Mittwoch, 15. März 2017

Rezension: "Die Schwangerschaft des Max Leif. Ein Roman in 9 Monaten" von Juliane Käppler

Daten zum Buch:
erschienen am: 1. März 2017
Verlag: Knaur
ISBN: 9783426519745
352 Seiten
Preis: 14,99 €
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Zum Inhalt:
Max Leif is back! Und diesmal treibt er sich nicht selbst mit seiner Hypochondrie in den Wahnsinn, sondern seine geliebte Maja. Die ist nämlich unverhofft schwanger, und der werdende Vater tut alles, um zu verhindern, dass seiner Freundin und ihrer Leibesfrucht etwas geschieht!

Und damit geht er nicht nur Maja gehörig auf den Keks. Auch Dr. Bärbeißer, Putzfrau Jekaterina sowie Hund Hannibal und Kater Lecter haben unter Max' schützendem Vaterinstinkt zu leiden. Und Max wäre nicht Max, wenn es hierbei nicht ständig zu Irrungen und Wirrungen käme...

Meine Meinung:
Ich fand den ersten Band "Die sieben Tode des Max Leif" klasse und habe mich deshalb sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Juliane Käppler hat mich auch hier nicht enttäuscht. Ich mag ihren Humor und ihren Schreibstil, der sich ganz wunderbar flüssig liest. Die Kapitel sind relativ kurz und so denkt man sich: "Ach, noch ein Kapitelchen, bevor ich aufhöre." und dann liest man doch immer weiter und weiter, und schwupps, ist das Buch schon vorbei.

Neben Max trifft man wieder auf lieb gewonnene Charaktere aus dem ersten Band, allen voran Maja, Dobermann Hannibal, Putzfrau Jekaterina und die patente Dr. Bärbeißer. Neu hinzukommende Charaktere wie Kater Lecter, Köchin "Big Mama" oder "Duddy" Ralf ergänzen das ganz spezielle Ensemble. Max ist mittlerweile Musiklehrer in Majas von ihm finanzierten Kindergarten, weshalb hier auch oft Kindermund Wahrheit kundtut, was ebenfalls recht amüsant ist.

Schön fand ich, dass auch Max' bester Freund Paul wieder einen Platz in diesem Band findet. Er war schon vor der Handlung in Band 1 überrachend verstorben und Grund für Max' aufkeimende Hypochondrie. Es sind vor allem die Erinnerungen und Max' rührende Trauer um den alten Freund, die trotz all der Komik in diesem Buch mich emotional berührt haben. Aber auch Max' Gedanken zu Maja, ihrer Beziehung und ihrem Nachwuchs fand ich sehr schön. Da habe ich öfter mal einen kleinen Seufzer ausgestoßen, wie liebevoll er doch ist. Dumm nur, dass er seine Gedanken immer für sich behält und nach außen hin eher das überfürsorgliche Nervenbündel gibt.

Das Wiedersehen mit Max war sehr schön, aber so ein bisschen war der Zauber des ersten Bandes verflogen. Max war phasenweise so anstrengend mit seinen Neurosen, dass ich ihm gerne mal eine geknallt hätte. Jekaterina fand ich auch nicht mehr so lustig und ihr übertriebener Akzent hat mich etwas genervt. Total überflüssig, weil nervig, fand ich Machete. Auch Maja war mir irgendwie nicht mehr so sympathisch wie im ersten Band. Es kann aber auch einfach sein, dass mich das ganze Schwangerschaftsgetue irgendwann generell ein bisschen genervt hat. Vermutlich haben (werdende) Eltern einfach einen Ticken mehr Spaß mit der Thematik als Kinderlose, vermutlich war ich auch einfach nicht in der richtigen Stimmung. 

Natürlich wurden manche Sachen überspitzt dargestellt. Das passt auch zu den Charakteren und damit rechnet man, wenn man den Vorgänger kennt. Nur manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Normalität gewünscht, quasi als Überraschungseffekt, z. B. bei der Hochzeit.

Trotz dieser Kritikpunkte war das Wiedersehen mit Max & Co. aber wirklich schön und das Buch hat mich sehr gut unterhalten! Ich mag Käpplers Schreibstil und Humor und freue mich deshalb auf ein Wieder-Lesen mit ihr.

4 von 5 Schreiberpaletten

Vielen Dank an Juliane Käppler für dieses Rezensionsexemplar sowie die intensive Begleitung der Leserunde!

Hier findet ihr meine Rezension des Vorgängerbandes "Die sieben Tode des Max Leif".

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