite Heimat. Aber Russland wird hier ausnahmslos als Land voller Korruption, Kriminalität und Kreml-gesteuerter Marionetten gezeichnet, das seine eigenen Kinder auffrisst. In diesem Länderporträt gibt es nichts, das mich dazu bringen würde, Russland jemals in meinem Leben besuchen zu wollen.

"Nichts ist wahr und alles ist möglich" ist für Russland-Interessierte und Kreml-/Putin-Kritiker sicherlich eine sehr spannende Lektüre. Mich hat das Buch leider ziemlich gelangweilt und mit einem sehr negativen Russland-Bild zurückgelassen. Immerhin weiß ich nach dieser Lektüre wieder sehr zu schätzen, dass ich in einem Land lebe, in dem Grundrechte noch etwas wert sind.

3 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an das Bloggerportal von Randomhouse für dieses Rezensionsexemplar!

Fundstück

Als ich neulich in einem Antiquariat ein bisschen gestöbert habe, fiel mir ein altes Winnie Puh-Buch in die Hände, in dem ich folgende Widmung las:



"In tiefer Verbundenheit für die geliebte Tochter meines Onkels Peter, für Susanne mit dem Zauberhaar."

Ich fand das irgendwie süß und musste es gleich mal fotografieren. :-) Da hat Susanne aber eine liebe Cousine gehabt. Oder einen lieben Cousin? (Micha kann ja beides sein...)

Hat hier noch jemand eine Cousine mit Zauberhaar? ;-) 

Donnerstag, 7. April 2016

Rezension: "Das letzte Nashorn" von Lodewijk van Oord

Daten zum Buch:
erschienen am: 21. März 2016
Verlag: Knaus
ISBN: 9783813506877
253 Seiten
Preis: 19,99 € (HC)
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Zum Inhalt:
Der Amsterdamer Zoo "Artis" hat eine lange Tradition, kann aber schon länger nicht mehr mit den Ansprüchen der Kundschaft mithalten. Der moderne Zoodirektor Edo Morell hat ein sehr kostspieliges, aber erfolgsversprechendes Konzept entwickelt, das dem Tierpark neue Besucherströme bescheren soll. Mitten in der Altstadt sollen die Menschen nach Afrika oder in die Antarktis reisen können.

Für die Konzeption der Afrikawelt wird Sariah Malan aus Südafrika eingestellt. Die Halb-Niederländerin hat sich dem Schutz von Dickhäutern verschrieben. Eine furchtbare Tragödie treibt sie fort aus ihrer geliebten Heimat.

Gemeinsam mit Edo kümmert sie sich nun um Neuzugang Albrecht, eines der letzten lebenden Nashörner. Er soll die beiden Nashorndamen Angela und Ursula begatten und für den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Spezies sorgen. Doch so einfach, wie Edo sich das vorgestellt hatte, ist es nunmal nicht...

Meine Meinung:
Der Roman um Albrecht & Co. spielt in einem Zeitraum von insgesamt vier Jahren. Da es keine konkreten Datumsangaben gibt, bleibt es offen, ob wir uns hier in der Gegenwart oder (nahen) Zukunft befinden. Es gibt ja durchaus noch Nashörner auf der Welt, aber wenn man mal nachforscht, so findet man schnell heraus, dass viele Nashornarten bereits ausgestorben sind und der Fortbestand dieses wunderschönen Tieres in Gefahr ist. Schuld daran sind vor allem Wilderer, die die Tiere wegen ihres wertvollen Hornes töten.

Die Geschichte wird abwechselnd aus drei Perspektiven erzählt: Neben dem ehrgeizigen Zoodirektor Edo Morell kommen auch die Tierschützerin Sariah Malan und der betagte Vorsitzende des Zoovorstandes, Frank Rida, zu Wort. Die drei Protagonisten wechseln sich pro Kapitel der Reihe nach ab. Trotzdem hat es bei mir manchmal schon ein bis zwei Seiten gedauert, bis mir anhand des Kontextes klar war, wer nun erzählt. Hier hätte ich mir vielleicht einen kleinen Verweis auf den aktuellen Erzähler gewünscht (z. B. in der Überschrift). Aber das nur am Rande.

Die verschiedenen Perspektiven machen die Geschichte noch spannender, als sie ohnehin ist. An und für sich waren mir alle drei Figuren recht sympathisch, aber Edo hat bei mir ambivalente Gefühle ausgelöst. Auf der einen Seite ist ihm sehr an dem Fortbestand der Nashörner gelegen und auch an dem Wohlergehen der anderen Zootiere. Doch mit der Zeit lernt man, dass es ihm hier vor allem um eine gelungene Präsentation nach außen geht. Denn nur, wenn die Besucher den Eindruck haben, den Tieren geht es gut, werden sie auch wiederkommen. Auch wenn Edo durchaus eine gewisse Verbundenheit zu "seinen" Tieren spürt, so ist ein gelungenes Marketing und die Unterhaltung der Besucher für ihn immer vorrangig, er betrachtet die Tiere als Mittel zum Zweck.

Sariah hingegen liebt Tiere über alles, und eigentlich findet sie es grausam, sie in Käfige zu sperren und auszustellen. Auf Edos Projekt lässt sie sich nur ein, da sie einsieht, dass das Nashorn in der Wildnis keine Überlebenschance mehr hat. Vielleicht gelingt es ja tatsächlich, diese Spezies zumindest in Gefangenschaft vor dem Aussterben zu bewahren. Umso tragischer, dass die Wilderer nun mittlerweile sogar schon ihre Wege in Zoos gefunden haben...

Zwischen Edo und Sariah entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte, die jedoch unter ihren häufigen Meinungsverschiedenheiten leidet. Die Storyline zwischen den beiden wird aber eher in den Hintergrund gerückt, hier steht wirklich Nashon Albrecht im Mittelpunkt.

Frank ist ein gutmütiger, gebildeter Herr, der für Edo väterliche Gefühle hegt und ihn deswegen uneingeschränkt in seinem Vorhaben unterstützt. Als Kunsthistoriker beschäftigt er sich viel mit der Vergangenheit und bietet dem Leser historische Fakten, vor allem aus der Kunstwelt, über das Nashorn. Dies war teilweise interessant, zuweilen aber auch etwas langweilig. Da Frank sich auch mit Sariah gut versteht, steht er oft zwischen den Stühlen.

Der Schreibstil ist lebendig, mit vielen Dialogen. Die Geschichte ist eine Mischung aus heiter und tragisch und hat mit dem Thema "Bedrohte Tierarten" einen sehr ernsten Hintergrund. Dadurch, dass die Nashörner Namen haben, werden sie - zumindest empfand ich es als Leserin so - vermenschlicht, und das macht das Ganze nur noch tragischer, als es sowieso schon ist. Ich habe öfter Seufzer des Bedauerns und der Enttäuschung von mir gegeben, das Schicksal von Albrecht und seinen Artgenossen ließ mich nicht kalt. Ich verrate nicht, ob die Nashörner am Ende aussterben, aber sagen wir so: Das Ende ist sehr realistisch.

Dank Edo lernt man viel über Marketing und Eventmanagement. Seine Ideen sind einerseits tatsächlich erstaunlich kreativ und wirkungsvoll, andererseits überschreiten sie irgendwann auch eine Grenze. Gerade auf den letzten Seiten wurde ich als Leserin mitten hineingezogen in die Gewissenskonflikte der Protagonisten. Wir müssen Tiere anständig behandeln, ihr Überleben sichern - aber dürfen wir aus ihnen Menschen machen? Stört es Tiere überhaupt, wenn ihre Art ausstirbt? Trauern sie um ihre Artgenossen, oder ist es ihnen nur wichtig, dass sie ihre Triebe befriedigen können? Ist das Aussterben von Tierarten nicht seit jeher gängig und gehört einfach zum natürlichen Prozess? Sollten wir aussterbende Tierarten in Ruhe ihre letzte Zeit auf Erden verbringen lassen, oder sollten wir sie herumreichen wie einen Superstar und den Menschen noch einmal die Gelegenheit geben, die letzten lebenden Exemplare aus der Nähe betrachten zu können?

Das Buch regt zum Nachdenken an. Darüber, wie wir Menschen mit Tieren umgehen. Darüber, wie man Zoos betrachten soll. Manche Leute gehen gerne hin, da sie sie als einzige Möglichkeit sehen, bestimmte Tiere aus nächster Nähe bewundern zu können. Manche Leute wiederum meiden Zoos, da sie es nicht ertragen können, wie die Tiere dort eingesperrt sind. Ich bin hin- und hergerissen, und auch in diesem Buch werden verschiedene Sichtweisen dargestellt, die alle für sich eine Daseinsberechtigung haben.

Ich habe "Das letzte Nashorn" in einem Rutsch gelesen, und Albrechts Schicksal hat mich berührt, auch wenn es - vorerst - nur fiktiv war. Ich lege das Buch vor allem - aber nicht nur! - denen ans Herz, die sich für Tiere und bedrohte Arten interessieren.

5 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an das Bloggerportal von Randomhouse für dieses Rezensionsexemplar!

Montag, 4. April 2016

Neuzugänge - Der Rest

Wie versprochen kommen hier die restlichen Neuzugänge. Der größte Teil stammt von einem Flohmarkt des Bayerischen Roten Kreuzes. Die haben zwar alles Mögliche verkauft, aber allein für die Bücher gab es schon einen langen Extraraum in der Halle. Obwohl ich wieder vieles weggelegt habe (Teilweise, weil ich nunmal nicht alles kaufen kann, teilweise, weil die Bücher echt gammelig aussahen - Wer spendet sowas?), kamen am Schluss 8 Bücher zusammen (Eins über Shaolin für meinen Freund, das ich nicht zeige, weil's ja nicht meins ist). Für die sollte ich gerade mal 6 € zahlen. Das war mir zu wenig, ich hab dann 8 € gemacht. ;-)


Gekauft - BRK-Flohmarkt


- Antje Schendel, "Die Tatortreinigerin": Soll gar nicht so gut sein, das Buch, aber ich mag ja solche Erlebnisberichte. Stand schon länger auf meiner Wunschliste.

- Dieter Nuhr, "Wer's glaubt, wird selig": Ich bin kein Nuhr-Fan, aber ich finde es ganz interessant, wenn man sich der Thematik "Glaube" mit Humor nähert.

- Julia Karnick, "Ich glaube, der Fliesenleger ist tot": Falls wir doch noch in diesem Leben ein Haus bauen/kaufen, will ich gewappnet sein. :-D Stand eh schon länger auf meinem Wunschzettel, von daher musste es natürlich mit.

- Christian Eisert, "Kim & Struppi": Auch ein Posten auf meiner Wunschliste, den ich nun streichen kann. Ferien in Nordkorea klingen doch amüsant.

- Charlotte Breyer, "Würzburg im Herzen": Porträts von alteingesessenen Würzburgern sind für mich als Würzburgerin natürlich was Feines. Und wenn ich jetzt noch Resi Müller heißen würde, wäre das Buch sogar für mich persönlich von der Autorin signiert. ;-)

- Blaine Harden, "Flucht aus Lager 14": Ein Bericht aus dem nordkoreanischen Gulag, das hat mich natürlich sofort angesprochen. 

- Regina Strehl, "Die Welt hinter Gittern": Ein Bericht von einer Gefängnisärztin, wer mich kennt, weiß, dass mich so ein Buch regelrecht anlachen muss. 


Außerdem gekauft


- Kiera Cass, "Selection - Die Kronprinzessin": Nachdem ich neulich die Trilogie um America und Maxon beendet habe, musste ich mir nun doch die Fortsetzung zulegen. Hier lagen ja noch zwei Büchergutscheine herum. :-)

- Lissa Price, "Starters": Das Buch ist schon länger auf meiner "Och, könnte man ja mal..."-Liste. Bei 2 € für ein noch eingeschweißtes Exemplar musste ich nicht lange überlegen und rannte sogleich zur Hugendubel-Kasse.

- Jakob Wassermann, "Der Aufruhr um den Junker Ernst": Das ist ja das diesjährige Buch der Städteleseaktion, wie ich hier bereits berichtete. Ich habe es mir zwar gekauft, aber werde es wohl nicht während den Aktionswochen lesen können, da ich einfach noch zu viele Rezensionsexemplare in der Pipeline habe und diese vorgehen. Schade. Aber mein Prüfungslehrgang ist halt einfach unpraktisch für solche Aktionen. Nächstes Jahr dann wieder!

- Ortrun Scheumann, "Geliebte Feinde": Dies ist das Tagebuch einer jungen Frau, die damals den Zweiten Weltkrieg und die Zerstörung Würzburgs hautnah miterlebt hat. Habe ich mir zusammen mit "Selection" mit meinem Büchergutschein gekauft. 


So, puh, also wird mal wieder Zeit, dass mir mein Freund ein neues Bücherregal kauft, was? *duck und weg*

Sonntag, 3. April 2016

Neuzugänge

Ich habe beschlossen, meine Neuzugänge diesmal auf zwei Beiträge aufzuteilen, sonst sieht es so maßlos aus. Schuld daran ist aber nur ein Flohmarktbesuch. Unter anderem... Und in zwei Wochen sind gleich zwei Bücherflohmärkte, oh je, oh je... Was soll ich bloß tun? Einfach nicht hingehen? Ernsthaft, das kann keiner verlangen...


Rezensionsexemplare


- Lodewijk van Oord, "Das letzte Nashorn": Diesen Roman habe ich im Bloggerportal von Randomhouse angefordert, da die Geschichte um den Erhalt des letzten Nashorns in einem Amsterdamer Zoo sehr vielversprechend klang. Ich habe es schon gelesen, die Rezi folgt diese Woche noch.

- Tina Uebel, "Uebel unterwegs": Dieses lustige Reisetagebuch habe ich bereits gelesen und hier rezensiert. Erhalten über vorablesen.de. 

- Margit Maximilian, "Woza Sisi": Wieder ein tolles Sachbuch vom K&S-Verlag. Diesmal werden afrikanische Powerfrauen porträtiert, und ich freue mich schon auf die Lektüre. Erhalten für eine Leserunde auf LovelyBooks.

- Michel Cymes, "Hippokrates in der Hölle": Dieses vermutlich etwas gruselig Sachbuch über die Experimente der KZ-Ärzte im 2. Weltkrieg habe ich über literaturtest.de angefordert. Ihr wisst ja, dass ich mich für den Holocaust interessiere und darüber schon viel gelesen habe. Aber an dieses Buch habe ich mich bislang noch nicht herangetraut...

- Joseph Fink & Jeffrey Cranor, "Willkommen in Night Vale": Diesen seltsamen Fantasy-/Science Fiction-/Was-auch-immer-Roman habe ich über "Blogg dein Buch" erhalten. Die Werbung, in der der Roman als geniales Werk angepriesen wurde, hat bei mir Eindruck hinterlassen. Nach den drei Kapiteln muss ich jedoch sagen, dass ich mit dem Buch nicht warm werde. Das wird wohl eher ein Sich-durch-Quälen werden. Schade.

- Gideon Böss, "Deutschland, deine Götter": Der Autor hat sich mal in Deutschland umgesehen, welche Religionen und Glaubensrichtungen hier eigentlich so ausgeübt werden. Das fand ich sehr interessant, und deshalb habe ich mich - erfolgreich - auf die LB-Leserunde beworben.


Gewonnen


- Karsten Flohr, "Villa Ludmilla": Dieses lustige, schräge Büchlein habe ich auf der Facebook-Seite des acabus-Verlags gewonnen. Man musste die Frage beantworten, welche schräge Angewohnheit man hat. Ich glaube, dass sich nur vier Leute auf drei Bücher beworben haben, was mich wundert, weil das Buch echt vielversprechend klingt. Und es ist sogar signiert! Vielleicht ist der Verlag einfach noch zu unbekannt? Ich habe mich jedenfalls über den Gewinn sehr gefreut.

- Matt Haig, "Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben": Eigentlich ist das kein Gewinn, sondern Überraschungspost von LovelyBooks anlässlich einer Werbekampagne für das neueste Buch des Autors. Es geht um Depressionen und klingt sehr interessant, ich werde es auf jeden Fall lesen.


Ertauscht


- Alex Burkhard, "Die Zeit kriegen wir schon Rom": Von Alex Burkhard hab ich schon "... und was kann man damit später mal machen?" rezensiert. Seinen lustigen Rom-Reiseführer wollte ich dann doch mal lesen. Ertauscht bei Tauschticket für 1 Ticket. 


So, die Kaufexemplare stelle ich euch morgen vor. :-)